Please enable JavaScript!
Bitte aktiviere JavaScript!
S'il vous plaît activer JavaScript!
Por favor,activa el JavaScript!
antiblock.org

HL-live.de

Sonntag,
der 18. November 2018






+++ HL-live.de - Archiv +++

26.03.2018 16.45


Lübecks Handel ist nur bedingt fit für die Zukunft

Nur ein Viertel der Händler in Lübeck bietet seine Waren auch online an. Viele haben noch Wissenslücken in diesem Bereich. Das zeigt eine aktuelle Studie. Die Wirtschaftsförderung drängt zum Handeln: Der Online-Handel werde weiter wachsen.

Die FH-Studentin Charlotte Leuchten hat in Zusammenarbeit mit der Wirtschaftsförderung Lübeck die Herausforderungen für den stationären Einzelhandel in Lübeck untersucht. In ihrer Abschlussarbeit bewertet die Studentin die allgemeine Situation des inhabergeführten stationären Handels in Deutschland mit Blick auf die Digitalisierung und analysiert dazu lokale und regionale Marktplatzlösungen. Auf der Lübecker Altstadtinsel wurden zudem Passanten und Händler direkt befragt. Mit der Befragung wurden Bedarfe, Probleme und Wünsche exemplarisch erhoben und abschließend auf Basis aller Ergebnisse in Handlungsempfehlungen für den Standort überführt.

Mit Blick auf den Standort Lübeck lassen sich folgende Ergebnisse festhalten: Nur ein Viertel der Befragten Händler (26 Prozent) verkaufen ihre Waren auch online – ein Drittel (29,6 Prozent) verfügt über keine eigene Website. 36 Prozent nutzen für ihr Geschäft keine sozialen Medien.

Als häufigsten Hinderungsgrund für verstärke online Aktivitäten geben die Lübecker Händler den Aspekt personelle Ressourcen an. 54 Prozent geben an, dass sie in diesem Bereich sehr schlecht oder schlecht aufgestellt sind. Es folgen finanzielle Ressourcen mit 33 Prozent und die eigene Qualifikation mit 29 Prozent. Auch scheint die Notwendigkeit für Onlinehandel seitens der Händler nicht gesehen zu werden: 73 Prozent der Befragten sehen den Einstieg in den Onlinehandel in naher Zukunft als nicht oder eher nicht sinnvoll an.

"In Lübeck sind die Auswirkungen des Onlinehandels – auch dank der noch guten Tourismuszahlen – noch nicht so massiv zu spüren wie andernorts", sagt Dario Arndt, Prokurist bei der Wirtschaftsförderung Lübeck, der die wissenschaftliche Arbeit begleitet hat. Aber auch hier werde sich die Situation in den kommenden Jahren verschärfen. "Um an der Verlagerung Richtung Online-Geschäft teilzuhaben und nicht darunter zu leiden, müssen die Einzelhändler sich jetzt um diese Themen kümmern und ihre Geschäftsmodelle anpassen", so Arndt weiter.

Gemeinsam mit der IHK haben in diesem Zuge bereits Anfang des Jahres Gespräche stattgefunden. Durch gezielte Formate ist geplant, das Bewusstsein der Händler in diesem Bereich zu stärken und sie mit dem nötigen Know-how auszustatten.

Angedacht ist auch eine "Location-Based-Advertising App", die den Weg in die Fachgeschäfte mit ihren Angeboten zeigt. Vor allem die zukünftigen Zielgruppen, die Passanten unter 36 Jahren, würden eine App gerne nutzen – immerhin 46 Prozent. "Wichtig ist der Dialog mit den Händlern und den Partnern am Standort Lübeck. Wir können nur gemeinsam erfolgreiche Lösungsansätzen entwickeln", sagt Arndt. Die Studie gebe dazu wichtige und grundlegende Impulse, die genutzt werden sollten. Vor dem Hintergrund der Aufhebung des Geoblocking im Online-Handel durch die EU-Kommission, werde der Druck zudem weiterwachsen.

"Ein Trading down Effekt, wie bereits in vielen Oberzentren zu beobachten, darf in Lübeck nicht passieren", so Arndt. Erste Tendenzen zeichnen sich bereits in einigen Straßen Lübecks ab.

Autor: WiFö HL/red.

Aus rechtlichen Gründen können wir Bilder nicht mehr zur Verfügung stellen.


HL-live.de Flohmarkt

Nachrichten:
Polizei & Feuerwehr
Stadtgeschehen
Politik
Kultur & Theater
Wirtschaft
Sport
Veranstaltungskalender

Service:
Flohmarkt
Wetter
Notdienste
Stadtplan
Archiv
RSS und App
Newsletter

Werbung

Kontakt:
Meldung schicken
Veranstaltungs-Tipp
Impressum
Nutzungsbedingungen
Datenschutz








Zur Ansicht für Mobiltelefone wechseln.