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Mittwoch,
der 21. November 2018






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21.03.2018 08.52


Bürgerbühne: Frauen schildern Frauenschicksale

Eine Bürgerbühne – dieses Format hat nicht jedes Stadttheater. In Lübeck trugen elf Frauen Erlebtes und Erlittenes zusammen. "Herstory" heißt die daraus entwickelte Collage. Nicht nur die Premiere im Studio der Kammerspiele war ausverkauft, sondern auch die erste Wiederholung am Dienstag.



Frauen erzählen ihre Geschichte. Der Satz ist missverständlich. Es ist nämlich nicht so, dass die Mitwirkenden nacheinander vor das Publikum treten und aus ihrem Leben berichten. Das haben sie getan; im vergangenen Sommer, als die Gruppe sich zusammenfand und Material sammelte. Zunächst einmal mussten sich Frauen finden, die bereit waren mitzumachen.

Das geschah in Zusammenarbeit mit dem Verein "Frauen helfen Frauen" und dem Autonomen Frauenhaus Lübeck, das am 1. Juli 40 Jahre alt wird. Frieda Stahmer übernahm die Leitung. Sie und die Gruppe gestalteten schließlich eine Collage aus einzelnen Themen und Elementen. Vieles klingt nur an. Manches wird angestoßen. Weiterdenken, womöglich Konsequenzen ziehen, ist erwünscht.

Die Damen, die in der Mitte des Studios agieren, kommen nicht nur aus Deutschland, sondern auch aus Äthiopien, China, dem Iran und Polen. Eine der Damen ist gebürtige Lübeckerin, andere leben erst seit kurzem hier. Heimat ist kein Land, sondern wo man Menschen begegnet, die einen aufnehmen und annehmen. So lautet eine Erkenntnis der praktizierten Integrationsarbeit.

In spielerischer Form, mit Lied und Gesang, mit Szenen und Anspielen kommen Themen wie Gewalt drinnen und draußen, Sitten und Unsitten, Erfahrungen und Alpträume zur Sprache. Manches geschieht sogar stumm. Monika Bujak, zum Beispiel, bringt ihre innere Welt in einer farbintensiven Malerei zum Ausdruck.

Mehrmals werden statistische Angaben eingelesen, Hinweise auf Zustände, die schreiende Missstände sind. Da die Mitwirkenden auch Spaß miteinander haben, entsteht ein ebenso nachdenklicher wie unterhaltsamer 60-Minuten-Abend, und mancher Satz, mancher Ruf nach Freiheit und Gerechtigkeit bleibt im Gedächtnis haften.

Die Chinesin beziehungsweise Neu-Lübeckerin Yu Jin untermalt die Szenen mit Musik und Geräuschen von den Tastengeräten, singt sogar Fernöstliches. Mit von der Partie sind ferner Monika Bruhns, Saran Camara, Barbara M. Duraj, Doris Gressing, Gigi Hailemicael, Farzaneh Hamzehlouei, Gisela Jannsen, Silke Meyer und Teresa Wawer. Die nächste Vorstellung von "Herstory" gibt es am heutigen Mittwoch um 20 Uhr.

Autor: TD

Aus rechtlichen Gründen können wir Bilder nicht mehr zur Verfügung stellen.


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