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HL-live.de

Dienstag,
der 17. Juli 2018






Dienstagsvortrag in der Gemeinnützigen

Im Rahmen der Dienstagsvorträge lädt die Gemeinnützige, Königstraße 5, am 27. März gemeinsam mit der Photographischen Gesellschaft Lübeck zu einem Vortrag "Dhaulagiri-Circuit-Trek" von Jochen Peters ein. Beginn ist um 19.30 Uhr im Großen Saal, der Eintritt ist frei.

"Dhaulagiri" bedeutet "weißer Berg". Im westlichen Teil des Himalaya steht dieser "Mont Blanc" nur 35 Kilometer entfernt von der viel bekannteren Annapurna, die sich auf der Annapurna-Runde von allen Seiten bewundern lässt. Zwischen beiden Gipfeln hat der rauschende Khali Gandaki (der "schwarze Fluss") ein 6000 Meter tiefes fruchtbares Tal gegraben. Krasse Gegensätze zwischen Reisfeldern, Regenwäldern und majestätischen Eisgipfeln erwarten uns – eine Gruppe von 8 Freunden der Alpenvereinssektion Aachen. Im Oktober 2013 geht es nach Kathmandu, und von dort bei Regenwetter nach Pokhara und weiter zum Start unseres Treks. Auf der Westseite des Dhaulagiri brauchen wir eine gute Woche, bis wir endlich im Basislager ankommen. Ein eisiger Tag mit strahlender Sonne führt uns hinauf zum "Franzosenpass", so benannt nach der französischen Erkundungs-Expedition von 1950, die am Ende in der Erstbesteigung der Annapurna – und damit des ersten Achttausenders überhaupt – gipfelte. Der Dhaulagiri musste noch zehn Jahre warten, bis auch hier Menschen den ersten Fuß auf den Gipfel setzen konnten. Der Abstieg ins 2700m tief gelegene Marpha am Khali Gandaki führt uns zurück ins Grüne – Apfelplantagen und Landwirtschaft dominieren hier. Nun sind wir auf der Annapurna-Runde, die im Nordosten vom "Thorung La"-Pass herunterzieht. Es ist nun deutlich touristischer, aber wir sind weiterhin mit unserer Trägermannschaft und Zelten gut versorgt. Abschließender Höhepunkt der Tour ist der Blick vom "Poon Hill" auf die beiden gewaltigen Achttausendermassive von Dhaulagiri und Annapurna. Von 5 bis 7 Uhr morgens erleben wir den Wandel von einer sternenklaren Nacht zum strahlenden Morgen, der zuerst die höchsten Bergspitzen erglühen lässt und dann die ganze Kulisse mit Licht übergießt. Zum Abschied blicken wir dann zurück zum sogenannten "Fischkopf" im Osten der Annapurna-Gruppe, der in seiner bizarren Form ein bisschen ans Matterhorn erinnert.

Jochen Peters berichtet am Dienstag von seiner Reise zum 'Dhaulagiri', dem 'weißen Berg'. Foto: Veranstalter

Jochen Peters berichtet am Dienstag von seiner Reise zum 'Dhaulagiri', dem 'weißen Berg'. Foto: Veranstalter


Text-Nummer: 121092   Autor: Gemeinnützige   vom 26.03.2018 10.15

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