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der 15. August 2018






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15.03.2018 12.03


Zahl der Straftaten landesweit rückläufig

Die Zahl der Straftaten ist in Schleswig-Holstein im Vergleich zum Vorjahr um 8,5 Prozent auf insgesamt 188.979 Straftaten gesunken. Das geht aus von Innenminister Hans-Joachim Grote und dem Leitenden Kriminaldirektor Peter Fritzsche gemeinsam vorgestellten Polizeilichen Kriminalstatistik (PKS) für das Jahr 2017 hervor.

Es ist die niedrigste Zahl seit 1980, als 188.701 Straftaten erfasst wurden. Ohne Berücksichtigung ausländerrechtlicher Verstöße ist die registrierte Kriminalität im Jahr 2017 sogar auf 182.506 Straftaten gesunken.

"Es gibt Aussagen, mit denen sich ein Innenminister gerne wiederholt: Schleswig-Holstein ist 2017 sicherer geworden. Das zeigt die Polizeiliche Kriminalstatistik ganz eindeutig. Und vor allem zeigt sie das für die Straftaten, welche die Bürgerinnen und Bürger und vor allem unsere Polizeikräfte in den vergangenen Jahren besonders beschäftigt haben", sagte Grote.

Der deutliche Rückgang des Wohnungseinbruchsdiebstahls hat sich auch in der offiziellen Statistik bestätigt. "Die Reduzierung um fast 30 Prozent im Vergleich zum Vorjahr bedeutet, dass im Vergleich zum Vorjahr 2.308 Wohnungseigentümer und Mieter weniger Opfer eines Einbruchs geworden sind. Polizei und Gesellschaft werden weiter daran arbeiten, die Einbrecher zurückzudrängen", so der Innenminister. Auch im Diebstahlsbereich insgesamt seien 7.191 Fälle weniger erfasst worden als 2016. Das ist ein Rückgang um 8,6 Prozent.

Die so genannte "Häufigkeitszahl", welche die Fälle pro 100.000 Einwohner misst, beträgt in Schleswig-Holstein 6.557. Das sind es 668 Fälle weniger als noch 2016. Seit 2013 liegt Schleswig-Holstein bei der Häufigkeitszahl besser als der Bundesdurchschnitt. "Die Bundeszahl liegt für 2017 zwar noch nicht vor. Ich bin jedoch sicher, dass wir auch in diesem Jahr besser sein werden", so Grote.

Trotz eines leichten Rückgangs der Aufklärungsquote insgesamt von 54,5 Prozent im Vorjahr auf 53,9 Prozent zeigte sich der Innenminister auch in diesem Bereich zufrieden. Denn ohne Berücksichtigung der Verstöße gegen das Aufenthalts- das Asylverfahrens- und das Freizügigkeitsgesetz sei sie um 1,7 Prozentpunkte auf 52,2 gestiegen. "Das ist die höchste Aufklärungsquote seit zehn Jahren", so Grote.

2017 wurden 72.741 und damit 10.742 Tatverdächtige weniger als im Vorjahr ermittelt. Dies ist ein Rückgang um 12,9 Prozent. Auch der bereits in der vergangenen Woche angedeutete Rückgang der Zahl der ermittelten nichtdeutschen Tatverdächtigen um 9.739 (- 31,6 Prozent) auf 21.057 sei erfreulich. Dieser sei allerdings zum Großteil auf den Rückgang bei den ausländerrechtlichen Verstößen zurückzuführen. Ohne Berücksichtigung der ausländerrechtlichen Verstöße betrage der Anteil nichtdeutscher Tatverdächtiger an der Gesamtzahl wie im Vorjahr 22,2 Prozent, im Bereich des Diebstahls sei er auf 32,4 Prozent gesunken (von 34,6 Prozent im Vorjahr). Dem stehe allerdings im Bereich der Rohheitsdelikte ein Anstieg auf 21,9 Prozent entgegen (von 20,6 Prozent im Vorjahr).

Grote betonte unter Bezug auf die in der Vorwoche vorgestellte Studie "Kriminalität durch Zuwanderer" erneut, dass die Daten der PKS keine Unterscheidung in länger in Deutschland registrierte Nichtdeutsche und kurzfristig Zugewanderte treffe. Seit 2016 ermögliche die PKS unter der Kategorisierung "Zuwanderer" allerdings eine Annäherung für die letztgenannte Gruppe. "Mit aller gebotenen Vorsicht kann man sagen, dass der Anteil dieser Gruppe an der Gesamtzahl der ermittelten Tatverdächtigen von 9,6 Prozent im Vorjahr auf 8,5 Prozent gesunken ist", so Grote. Dies beziehe sich zum besseren Vergleich ausdrücklich auf Straftaten unter Ausschluss ausländerrechtlicher Verstöße. Der Anteil der "Zuwanderer im Sinne der PKS" an der Gesamtzahl nichtdeutscher Tatverdächtiger betrage in diesem Deliktssauschnitt 38,4 Prozent (Vorjahr: 41,9 Prozent).

Mit der kürzlich vorgestellten Dunkelfeldstudie und der Studie "Kriminalität durch Zuwanderer" böten die Daten der PKS bereits ein recht verlässliches und transparentes Bild der Kriminalitätsentwicklung im Land. "Das ist nicht nur wichtig für die strategischen Entscheidungen über die Prioritätensetzung in der Landespolizei. Auch die Bürgerinnen und Bürger erwarten zu Recht Aufklärung über die sie tatsächlich belastende Kriminalität. Dazu gehört künftig auch eine bessere Information über Straftaten, die über das Internet oder telefonisch aus dem Ausland heraus erfolgen. Daran muss weiter gearbeitet werden", so Grote.

Dies sei besonders wichtig, weil allein die in der PKS registrierten Fälle des Computerbetruges im Vergleich zum Vorjahr um 304 auf 2.093 Fälle und damit um 17 Prozent gestiegen seien. Die zunehmende Automatisierung im Bereich des Zahlungsverkehrs und des Warenhandels führe zu einer deutlichen Zunahme dieses Deliktsbereiches. "Deshalb ist es wichtig, dass wir diese Delikte insgesamt erfassen", so Grote.

Anders als in den Vorjahren wird in diesem Jahr im Zuge der Veröffentlichung der Ergebnisse der Polizeilichen Kriminalstatistik auch die Entwicklung der politisch motivierten Kriminalität vorgestellt. Staatsschutzkriminalität wird in der Polizeilichen Kriminalstatistik nicht gesondert erfasst, gehört allerdings zum Gesamtbild der registrierten Kriminalität in Schleswig-Holstein.

Die Gesamtzahl der politisch motivierten Straftaten bewegt sich 2017 mit insgesamt 1189 Fällen etwa auf dem Vorjahresniveau. Grote: "Erfreulicherweise hat sich die Zahl der Gewaltdelikte insgesamt mehr als halbiert: Während 2016 noch über 160 politisch motivierte Gewaltdelikte zu verzeichnen waren, sank die Zahl 2017 auf 79 Fälle. Nahezu zwei Drittel davon konnten aufgeklärt werden. Die links motivierten Gewaltdelikte gingen sehr stark von 67 auf 19 Fälle zurück, die rechts motivierten Gewaltdelikte von 66 auf 47 Fälle."

Zu einer Zunahme der Delikte kam es im polizeilichen Arbeitsschwerpunkt des erst seit 2017 gesondert erfassten Phänomenbereichs "Religiöse Ideologie". 2017 wurden 27 religiös motivierte Straftaten erfasst. Davon werden zwölf Verfahren wegen des Verdachts der Bildung einer Kriminellen oder Terroristischer Vereinigungen im In- oder Ausland geführt. Dazu zählen auch Ausreisen oder Ausreiseversuche nach Syrien.

Die gesamte Polizeiliche Kriminalstatistik (PKS) 2017 steht im Internet über die Seite www.polizei.schleswig-holstein.de zur Verfügung. Die regionalen Zahlen für Lübeck werden am Montag veröffentlicht.

Autor: InnenMi/red.

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