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Mittwoch,
der 15. August 2018






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20.03.2018 18.13


Lübecker gewannen Wettbewerb fürs Buddenbrookhaus

Die Neugestaltung des Literaturmuseums Buddenbrookhaus ist einen Schritt weiter. Im Rathaus wurden am Dienstag die Sieger eines internationalen Architektenwettbewerbes vorgestellt. Den ersten Preis errang trotz europaweiter Konkurrenz ein junges Team aus Lübeck.


Der Entwurf des Lübecker Büros. Grafik: TMH Architekten - Többen und Mueller-Haagen

Eineinhalb Tage habe die Jury die 20 eingereichten Entwürfe diskutiert, ohne zu wissen, von wem welcher Entwurf stammte, sagte Bürgermeister Bernd Saxe. Erst nach der Entscheidung der acht Juroren wurden den Arbeiten die Namen hinzugefügt. Den ersten Preis habe die Jury einstimmig dem Lübecker Büro TMH zuerkannt, vertreten durch Inga Mueller-Haagen (37), Lothar Többen (36) und Jörn Simonsen (50).

Die Schwierigkeiten, auf die die Architekten zu reagieren hatten, umriss Bausenatorin Joanna Glogau: Zwei Parzellen sollen ein Museum werden, und zwar in sensibler Umgebung von Marienkirche, Kanzleigebäude und Wehde.

Gleichzeitig war das neue Museumskonzept zu berücksichtigen. Schließlich sei ein 25 Jahre altes Konzept nicht mehr auf internationalem Stand, betonte Prof. Hans Wißkirchen, Leitender Direktor der Museen.

Wie bekannt soll das Buddenbrookhaus Mengstraße Nr. 4 um das Nebengebäude Nr. 6 erweitert werden. Laut Auflage der Denkmalpflege müssen beide Fassaden erhalten bleiben. Der gotische Giebel von Nr. 6 ist vom ersten Obergeschoss an ebenso denkmalgeschützt wie die Fassade Nr. 4. Dahinter allerdings wird Neues entstehen. Erhalten bleiben natürlich Teile, die aus der Bauzeit der Häuser stammen. Das sind im wesentlich Gewölbekeller und Brandschutzmauern.

Beide Häuser werden durch eine Brücke verbunden. Der vorgeschlagene Rundgang für die Besucher wird im Buddenbrookhaus beginnen, wo die große Kaufmannsdiele wiedererstehen soll. In diesem Teil ist die Lübecker Zeit der Familie Mann zu erleben. Im neuen Gebäude wird die Weltfamilie dargestellt, das heißt die Wanderung der Brüder Mann in die USA und die Zeit nach dem Krieg. Natürlich sind auch weiterhin Sonderschauen und Vorträge geplant, um das Museum für Lübecker attraktiv zu halten. Die Ausstellungsfläche von jetzt rund tausend Quadratmetern wird sich mehr als verdoppeln.

Die geschätzten Kosten bezifferte Gabriela Schröder, Geschäftsführerin der Museen, auf 18 bis 19 Millionen Euro. 70 Prozent der förderungsfähigen Baukosten habe das Land zugesagt. Zehn Prozent müsse nach den Bestimmungen die Hansestadt Lübeck tragen. Bleibt ein nicht unerheblicher Rest. Schröder: "Wir müssen zwischen zweieinhalb und drei Millionen zusammensammeln."

Grundsätzliche Zusagen hätten mehrere Stiftungen bereits gegeben. Dazu zählen die Possehl-Stiftung und die Gemeinnützige Sparkassen-Stiftung. Allerdings brauchen deren Gremien die genauen Baupläne, um Entscheidungen fällen zu können. Welcher Entwurf letztlich realisiert wird, steht noch nicht fest. Nach dem Wettbewerbsrecht müsse mit allen vier Preisträgern verhandelt werden.

Im Sommer, so hofft das Gebäude-Management, werde man so weit sein. Dann soll der zur Ausführungen kommende Entwurf in einer Ausstellung der Öffentlich präsentiert werden. Baubeginn ist wahrscheinlich im kommenden Jahr. 2021 können die Lübecker, wenn alles glatt läuft, Einweihung feiern.

Die Preisträger sind:
1. TMH Architekten Többen und Mueller-Haagen, Lübeck
2. DZF Architekten, Hamburg
3. DBCO Gmbh mit BOK + Gärtner GmbH, Münster
4. Raumwerk Gesellschaft für Architektur und Stadtplanung, Frankfurt am Main.

Autor: TD

Aus rechtlichen Gründen können wir Bilder nicht mehr zur Verfügung stellen.


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