Please enable JavaScript!
Bitte aktiviere JavaScript!
S'il vous plaît activer JavaScript!
Por favor,activa el JavaScript!
antiblock.org

HL-live.de

Sonnabend,
der 17. November 2018






+++ HL-live.de - Archiv +++

28.03.2018 14.55


Ein Gedenkort an Palmarum 1942?

Vom 28. auf den 29. März jährt sich die tödliche Palmarum-Nacht von 1942 zum 76. Mal. Die Lübecker FDP fordert, im Gründungsviertel einen Gedenkort zu schaffen, der an Carl-Jacob Burckhardt und Eric Warburg erinnert. Den beiden Männern ist es zu verdanken, dass Lübeck nicht komplett zerstört wurde.

"Trotz 300 verlorener Leben und schmerzlicher Zerstörung haben Stadt und Bevölkerung allen Grund, zwei Männern dankbar zu sein: Eric M. Warburg und Carl Jacob Burckhardt", sagt FDP-Kulturpolitiker Ulf Hansen. Carl-Jacob Burckhardt ist seit Jahrzehnten Ehrenbürger der Stadt. Ein Gymnasium trägt seinen Namen.

Für Eric M. Warburg aber, den eigentlichen Initiator der Rettungsaktion, blieb es bis zu der wenig beeindruckenden Einweihung der Nordtangenten-Brücke bei dem "Golddukaten", mit dem ihn der Senat 1987 ausgezeichnet hatte. "Es fehlt bis heute jeder sichtbare Hinweis auf die Rettungstat", kritisiert Hansen.

Der Hamburger Privatbankier Eric M. Warburg musste 1938 emigrieren. Als Offizier der US-Armee versuchte er nach Palmarum 1942 vergeblich, den britischen Luftfahrtkommandeur Sir Arthur Harris von der totalen Zerstörung Lübecks abzuhalten. Angetrieben auch von persönlichen Bindungen an Lübeck, wandte er sich an Carl Jacob Burckhardt, der dem Internationalen Roten Kreuz in Genf angehörte. Dieser teilte daraufhin der britischen Regierung mit, dass sämtliche Post für die britischen Kriegsgefangenen in Deutschland über das sichere Lübeck ginge. Damit blieb unsere Stadt von weiteren Angriffen verschont.

"Angesichts der verheerenden Verluste in nur einer Nacht kann jeder Mensch sich heute ausmalen, was geschehen wäre, hätte die Geschichte ihren geplanten Lauf genommen", so Hansen. Nach seiner Rückkehr nach Deutschland 1948 widmete sich Eric Warburg der Aussöhnung zwischen dem jüdischen und dem deutschen Volk. Als Mitbegründer der "Atlantik-Brücke" wirkte er auch an dem Brückenschlag zwischen den USA und der Bundesrepublik Deutschland mit.

"Immer weniger Zeitzeugen können sich an die Gräueltaten der Nationalsozialisten und die Schrecken des Zweiten Weltkrieges erinnern", sagt Ulf Hansen. "Deshalb müssen wir auch in unserer Stadt eine generationenübergreifende Erinnerungskultur entwickeln, die sowohl gegen das Vergessen wirkt, als auch Zivilcourage und Humanität stärkt."

Die FDP Lübeck wünscht sich einen Ideen- und Gestaltungswettbewerb für ein Konzept, in dessen Rahmen an die Geschichte des Gründungsviertels und seine Zerstörung erinnert wird. Es gilt in dem neuentstandenen Gründungsviertel einen Ort zu schaffen, der in unmittelbarem Bezug zu seiner Zerstörung steht. "Der Standort Gründungsviertel bildet in seiner Konzentration in ganz besonderer Weise die Möglichkeit zum Nachdenken über Schuld, Vergebung und Neuanfang", sagt der Politiker.

Autor: FDP/VG

Aus rechtlichen Gründen können wir Bilder nicht mehr zur Verfügung stellen.


HL-live.de Flohmarkt

Nachrichten:
Polizei & Feuerwehr
Stadtgeschehen
Politik
Kultur & Theater
Wirtschaft
Sport
Veranstaltungskalender

Service:
Flohmarkt
Wetter
Notdienste
Stadtplan
Archiv
RSS und App
Newsletter

Werbung

Kontakt:
Meldung schicken
Veranstaltungs-Tipp
Impressum
Nutzungsbedingungen
Datenschutz








Zur Ansicht für Mobiltelefone wechseln.