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Sonnabend,
der 18. August 2018






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14.02.2018 09.01


Vorderreihe als Spielstraße?

Gut 60 Travemünder waren am Dienstagabend auf Einladung des SPD-Ortsvereins ins Gesellschaftshaus gekommen um mit unserem künftigen Bürgermeister Jan Lindenau und dem baupolitischen Sprecher der SPD-Bürgerschaftsfraktion Harald Quirder über die Verkehrsregelung in der Vorderreihe zu diskutieren.

"Ganzjährige Fußgängerzone oder verkehrsberuhigter Bereich?", war die Fragestellung, zu der die Politiker vor allem die Meinung der Betroffenen anhören wollten. Dabei wurde deutlich, dass nicht die gemeinsame Nutzung der Vorderreihe durch Fußgänger, Radfahrer und im Winterhalbjahr auch Autos im Anliegerverkehr als Problem gesehen wird, sondern die fehlende Rechtssicherheit: "Die Vorderreihe sieht aus wie eine Fußgängerzone, ist aber keine", brachte es ein Besucher auf den Punkt. Ein Mangel, der auch auf eine verfehlte Beschilderung zurückgehe, nach der den Fußgängern die Benutzung der Fahrbahn eigentlich nicht erlaubt wäre. "Gerade das ungestörte Flanieren und die Außengastronomie machen aber für Urlauber wie für Einheimische den Reiz der Straße am Traveufer aus", so ein Fazit der Veranstaltung.

So habe es auch der Bauausschuss bei der Neugestaltung der Vorderreihe gewollt, wusste Harald Quirder. Auch er halte eine "verkehrsberuhigte Zone" für eine sinnvolle Lösung. Die Bürgerschaft habe der Verwaltung einen entsprechenden Prüfauftrag erteilt.

In diese Richtung ging offenbar auch die mehrheitliche Meinung der Anwesenden: Die Vorderreihe sollte als verkehrsberuhigte Zone, auf Grund des blauen Tafel "Nr. 325" auch gelegentlich als "Spielstraße" bezeichnet, ausgewiesen werden. Eine zusätzliche Einschränkung des Kraftfahrzeugverkehrs im Sommer könnte durch versenkbare Poller durchgesetzt werden.

Der zukünftige Bürgermeister Jan Lindenau fasste schließlich zusammen: Man müsse sich entscheiden, wie man den Verkehr organisieren will. "Kein unbegrenztes 'Drive in' für Touristen; Priorität für Fußgänger, aber keine Ausgrenzung des Rad- und Lieferverkehrs; unterschiedliche Regelung für Sommer und Winter." Und er gab zu bedenken: Mit Schildern könne man juristische Regelungen treffen, letztlich komme es aber auf die Bereitschaft zu einem vernünftigen Miteinander an.

Autor: SPD Travemünde/red.

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