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Mittwoch,
der 24. Oktober 2018






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23.01.2018 13.27


Ausstellung um ein Buch: Im Westen nichts Neues

Ungewöhnlich ist das schon: Eine Ausstellung um ein einziges Buch. Zu erleben vom 25. Januar bis 15. April 2018 im Buddenbrookhaus. Am heutigen Dienstag durften Journalisten das Projekt um den Roman "Im Westen nichts Neues" von Erich Maria Remarque begutachten.



Natürlich werden nicht nur diverse Ausgaben des 1928 erschienenen Antikriegs-Romans gezeigt. Vielmehr werden der Dokumentation des Buches, das in mehr als 60 Sprachen übersetzt worden ist, Originalbilder einer sogenannten "Graphic Novel" von Peter Eickmeyer und Gaby von Borstel zur Seite gestellt. Die Bilder greifen Motive des Romans auf, vertiefen so den Stoff. Der Roman des Kriegsteilnehmers Remarque werde durch ein weiteres Medium plastischer, sagen die Ausstellungsmacher.

"Die Ausstellung wählt mit der Graphic Novel bewusst einen Bereich, in dem Literatur und bildende Kunst zusammentreffen – und in dem der Roman über den Ersten Weltkrieg aus heutiger Sicht betrachtet wird. Zwischen dem Ersten Weltkrieg und uns liegen 100 Jahre – trotzdem mahnen Roman und Graphic Novel eindringlich vor den Grausamkeiten des Krieges und erinnern an die Notwendigkeit einer engagierten Friedenspolitik", sagt Dr. Birte Lipinski, Leiterin des Buddenbrookhauses.

Erich Maria Remarque wird 1898 als Erich Paul Remark in Osnabrück geboren. 1916 wird er in die Armee eingezogen und nach einem Jahr Ausbildung an die Westfront geschickt. Am 31. Juli 1917 wird der 19-Jährige verwundet und kommt in ein Lazarett in Duisburg, wo er bis zum 31. Oktober 1918 bleibt. Vor Kriegsende muss er nicht mehr an die Front. Bereits im Lazarett entstehen Entwürfe zu "Im Westen nichts Neues". Nach Kriegsende beendet Remark eine Ausbildung zum Lehrer und arbeitet ab 1921 als freier Journalist und Schriftsteller. Im selben Jahr nennt er sich in 'Erich Maria Remarque' um. Erst im Herbst 1927 erfolgt die Rückkehr zum Kriegsthema. Remarque nimmt die Arbeit an "Im Westen nichts Neues" wieder auf. Der Roman erscheint 1928 als Vorabdruck in der Vossischen Zeitung und 1929 in Buchform: Protagonist ist der junge Gymnasiast Paul Bäumer, der als Soldat im Ersten Weltkrieg kämpft. Er berichtet von den Schrecken der Front, von der Schwierigkeit, in die Gesellschaft zurückzukehren, aber auch vom Miteinander unter den Kameraden: Der Krieg verändert sie alle.

Neben den Übersetzungen und Verfilmungen ist "Im Westen nichts Neues" Gegenstand verschiedenartiger medialer Bearbeitungen. Eine davon ist die Graphic Novel von Peter Eickmeyer und Gaby von Borstel (2014), deren Originalbilder in der Ausstellung gezeigt werden. Eickmeyer zitiert dabei Arbeiten von Pablo Picasso und Otto Dix sowie historische Fotografien.

Ein Lektürebereich mit weiteren Graphic Novels auch zu zeitgenössischen Konflikten regt die Besucher an, sich mit aktuellen Fragen zu ziviler Konfliktprävention und dem Verhältnis von Gewalt und Medien auseinanderzusetzen.

Die Ausstellung, die in Zusammenarbeit mit dem Erich Maria Remarque-Friedenszentrum Osnabrück entstand, soll insbesondere Schüler ansprechen. Veranstaltungen mit Lübecker Schulen sind deshalb geplant. Die Originalgrafiken sind Leihgaben der Sparkassenstiftung Niedersachsen. Kuratiert wurde die Schau von Ira Klinkenbusch, einer wissenschaftlichen Mitarbeiterin am Buddenbrookhaus.

Eröffnet wird die Ausstellung am Mittwoch, 24. Januar, um 19.30 Uhr mit Cellomusik in der Marienkirche, in der die 1942 herabgestürzten Glocken an die Sinnlosigkeit des Krieges erinnern. Anschließend findet ein Empfang im Buddenbrookhaus statt. Nach einem Grußwort von Dr. Birte Lipinski führt Dr. Thomas Schneider, Leiter des Erich Maria Remarque-Friedenszentrums Osnabrück, in die Thematik ein. Zum weiteren Rahmenprogramm gehören Lesungen und Diskussionen.

Autor: TD

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