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der 21. Oktober 2018






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07.03.2018 15.52


60 Prozent der Hartz IV-Bezieher arbeiten

Am Mittwoch stellten die Geschäftsführer der Agentur für Arbeit Markus Dusch und des Jobcenters Joachim Tag ihre Jahresbilanz für 2017 vor. Die Entwicklung ist weiterhin sehr positiv, in einigen Bereichen gibt es inzwischen einen Mangel an Arbeitskräften.



"Im Bezirk der Agentur für Arbeit Lübeck ist die Arbeitslosigkeit zum vierten Mal in Folge gesunken. Die Arbeitslosenquote lag in der Hansestadt Lübeck im Jahresdurchschnitt bei 8,6 Prozent und die Arbeitslosigkeit ist so niedrig wie zuletzt 1991", erklärt Markus Dusch, Vorsitzender der Geschäftsführung in der Agentur für Arbeit Lübeck.

Insbesondere in den Wirtschaftszweigen Handel (+503), verarbeitendes Gewerbe (+333), Arbeitnehmerüberlassung (+233), Heime und Sozialwesen (+233) sowie Gesundheitswesen (+220) nahm die Zahl der Beschäftigten zu. Einen Rückgang verzeichnete der Wirtschaftszweig sonstige wirtschaftliche Dienstleistungen (-238).

Mit 76,7 Prozent der Beschäftigten ist der tertiäre oder Dienstleistungssektor stärker ausgeprägt als im Landes- (75,2 Prozent) und Bundesschnitt (70,8 Prozent). Da auch der Anteil des produzierenden Gewerbes (23,1 Prozent), in dem die Gehaltsstruktur meist besser ist, sowie der Anteil Hochqualifizierter (12,1 Prozent) vergleichsweise hoch sind, lag 2016 in Lübeck der Medianwert der monatlichen Bruttoarbeitsentgelte von sozialversicherungspflichtig Vollzeitbeschäftigten (ohne Auszubildende) mit 2.962 Euro über dem von Schleswig-Holstein (2.888). Er war allerdings niedriger als im Bundesgebiet (3.133 Euro).

Im Jahresdurchschnitt ging die Zahl der Männer (-4,2 Prozent) stärker zurück als die der Frauen (-3,4 Prozent). Damit stieg der Anteil der Frauen an allen Arbeitslosen auf 43,5 Prozent. Insgesamt waren 4.219 Frauen (1.092 SGB III "Arbeitslosengeld I", 3.127 SGB II ("Hartz IV") und 5.474 Männer (1.337 SGB III, 4.137 SGB II) im Jahresdurchschnitt arbeitslos.

Jüngeren unter 25 Jahren konnten nicht so stark vom Rückgang der Arbeitslosigkeit profitieren. Das liegt auch daran, dass sich mehr junge Geflüchtete meldeten. Im Jahresdurchschnitt waren 836 Jüngere (291 SGB III, 545 SGB II) arbeitslos gemeldet. Ihr Anteil an allen Arbeitslosen lag bei 8,6 Prozent. In Schleswig-Holstein betrug der Anteil 10,5 Prozent.

Ältere konnten besser auf dem Arbeitsmarkt Fuß fassen. Insgesamt waren 2.902 (846 SGB III, 2.056 SGB II) der Arbeitslosen älter als 50 Jahre, 4,2 Prozent weniger als 2016. Ihr Anteil an allen Arbeitslosen lag bei 29,9 Prozent und war damit niedriger als in Schleswig-Holstein mit 32,6 Prozent.

Den stärksten Rückgang gab es bei Langzeitarbeitslosen. Insgesamt waren 3.516 Arbeitnehmer ein Jahr und länger arbeitslos (-9,4 Prozent). Ihr Anteil an allen Arbeitslosen lag bei 36,3 Prozent. Er blieb damit etwas höher als in Schleswig-Holstein (35,0 Prozent). Bei der Arbeitsagentur waren 8,4 Prozent aller Arbeitslosen Langzeitarbeitslose (204) und beim Jobcenter 45,6 Prozent (3.311).

Auch Arbeitslose ohne abgeschlossene Berufsausbildung profitierten von der guten Arbeitsmarktlage. Ihr Risiko arbeitslos zu werden ist dennoch mehr als fünf Mal so hoch wie bei Menschen mit einer abgeschlossen Berufsausbildung. Die Arbeitslosenquote bei Menschen mit Berufsausbildung betrug 4,8 Prozent, während sie bei Ungelernten bei 27,8 Prozent lag. Im Jahresdurchschnitt waren im Jobcenter Lübeck 4.449 Arbeitslose ohne abgeschlossene Berufsausbildung gemeldet. Ihr Anteil an allen Arbeitslosen von 62,9 Prozent war nahezu doppelt so hoch wie in der Arbeitsagentur mit 31,6 Prozent. Hier hatten 639 Frauen und Männer keinen Berufsabschluss.

Einen nennenswerten Anstieg gab es bei Arbeitslosen mit ausländischer Staatsangehörigkeit. Das lag unter anderem daran, dass sich im Laufe des Jahres Menschen arbeitslos meldeten, deren Asylverfahren abgeschlossen wurde oder die ihre Sprach- und Integrationskurse des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge (BAMF) beendet haben. Im Jahresdurchschnitt waren 2.050 Ausländer arbeitslos gemeldet, 249 oder 13,8 Prozent mehr als 2016. 305 der ausländischen Arbeitslosen wurden von der Arbeitsagentur und 1.745 vom Jobcenter betreut. Die größte Gruppe stellen mit 20,4 Prozent Türken, gefolgt von syrischen Staatsangehörigen mit 16,1 Prozent. Unter den Arbeitslosen sind auch Personen enthalten, die schon lange in Deutschland leben. Der Anteil der Arbeitslosen im Kontext von Fluchtmigration liegt bei rund 31 Prozent.

Die überaus positive Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt hat sich 2017 auch auf die vom Jobcenter Lübeck betreuten Kundinnen und Kunden ausgewirkt. "4.948 Integrationen in eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung bedeuten für das Jobcenter Lübeck eine Rekordmarke – die 5.000 haben wir nur ganz knapp verfehlt", sagt Joachim Tag, Geschäftsführer des Jobcenter Lübeck. Er freut sich darüber, dass das gute Vorjahresergebnis noch einmal leicht übertroffen werden konnte. "Daran haben auch die in Lübeck lebenden Flüchtlinge einen immer größeren Anteil. So konnte die Integrationsquote bei den Flüchtlingen um 46,8 Prozent gesteigert werden", erläutert Tag.

Nur zwei von fünf Arbeitslosengeld II- Bezieherinnen und Beziehern sind arbeitslos. Der überwiegende Teil der nicht arbeitslosen Leistungsempfängern befindet sich in einer ungeförderten (27 Prozent) oder geförderten (6 Prozent) Erwerbstätigkeit sowie im Studium oder Schulbesuch (14 Prozent). Leistungen zum Lebensunterhalt nach dem SGB II werden auch bei arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen (13 Prozent), vorruhestandsähnlichen Regelungen (10 Prozent) oder bei Kindererziehung/ Pflege von Angehörigen (11 Prozent) gewährt.

Autor: Agentur für Arbeit/VG

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