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der 20. Juli 2018






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20.02.2018 11.46


Soloabende mit Violinist Daniel Sepec

Daniel Sepec ist als Solist und Kammermusiker weltweit auf den Konzertbühnen zu erleben und unterrichtet seit 2014 eine internationale Violinklasse an der Musikhochschule Lübeck (MHL). Dem Lübecker Publikum präsentiert er sich am 22. Februar im St. Annen-Museum und am 26. Februar in der MHL erstmals solistisch.

"Sonaten und Partiten" stehen auf dem Programm des Remterkonzertes, das Daniel Sepec am Donnerstag, 22. Februar, um 18 Uhr im Museumsquartier St. Annen gibt. Der Violinist präsentiert den halben Zyklus der jeweils drei Partiten und Sonaten für Violine solo von Johann Sebastian Bach. Die Musikwissenschaft ist uneinig, ob Bach die Werke als Etüden, also Übungsstücke geschrieben hat oder eher als Sinnbild für ein christliches Glaubensbekenntnis. Sepec ist Anhänger der zweiten These, denn die Dreiteilung der überwiegend melancholischen Stücke könnte ein Zeugnis ablegen für das Leben, Sterben und die Auferstehung Christi. Auch der von reiner Freude und Verehrung getragene Ausdruck der letzten Partita in E-Dur legt für ihn diese Vermutung nahe. Die Stücke galten mit ihrer Mehrstimmigkeit zunächst als unspielbar und wurden erst in der Bach-Renaissance der Romantik, unter anderem ausgelöst durch Mendelssohn Bartholdy, wieder aus der Versenkung geholt. Mittlerweile gehören sie zum Standardrepertoire jedes Violinisten. Dass sie damals wie heute hohe künstlerische und technische Herausforderungen bieten, wird Sepec im Remterkonzert belegen.

Ein kontrastreiches Soloprogramm stellt Daniel Sepec unter dem Motto "Kontraste Violine" am Montag, 26. Februar, ab 20 Uhr im Kammermusiksaal der MHL vor. Er stellt barocke Werke von Ignaz Biber und Georg Philipp Telemann neben Werke der Zeitgenossen Luciano Berio und Steve Reich. In der effektvollen und dissonanzreichen "Sequenza" von Berio, wird Sepec mit ostinativen Tonwiederholungen, Sekundreibungen und irrwitzig schnellen Akkordfolgen und Läufen alle Klangfacetten seiner Geige ausloten, bis das Stück fast unhörbar mit einem langen Doppelgriff verklingt. Steve Reichs "Violin Phase" ist eines von mehreren Werken, in denen der Pionier der Minimal Music mit dem sogenannten "Phasing" arbeitet. Dabei begegnet Sepec mit einer Abfolge weniger Töne, die er patternartig wiederholt, seiner eigenen, zuvor eingespielten Tonbandaufnahme derselben Pattern, um sie nach und nach rhythmisch gegeneinander zu verschieben. "Wie ein Uhrwerk, das auseinanderfällt und den Eindruck der Gleichtönigkeit damit wieder zerstört", kommentiert Sepec. Auf der Bühne wird er dabei von Thomas Reifner begleitet, der an der MHL seinen Bachelor und Master in Komposition abgelegt hat und den elektronischen Part übernimmt. Schließlich präsentiert Sepec die Neunte der zwölf Fantasien für Solovioline, die Telemann 1735 in Hamburg herausbrachte. Fantasien nannte der Komponist seinen Werkzyklus und betonte damit die Freiheit der Form, der Sepec mit viel selbst gestalteter Verzierung Ausdruck verleihen wird. "Viel zu wenig gespielte, sehr reichhaltige und tolle Musik" ist das Urteil des 52-Jährigen, der sich seit langer Zeit besonders für Barockmusik begeistert und unter anderem als Konzertmeister in dem auf Originalinstrumenten spielenden Balthasar-Neumann-Ensemble unter Leitung von Thomas Hengelbrock mitwirkt. Seine 2010 erschienene Aufnahme der Rosenkranz-Sonaten von Heinrich Ignaz Franz Biber, eingespielt zusammen mit der Gambistin Hille Perl, dem Lautenisten Lee Santana und Michael Behringer an der Orgel, wurde mit dem Jahrespreis der Deutschen Schallplattenkritik ausgezeichnet. Im Konzert intoniert Sepec die mit ihren Figurationen und ihrer Mehrstimmigkeit beeindruckende Passacaglia für Violine solo, die Biber den fünfzehn Rosenkranzsonaten zum Abschluss hinzufügte. Das Autograph des auch als "Schutzengel-Passacaglia" bezeichneten Werkes zeigt eine lavierte Federzeichnung: ein Kind mit einem Engel an der Hand, das den trostvollen Gedanken symbolisiert, ein Schutzengel möge den Menschen auf seinem Lebensweg begleiten.

"Sonaten und Partiten" sind am Donnerstag, 22. Februar, um 18 Uhr im Remter des Museumsquartier St. Annen zu hören. "Kontraste Violine" erklingen am Montag, 26. Februar, um 20 Uhr im Kammermusiksaal der MHL. Der Eintritt zu beiden Soloabenden ist frei.

Autor: MHL

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