Please enable JavaScript!
Bitte aktiviere JavaScript!
S'il vous plaît activer JavaScript!
Por favor,activa el JavaScript!
antiblock.org

HL-live.de

Sonntag,
der 18. Februar 2018





Lübeck Erleben

Die Psychologie der E-Busfahrer

Ein ungewöhnliches Projekt startete am Donnerstag an der Uni Lübeck. Erste Erfahrungen haben gezeigt, dass Fahrer die Energie ihres E-Busses nicht optimal ausnutzen. Dadurch verringert sich die Reichweite. Ein Ingenieurpsychologe hat sich dem Problem angenommen.

Werden bald nur noch Elektrobusse in unseren Städten fahren? Und wie lösen wir die Herausforderungen der begrenzten Reichweite? Prof. Dr. Thomas Franke, Professor für Ingenieurpsychologie am Institut für Multimediale und Interaktive Systeme der Universität zu Lübeck, startet dazu das Projekt "Nutzerzentriertes Reichweitenmanagement Elektrobusse" (NuR.E). Projektpartner ist der Stadtverkehr Lübeck.

Gemeinsam mit dem Projektleiter Elektromobilität beim Stadtverkehr, Jens Lottmann, stellte Prof. Franke Ziele und Durchführung des Projekts vor. Die Reichweitenproblematik ist eine Barriere für die breite Einführung der E-Busse. So bestehen für Nutzer im Alltagsbetrieb Unsicherheiten bezüglich der tatsächlich nutzbaren Reichweite. Auch fehlen Systeme, welche Fahrern im Alltag die Verlängerung der Reichweite so einfach wie möglich machen.

"Ein substanzieller Teil der theoretisch verfügbaren Reichweitenressourcen von Elektrofahrzeugen geht durch verschiedene psychologische Faktoren verloren", so Prof. Thomas Franke. "Es ist für die Nutzer oft unnötig schwer, die Reichweite sicher abzuschätzen und bei Bedarf zu verlängern." An diesem Punkt setzt das Projekt "Nur.E" an. Gemeinsam mit den Fahrern und den Mitarbeitern in der Leitstelle werden Anzeigen entwickelt, die Nutzer optimal in ihren Arbeitsabläufen unterstützen sollen.

Dem Fahrer soll beispielsweise der Reichweitenverlauf in Bezug auf die nächsten Haltestellen angezeigt werden, so dass er nicht selbst die Restreichweite des Busses zur zurückzulegenden Linienstrecke ins Verhältnis setzen muss. Der aktuell verfügbare Sicherheitspuffer wird ihm direkt angezeigt. In einem anschließenden Feldversuch wird der entwickelte Prototyp eines Reichweitenassistenzsystems dann getestet.

Der Stadtverkehr Lübeck hat seit Juni vergangenen Jahres zwei Elektro-Busse im kontinuierlichen Linieneinsatz. "Wir waren sehr erfreut über die Anfrage der Universität zu Lübeck", sagte Bernd Raasch, Betriebsleiter des Stadtverkehrs. "Die gemeinsam erarbeiteten Ergebnisse werden für uns und andere Verkehrsunternehmen von großer Bedeutung für den Einsatz von Elektro-Fahrzeugen im Linienbetrieb sein", ergänzte Jens Lottmann, Projektleiter Elektromobilität beim Stadtverkehr.

Das Projekt "NuR.E" wird von der Gesellschaft für Energie und Klimaschutz Schleswig-Holstein (EKSH) über zwei Jahre mit insgesamt 150.000 Euro gefördert.

Stadtverkehr und Uni arbeiten bei der Erhöhung der Reichweite der E-Busse zusammen. Foto: René Kube

Stadtverkehr und Uni arbeiten bei der Erhöhung der Reichweite der E-Busse zusammen. Foto: René Kube


Text-Nummer: 119914   Autor: Uni/red.   vom 01.02.2018 17.47

Text teilen: auf facebook +++ auf google+ +++ Über Kontaktformular

Text ausdrucken. +++ Text ohne Bilder ausdrucken.

HL-live.de Flohmarkt

Nachrichten:
Polizei & Feuerwehr
Stadtgeschehen
Politik
Kultur & Theater
Wirtschaft
Sport
Veranstaltungskalender
Videos

Service:
Flohmarkt
Wetter
Notdienste
Stadtplan
Archiv
RSS und App
Newsletter

Werbung

Kontakt:
Meldung schicken
Veranstaltungs-Tipp
Impressum
Nutzungsbedingungen








Zur Ansicht für Mobiltelefone wechseln.