Please enable JavaScript!
Bitte aktiviere JavaScript!
S'il vous plaît activer JavaScript!
Por favor,activa el JavaScript!
antiblock.org

HL-live.de

Montag,
der 20. August 2018






+++ HL-live.de - Archiv +++

18.03.2018 11.32


Breite Zustimmung für den Seniorenbeirat

Der Beirat für Seniorinnen und Senioren hatte in dieser Woche in den Börsensaal des Lübecker Rathauses zu einer Diskussionsrunde Lübecker Kommunalpolitikerinnen und Kommunalpolitiker eingeladen. Dabei bekam der Beirat viel Zustimmung für seine Arbeit. Auch ein eigenes Budget sei möglich.

Ingo Schaffenberg (SPD), Christopher Lötsch (CDU), Volker Krause (BfL), Michèle Gross (FDP), Thomas Misch (Freie Wähler), Ragnar Lüttke (Die Linke), Detlev Stolzenberg (Die Unabhängigen), Jens Uwe Schulz (grün+alternativ+links), André Kleyer (Bündnis 90/Die Grünen) und David Jenniches (AfD) diskutierten unter der Moderation von Götz Gebert, dem 1.Vorsitzender des Seniorenbeirates.

Gleich zu Beginn wurde bemängelt, dass nur eine Frau auf dem Podium vertreten sei. Da konnte sich Moderator Götz Gebert entspannt zurücklehnen, hatte er doch alle Parteien eingeladen, die ihre Vertretungen schickten und keinen Einfluss auf die Auswahl. Spannend war nach der Vorstellung der Teilnehmer die Eingangsrunde mit der Frage, wann denn jeder Teilnehmer das letzte Mal in einer Senioreneinrichtung war. Alle, teilweise mit politischem oder dienstlichen Auftrag, aber viele auch aus familiären Gründen. Jeder wusste also wovon er sprach.

Keiner der Teilnehmenden sprach dem Seniorenbeirat seine Daseinsberechtigung ab, im Gegenteil: alle betonten, wie wichtig der Beirat und seine Arbeit ist. Einige wünschten sich mehr Präsenz in den Quartieren der Stadt und in den dort von den Wohnenden frequentierten Einrichtungen, andere forderten mehr Einmischung in die politische und städtische Entwicklung und Gestaltung.

Angesichts der rund 6000 fehlenden bezahlbaren Wohnungen auch für ältere Menschen waren sich ebenso alle einig, dass die Kommune hier dem Handlungsbedarf gerecht werden müsse. Aber niemand hatte ein griffiges Konzept parat.

Eine Vertreterin des e-punktes forderte für das Ehrenamt mehr Unterstützung. Der e-punkt wisse häufig am Jahresende nicht, wie es im neuen Jahr finanziell weitergehen könne. Auch hier gab es viel Anerkennung für die Arbeit und eine breite Unterstützung der Politiker für die Stärkung des Ehrenamtes. Dazu gab es die Forderung von Detlev Stolzenberg, den in der Stadt ehrenamtlich Tätigen einen Sonderparkausweis ähnlich dem der Anwohner auszustellen, damit sie ihre ehrenamtliche Arbeit ohne finanzielle Belastung beim Parken ausüben könnten. Dazu könnte auch ein Gratisticket für den ÖPNV hilfreich sein, um die Parkplatzsituation in der Altstadt nicht noch mehr zu verschärfen. Auch eine Weiterfassung und Veränderung der LÜBECKcard könne hilfreich sein.

Der Begriff der Barrierefreiheit wurde häufig benutzt und alle waren sich einig, dass hier trotz vieler Verbesserungen noch vieles getan werden muss. Moderator Götz Gebert wies daraufhin, dass zur Barrierefreiheit auch ein ungehinderter Zugang zur Website der Stadt, eine gute Überschaubarkeit und Verständlichkeit der Angebote notwendig seien. Auch hier gab es keinen Dissens und zugleich die Forderung an die Stadtverwaltung und den künftigen Bürgermeister, nicht nur die Neugestaltung der Lübeck-Seite sondern auch alle für den Bürger im Internet erreichbaren Formulare. Trotz aller Digitalisierung sollte immer die Möglichkeit bestehen in ein Bürgerservice-Büro gehen zu können, um sich ordentlich beraten zu lassen.

Eine über alle Grenzen hinweggehende Zustimmung gab es für die Forderung des Beirates nach finanzieller Besserstellung in Form eines eigenen Budgets, das in das Budget des Büros der Bürgerschaft integriert sein könnte. Gehandelt wurde mit Beträgen zwischen 5000 und 10.000 Euro.

Die an der Bürgerschaft beteiligten Parteien gaben zu, dass sie teilweise nicht um die finanzielle Knappheit des Beirates wüssten, und versprachen, sich schnellstmöglich in der Bürgerschaft für die Besserstellung einzusetzen. Dafür gab es heftigen Applaus in den Zuschauerrängen.

"Zusammenfassend kann berichtet werden, dass allen Politikerinnen und Politikern die ältere Generation am Herzen liegt, ältere und jüngere empathisch sein müssten und viele der Forderungen berechtigt sind und unterstützt werden, sei es bei der Teilhabe am gesellschaftlichen, politischen und kulturellen Leben, beim selbstbestimmten Leben und Wohnen, in der Gesundheitsfürsorge, der Erhaltung der städtischen Senioreneinrichtungen und der Erhöhung des Rentenniveaus", so Gebert. Letzteres sei aber leider keine kommunale Aufgabe. "Der Seniorenbeirat freute sich über die Anerkennung der Wichtigkeit der Themen und auch über die Würdigung der Arbeit des Beirates und des Ehrenamtes allgemein."

Autor: Seniorenbeirat/red.

Aus rechtlichen Gründen können wir Bilder nicht mehr zur Verfügung stellen.


HL-live.de Flohmarkt

Nachrichten:
Polizei & Feuerwehr
Stadtgeschehen
Politik
Kultur & Theater
Wirtschaft
Sport
Veranstaltungskalender
Videos

Service:
Flohmarkt
Wetter
Notdienste
Stadtplan
Archiv
RSS und App
Newsletter

Werbung

Kontakt:
Meldung schicken
Veranstaltungs-Tipp
Impressum
Nutzungsbedingungen
Datenschutz








Zur Ansicht für Mobiltelefone wechseln.