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Montag,
der 19. November 2018






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17.02.2018 09.15


Amos redet uns ins Gewissen

Am vergangenen Wochenende wurde in den evangelischen Kirchen über den Propheten Amos gepredigt. HL-live.de Pastor Heinz Rußmann nimmt das Thema in seinen Gedanken zum Wochenende noch einmal auf.

Die Worte des Propheten Amos können uns noch heute unter die Haut gehen. Er hält auch uns zum Beginn der Fastenzeit einen Spiegel vor, damit wir in unserem Gewissen in uns gehen. Am letzten Sonntag wurde darüber in den evangelischen Kirchen gepredigt. Wie erreichen uns die Worte des Propheten aus der Bibel?

Der Prophet Amos trat damals in Israel auf, durchschaute die große soziale Ungerechtigkeit und verkündete damals dem Volk in Gottes Auftrag: "Gott spricht: Ich verachte (jetzt)eure Feste! Eure Versammlungen kann ich nicht riechen. Eure Opfergaben gefallen mir nicht! Lasst mich mit dem Lärm eurer Lieder in Ruhe! Den Klang eurer Harfen will ich nicht hören! Es wälze sich aber heran wie Wasser das Recht und die Gerechtigkeit wie ein starker Strom! - Sucht Gott damit ihr lebt!" (Amos 5, 21-24.+4 aus der Bibel in gerechter Sprache) Das sind harte Worte, wer kann sie als Gottes Worte für sich heute annehmen?

Verbreitet ist unter uns ja eine freundliche Form von Christentum. Ich selbst hänge ihr schon lange an. Ich bin zutiefst froh ein Christ zu sein. In wirrer Jugendzeit hat mich der Glaube an Gottes Güte und Liebe und die Gemeinschaft mit Jesus und dem Heiligen Geist in der Gemeinschaft der Kirche gerettet. Ich habe intensiv und gern Theologie studiert und bin begeistert Gemeindepastor geworden. Pastor ist mein Traumberuf, den ich allen Abiturienten empfehle, die Ethik und Tiefsinn lieben. Er hat heute beste Berufsaussichten. Gottesdienst, Seelsorge, Gemeindekreise und soziales Engagement stand im Vordergrund meiner Gemeindearbeit in Lübeck Karlshof. Gewissermaßen wurde ich ein Stück weit zum Freund der Mitmenschen und bekam dafür meinen Lebensunterhalt bezahlt. Freude und Trost galt es zu verbreiten. Vielen Menschen verdanke ich im Beruf selbst viel Freundlichkeit.

Viele Kirchengemeinden habe heute ein ähnliches Programm. In amerikanischen Freikirchen gibt es happy clappy–Gottesdienste. Mitreissende Gottesdienste zum Mitklatschen bei den Gospel-Songs und Spirituals. Sich einbringen mit Menschlichkeit ist das gute Programm der Kirche. Amos findet das sicher gut, ebenso die Gottesdienste. Er verurteilt nur hart, wenn die Nächstenliebe und die soziale Gerechtigkeit in den Gemeinden und ihren Gottesdiensten fehlen würde.

Der Prophet Amos sah schon damals eine große Gefahr eines Wohlfühl-Glaubens und ist damit aktuell! Wir übersehen und übergehen zu leicht die Not der Armen und die Ungerechtigkeit mancher Reicher. Ich habe zwar reiche und sehr tüchtige Christen kennengelernt, wie den Lübecker Professor und Firmenchef Ulrich Gabler. Er war Mitglied im unserem Stephanus-Kirchenvorstand und besuchte regelmäßig unsere bescheidenen Vorstadtgottesdienste. Er lebte bescheiden. Aber weit über mehrere zehn Millionen Mark für Notleidende und für verwahrloste Jugendliche hat er gespendet. Aber das ist nicht die Regel. Erschütternd ist heute immer wieder, dass heute die Hälfte des Geldes auf dem ganzen Erdball nur hundert Reichen gehört. Die Hälfte! Es muss mehr Hilfe für die Armen geben! Nur das ist gerecht und wir können es vor Gott verantworten. Wie intensiv würde Amos heute dagegen auftreten und uns selbst ins Gewissen reden. Wo sind heute solche Propheten?

Gott fördert zwar auch die Tüchtigkeit und den Erfolg der tüchtigen Menschen. Aber alle Menschen sind seine Kinder und Geschwister von Jesus. Es ist nur gerecht, dass niemand verhungern und verdursten soll oder mittellos und obdachlos ist. Wer sich allein und verlassen fühlt, möge in der vertrauensvollen und frohen Gemeinschaft einer Kirchen-Gemeinde Hilfe und Trost und Zuwendung erfahren. Deswegen sollen wir immer wieder und besonders in der Fastenzeit bedenken und beherzigen die Gottes-Worte des Propheten Amos: Gott spricht: Es wälze sich heran wie Wasser das Recht und Gerechtigkeit wie ein starker Strom. Und Jesus würde dazu sagen: Liebe deinen Nächsten wie dich selbst! Hilf deinem Nächsten. Er ist Gottes Kind wie DU!

Gottes Segen und Hilfe wünsche ich allen Menschen und uns!

Ihr HL-live.de Pastor Heinz Rußmann

Bitte vormerken: Am 25. März um 11 Uhr spricht der frühere Ministerpräsident Björn Enghom in der Stephanus Kirche in Lübeck-Karlshof, Dornierstraße 52, über das Thema "Was die Welt im Innersten zusammenhält".

Am Sonntag, 18. Februar, um 10 Uhr predige ich gern auch für Sie in der St. Gertrud Kirche am Stadtpark.

Autor: red.

Aus rechtlichen Gründen können wir Bilder nicht mehr zur Verfügung stellen.


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