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der 17. November 2018






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22.03.2018 09.23


Travebogen begrüßt Einrichtung der Pflegekammer

Der Weg war lang und steinig, aber jetzt kommt sie: Schleswig-Holstein bekommt eine Pflegekammer. Damit erhalten die Pflegeberufe erstmals eine eigene Interessenvertretung im nördlichsten Bundesland. Das Palliativnetz Travebogen begrüßt die Einrichtung der Pflegeberufekammer ausdrücklich.

"Wir als pflegeorientierter Arbeitgeber unterstützen die erste Kammerwahl sehr und hoffen, dass dies ein Startschuss für eine höhere Anerkennung der Pflegeberufe ist", sagt Travebogen-Geschäftsführer Thomas Schell. "Durch die Pflegeberufekammer wird professionelle Pflege aufgewertet. Und das sollte im Interesse jeden Arbeitsgebers in diesem Bereich liegen", bestätigt Patricia Drube, Vorsitzende des Einrichtungsausschusses der Pflegeberufekammer Schleswig-Holstein. "In der Kammer geht es nicht um Arbeitgeber oder Arbeitnehmer sondern es geht um den Berufsstand der Pflegefachpersonen."

Seit dem 1. März und noch bis zum 4. April haben alle Pflegefachkräfte im Land die Möglichkeit, ihre Stimme für einen sich zur Wahl stellenden Kandidaten abzugeben. Insgesamt sind 20.602 registrierte Pflegefachpersonen bei der ersten Kammerwahl wahlberechtigt. 208 Kandidaten stehen zur Wahl. Am 21. April soll dann in der Stadthalle in Neumünster die konstituierende Sitzung der Kammerversammlung stattfinden.

Die Kammer soll für die Berufsordnung, Weiterbildung, Qualitätssicherung, Beratung der Politik und Erhebung einer Pflegeberufe-Statistik verantwortlich sein. Insgesamt hat die Kammer 40 Sitze, die nach der Anzahl der Mitarbeiter im Land in der Alten-, Kranken und Kinderkrankenpflege paritätisch verteilt sind.

Jede Pflegefachperson aus den drei Bereichen wird Pflichtmitglied in der Kammer. Der Beitrag soll voraussichtlich für Vollzeitbeschäftigte zwischen 8,50 Euro und 9,80 Euro liegen. Die tatsächliche Höhe wird von der ersten Kammerversammlung verabschiedet. In jedem Fall ist er gut angelegt: "Die Pflegefachkräfte haben künftig Mitbestimmungsrechte bei allen beruflichen Fragen. Die Kammer wird ein Sprachrohr unserer Profession sein. Es liegt allerdings in der Verantwortung eines jeden, diese Rechte und Möglichkeiten auch zu nutzen. Außerdem werden wir durch die Kammer aktuelle Fachinformationen erhalten und auch Beratung in beruflichen und ethischen Fragen", betont Drube.

Im Juli 2015 hatte der schleswig-holsteinische Landtag die Einrichtung der Kammer mit der Stimmenmehrheit von SPD, Grüne und SSW beschlossen. Schleswig-Holstein ist nach Rheinland-Pfalz erst das zweite Bundesland, welches die Einrichtung einer Pflegekammer beschlossen hat.

Autor: Travebogen

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