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Sonntag,
der 21. Oktober 2018






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24.02.2018 12.04


Nautisches Essen: Gemeinsam für den Hafen

Am Freitagabend fand in der Schiffergesellschaft das traditionelle Nautische Essen statt. Zu Gast war auch Wirtschaftsminister Bernd Buchholz. Er sagte den Lübecker Häfen seine weitere Unterstützung zu.

Die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Häfen wird entscheidend davon abhängen, wie die maritime Branche im Zusammenspiel mit allen Akteuren die Chancen zur Weiterentwicklung nutzt. Dieses gilt in besonderem Maße auch für den Lübecker Hafen. Über eigene Standortinteressen hinaus sollte eine gute Kooperation und Nachbarschaft im Konzert der größten Ostseehäfen Rostock und Lübeck gepflegt werden, so ein Ergebnis des Abends. Dazu gehöre auch mit Blick auf Schleswig-Holstein der Kieler Hafen. Ziel sollte dabei nicht sein, sich Ladung abzujagen.

Das traditionelle Nautische Essen am Freitagabend stellte hierfür eine besondere Gelegenheit in der Hanse- und Hafenstadt Lübeck dar. Getreu des Mottos "The same procedure as last year!" gab es zum kulinarischen Auftakt die Mulligatawny Soup, bekannt aus "Dinner for one". In der Schiffergesellschaft war es hingegen das "Nautical Dinner for 300", so Speaker Wolfgang Pistol, der launig den Abend moderierte: "Es zählt wie Chroniken beweisen, zum Brauchtum in der Hansestadt, alljährlich maritim zu speisen. Dabei trifft sich aus Schifffahrts- und Gesellschaftskreisen Alles was Rang und Namen hat."

Motivierende Worte für die Gäste aus Wirtschaft, Politik, Hafen und Gesellschaft fand der Vorsitzende des Nautischen Vereins Lübeck, Kapitän Jürgen Schlichting, in seiner Begrüßung mit einem Plädoyer für den Lübecker Hafen: "Wir haben die Chance das Potential des Hafens auszuschöpfen und stehen damit vor einer großen Herausforderung. Gemeinsam mit allen Partnern aus der Hafenwirtschaft und in der Politik - über alle Parteigrenzen hinweg - kann es uns gelingen die Stellung des Lübecker Hafens dahin zurückzubringen, wo er einst stand – als der größte und bedeutendste deutsche Ostseehafen."

Der Vorstand des Nautischen Vereins Lübeck hat sich Ende letzten Jahres zur Zukunftsentwicklung der Lübecker Häfen beraten und ist mit Vorschlägen an die Öffentlichkeit gegangen. Anlass war der massive Ausbau der Häfen im Ostseeraum mit enormen Potentialen für die Zukunft. "Denn die Konkurrenz schläft nicht und verzeichnet bereits heute Rekordumschläge", so der Verein. "Außerdem warten wir immer noch auf den seit langem angekündigten Lübecker Hafenentwicklungsplan 2030", führte Schlichting fort und benannte die wichtigsten Punkte: "Heraufstufung der Bundeswasserstrasse Trave wieder in die Kategorie A. Trave-Korrektur für eine Vertiefung und Verbreiterung des Fahrwassers. Kein Verbauen der Travemünder Enge. Forderung eines nachhaltigen Hafenentwicklungsplan über 2030 hinaus. Einsetzung eines Hafenbeirates als Gremium."

Bürgermeister Bernd Saxe, der letztmalig als "oberster Hanseat" zu Gast war, überbrachte in gewohnt kurzweiliger Art das Grußwort der Hansestadt Lübeck und unterstrich die große Bedeutung des Lübecker Hafens als Wirtschaftsfaktor. Als Mitglied bleibt er dem Nautischen Vereins auch zukünftig erhalten.

Während die "Smutjes" der Schiffergesellschaft ein erlesenes Drei‐Gänge‐Menü mit zünftigem Schmorbraten von der Holsteiner Färse servierten, wurden traditionell Shantys gesungen und munter an den Tischen diskutiert.

Für den Blick über den Tellerrand sorgte der Festredner des Abends, Wirtschaftsminister Bernd Buchholz, der erwartungsgemäß für interessante und lebhafte Impulse an diesem Abend sorgte. Buchholz hatte zuvor mit Blick auf den Lübecker Hafen einmal mehr seine Unterstützung zugesichert und an die Hafenverantwortlichen appelliert, die Ärmel gemeinsam hochzukrempeln. Das Land engagiere sich derzeit in erheblichem Umfang beim Flächenausbau am Skandinavienkai und am Seelandkai, der allein ein Invest von knapp 42 Millionen Euro umfasse. Aus Sicht des Ministers sei die LHG mit erfreulichen Zahlen ins neue Jahr gestartet und konnte 2017 mit einem Umschlag-Plus von 4,5 Prozent abschließen. Dazu habe aus seiner Sicht der Lohnverzicht der Beschäftigten und ihr Zugeständnis zu flexibleren Arbeitszeiten in den Tarifverträgen bis 2022 wesentlich beigetragen.

Die Delegation der Fregatte Lübeck – allen voran der neue Kommandant, Fregattenkapitän Christoph Sallermann,- nahm sehr erfreut den Dank des Nautischen Vereins für die vielen erfolgreichen Einsätze gegen Piraten und Rettungen aus Seenot entgegen und kündigte den Besuch des Schiffes in der Patenstadt vom 16. bis 19. März 2018 anlässlich des 875. Stadtjubiläums an. Auf die Frage des Vorsitzenden, "Was ist los mit der Marine?" stellte der Kommandant in seinem Maritimen Impuls sehr anschaulich die wesentlichen Herausforderungen und Probleme der Marine in einem Dreiklang dar: "anhaltend hohe Einsatzbelastung - eingeschränkt technischer Klarstand (und damit verbunden wenig einsatzklare Einheiten) - Personelle Vakanzen bei technischen Spezialisten" und gab viel Input für die Tischgespräche.

Die Tellersammlung für einen guten Zweck ergab einen stolzen Betrag, der zu gleichen Teilen der Kinderaktionshilfe e.V. in Lübeck und der 150-Jahr-Feier des Nautischen Vereins in 2020 zugute kommt. Der Abend klang bei interessanten Gesprächen, maritimen Klönschnack und auch Seemannsgarn aus, das bei solch einer Veranstaltung nicht fehlen darf. Auch konnten an diesem Abend wieder mehrere Gäste als neue Mitglieder gewonnen werden. Alle waren sich einig, dass es an diesem Abend gelungen ist, Tradition mit Zukunft zu verbinden.

Autor: NVL

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