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19.02.2018 11.53


Handball: Herzschlag-Spiel der TSV Beachboys

Vorab kann man zum Spielverlauf sagen, dass es kein Spiel für schwache Nerven war, das die "Beachboys" gegen den vermeintlich leichten Gegner GH Lübeck 1876 ablieferten. Letzte Woche noch knapp verloren gegen die HSG Wagrien, wollte der TSV wieder an die guten Leistungen anschließen.

Das Vorrundenspiel gegen GH Lübeck hat man klar und deutlich mit 31:19 gewonnen. Doch der Gegner hat sich gut weiter entwickelt, zudem fehlen auf Seiten der Gastgeber vier wichtige Spieler (Tim Dietrich erkältet, Lennart Boye krank, Markus Westphal Schulterverletzung und Linus Isenhagen Ausflug) und der ein oder andere Spieler ist im Moment noch angeschlagen und nicht 100 Prozent fit. Keine guten Vorzeichen für das Spiel.

Travemünde erwischte den besseren Start 2:0 ging die Mannschaft in Führung. Doch in der vierten Minute schaffte der Gegner den Ausgleich. Viel zu viele gut herausgespielt Torchancen vereitelte auf Seiten der Gäste der Torwart oder landeten am Torposten, so dass eine klare Führung vergeben wurde. Auch die Auszeit von Travemünde änderte daran nichts. Es Fehlte die Konzentration beim Torabschluss, was dazu führte das Lübeck 1876 Morgenluft schnupperte und in der 20 Minute in Führung ging. Dieser Führungswechselt hielt konnte bis zur 49 Minute gehalten werden.

Mit 11:12 ging es in die Halbzeitpause. Nichts war verloren und Travemünde, betrachtet man die liegen gelassenen Torchancen, hatte es selber in der Hand dieses Spiel zu seinen Gunsten zu wenden. Die Schwachstelle an diesem Tag war die linke Abwehrseite, darüber kassierte Travemünde viel zu einfache Tore. Da konnten die Torhüter auch nicht mehr viel machen, weil der halb Rechte und rechts Außen fast jedes Mal frei zum Wurf kamen. In der 40igsten Minute dann endlich der Ausgleich zum 18:18, doch dann wieder zwei einfache Ballverluste und die Gäste führten wieder. Travemünde musste erneut zwei Tore aufholen. Dem Verkürzen folgte wieder die zwei Tore Führung. Tobias Lesch deutete an, dass er keinen Zugriff mehr findet, seinen Gegenspieler etwas in der Abwehr entgegen zu setzen und ausgewechselt werden möchte. Letzte Umstellung des Spiels. Luka Klähn auf die Mitte und Julian Betz auf halb Links. Jetzt stand die Abwehr besser die Torhüter waren jetzt an fast jedem Ball dran, doch die Ballgewinne in der Abwehr wurden auf dem Weg nach vorne wieder zu leicht vergeben. 47igste Minute und zwei Tore hinten (22:24). Travemünde gab nicht auf. Das Publikum peitschte nun die Mannschaft nach vorne und die Jungs glaubten noch an den Sieg. Ausgleich zum 24:24 in der Schlussminute durch Jannis Rock und Auszeit vom Gegner. 45ig Sekunden noch zu spielen und Lübeck 1876 im Ballbesitz.

Unentschieden wäre gerecht gewesen, doch beide Mannschaften konnten das Spiel hier noch für sich entscheiden. Jetzt einen Fehler provozieren und einen schnelles Tor erzielen. Es stellte sich die Frage, wer hat die besseren Nerven und bewahrt die Ruhe um das Spiel für sich zu entscheiden? Anpfiff und steel durch Luka Klähn der sich auf den Weg nach vorne machte und dann auf den mitlaufenden Jannis Rock ablegte, der zum 25:24 einnetze. Doch es waren noch 30 Sekunden zu spielen. Der Gegner suchte zu schnell nach Anpfiff den Torabschluss und so konnte Travemünde die letzten 10 Sekunden runterlaufen lassen, weil der Ball erst geholt werden musste um noch einmal ins Spielgebracht zu werden. Riesen Freude auf Seiten von Travemünde, weil man zu oft solche Spiele am Ende mit 1 oder 2 Toren verloren hat.

"Kein Spiel für schwache Nerven oder ein schwaches Herz. Die Mannschaft hat heute wieder einmal sehr stark gespielt, auch wenn das Ergebnis dies nicht ganz wieder spiegelt. Leider haben wir zu viele 100-prozentige Chancen liegen lassen und uns das Leben selber schwer gemacht. Doch dieses mal hat die Mannschaft bis zum Schluss an den Sieg geglaubt. Dies ist wichtig, denn sonst hätten wir dieses Spiel nicht mehr so gedreht und gewonnen. Starke Mannschaftsleistung", so das Statement von Trainer Andy Klinkmüller.

Es spielten für den TSV Travemünde:
Im Tor: Thore Schönhoff, Max Gündling
Feld: Luka Klähn (2), Julian Betz (2/1), Tobias Lesch (1), Tom Wiehrdt, Jannis Rock (7), Julian Brandt (4) und Jan Bergmann (9)

Autor: Verein

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