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Freitag,
der 25. Mai 2018





Lübeck Erleben

Handwerk will Studienaussteiger gewinnen

Die Handwerkskammern Lübeck und Flensburg setzen ihr Beratungsangebot für Studienaussteiger auch in den kommenden drei Jahren fort. Mit dem Projekt "Kurswechsel – machen!" wollen die Kammern über die Ausbildungs- und Karrieremöglichkeiten mit dualer Ausbildung informieren und so Fach- und Führungskräfte gewinnen.

Rund ein Drittel aller Studierenden verlässt die Hochschule ohne Abschluss. Wer aussteigt, steht zwar vor der Frage, wie es beruflich weitergehen soll, weiß jedoch meist wenig über mögliche Bildungsalternativen. Gleichzeitig ist der Fachkräftemangel in vielen Bereichen des Handwerks deutlich spürbar. Jedes Jahr bleiben Lehrstellen unbesetzt. Darüber hinaus stehen viele Betriebe in den kommenden Jahren zur Übernahme an und benötigen leistungsstarke und motivierte Führungskräfte. Vor diesem Hintergrund haben die Handwerkskammern Lübeck und Flensburg bereits 2015 unter dem Namen "Kursänderung! Handwerksbetriebe bieten Ausbildungsplätze für Studienabbrecher/innen" ein landesweites Projekt ins Leben gerufen, um Studienaussteiger gezielt auf die Chancen einer dualen Ausbildung im Handwerk aufmerksam zu machen. In den vergangenen drei Jahren wurde über dieses Projekt ein breites Netzwerk aufgebaut. Die erfolgreiche Arbeit wird ab Februar unter dem neuen Projektnamen "Kurswechsel – machen!" von beiden Kammern fortgeführt.

An den Hochschulstandorten Kiel, Flensburg und Lübeck werden offene Sprechstunden für Studienabbrecher angeboten. Außerdem werden regelmäßig Informationsveranstaltungen durchgeführt. Zudem können sich Interessenten auch individuell beraten lassen und werden auch bei der Suche nach einem geeigneten Ausbildungsplatz unterstützt. Ebenso erhalten Handwerksbetriebe Hilfe bei der Gewinnung und Ausbildung von Studienaussteigern.

"Für das Handwerk sind Studienaussteiger eine vielversprechende Zielgruppe. Diesen ist jedoch oft nicht bewusst, wie modern und leistungsfähig das Handwerk ist und welche hervorragenden Karriereperspektiven es bietet", sagt dazu Günther Stapelfeldt, Präsident der Handwerkskammer Schleswig-Holstein. "Durch unser Beratungsangebot schaffen wir für Studienaussteiger eine Anlaufstelle und erhalten die Chance, für unseren Wirtschaftsbereich und die vielfältigen beruflichen Entfaltungsmöglichkeiten im Handwerk zu werben."

Positive Beispiele in den Fokus stellen Beide Kammern setzen zudem auf positive Beispiele von ehemaligen Studierenden, im Handwerk Karriere gemacht haben und die zeigen, dass eine handwerkliche Ausbildung tatsächlich beste Beschäftigungs- und Aufstiegschancen bietet.

So wie beispielsweise von Anja Wildermann, Raumausstattermeisterin aus Kiel. Eine Tätigkeit im Handwerk hatte Anja Wildermann zunächst nicht geplant, als sie 2008 das Abitur in der Tasche hatte. Sie entschied sich zunächst für ein Studium – weniger aus Überzeugung, sondern eher weil sie das Gefühl hatte, das werde von Abiturienten so erwartet. An der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel schrieb sie sich für das Fach Informatik ein, merkte aber bereits nach einem Semester, dass das Studium nichts für sie ist. Es folgten die Exmatrikulation und eine Phase der Umorientierung, bei der ihr ein Beratungsangebot der Handwerkskammer Lübeck schließlich den entscheidenden Impuls gab. Anja Wildermann entschied sich für eine Lehre zur Raumausstatterin. Ein Beruf, der sie schon vorher interessiert hatte. "Ich fühlte mich in der Ausbildung und in dem familiären Betrieb sehr wohl", schwärmt Anja Wildermann noch heute. Nach Abschluss der Lehre und einigen Jahren als Gesellin wollte sich Anja Wildermann beruflich weiterentwickeln und entschied sich für den Meister. Die Meisterausbildung hat sie 2017 erfolgreich abgeschlossen. Jetzt übernimmt sie bei ihrem Arbeitgeber, der Firma Rademann in Kiel, Führungsaufgaben und ist als Ausbilderin tätig. Ihre Entscheidung für das Handwerk hat sie nie bereut. Im Gegenteil: "Der Weg ins Handwerk und die Meisterausbildung waren definitiv die richtige Entscheidung", sagt Anja Wildermann rückblickend.

Anja Wildermann brach ihr Studium ab und wurde Raumausstattermeisterin. Foto: HWK

Anja Wildermann brach ihr Studium ab und wurde Raumausstattermeisterin. Foto: HWK


Text-Nummer: 119901   Autor: HWK   vom 01.02.2018 13.34

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