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Sonnabend,
der 18. August 2018






+++ HL-live.de - Archiv +++

29.03.2018 10.00


Arbeitslosigkeit sinkt unter 16.000

Die Agentur für Arbeit hat am Donnerstag, 29. März, die aktuellen Arbeitsmarktzahlen veröffentlicht. Im Bezirk der Arbeitsagentur Lübeck, der die Hansestadt Lübeck und den Kreis Ostholstein umfasst, waren im März 2018 weniger Frauen und Männer von Arbeitslosigkeit betroffen als im Vorjahr und im Vormonat.

„In allen Regionen unseres Bezirkes ging die Arbeitslosigkeit zum Vormonat zurück und sank damit insgesamt unter die 16.000-Grenze. Der frühe Ostertermin führte insbesondere im saisonabhängigen Kreis Ostholstein zu verstärkten Einstellungen. Die Besetzung der Stellen wird schwieriger, denn der Arbeitskräftebedarf passt nicht immer zu den Qualifikationen der gemeldeten Arbeitnehmer. Selbst wenn die geeignete Fachkraft auf den ersten Blick nicht vorhanden sein sollte, lohnt es sich über Alternativen nachzudenken. In der Arbeitsagentur und den Jobcentern Lübeck und Ostholstein gibt es Potenziale, über die der Arbeitgeber-Service Personalverantwortliche gerne informiert“, wirbt Markus Dusch, Vorsitzender der Geschäftsführung in der Agentur für Arbeit Lübeck, bei Unternehmen.

„Der Ausbildungsmarkt entwickelte sich positiv. Zur Halbjahresbilanz gab es in Lübeck und Ostholstein das höchste Angebot an Ausbildungsstellen innerhalb der letzten 20 Jahre. Aktuell stehen jeder Bewerberin und jedem Bewerber rechnerisch 1,7 Stellen zur Verfügung. Ich kann Eltern und Jugendlichen nur empfehlen, einen Ausbildungsberuf in Erwägung zu ziehen und nicht nur einen weiterführenden Schulbesuch ins Auge zu fassen. Die Möglichkeiten mit einer Lehre Karriere zu machen, waren selten so gut“, ergänzt Dusch.

Insgesamt waren in Lübeck und Ostholstein 15.610 Frauen und Männer arbeitslos gemeldet, 838 (5,1 Prozent) weniger als im Vormonat und 1.065 (6,4 Prozent) weniger als im Vorjahresmonat. Die Arbeitslosenquote auf Basis aller zivilen Erwerbspersonen ging um 0,4 Prozentpunkte zum Vormonat und um 0,6 Prozentpunkte zum Vorjahr auf 7,2 Prozent zurück. Im März 2018 wurden 1.174 Stellen neu zur Besetzung angeboten, 26 (2,2 Prozent) weniger als im Vormonat und 63 (5,1 Prozent) weniger als im Vorjahr. Bei 4.448 Stellen wurden Ende des Monats noch Arbeitskräfte gesucht, 131 oder 3,0 Prozent mehr als im März 2017. Insbesondere im Hotel- und Gastgewerbe, Handel, aber auch im Gesundheits- und Sozialwesen, verarbeitenden Gewerbe, Verkehr- und Lagereibetrieben oder Baugewerbe bieten sich Einstiegschancen für Arbeitsuchende.

Im Rechtskreis SGB III (Betreuung durch die Agentur für Arbeit) lag die Zahl der Arbeitslosen bei 5.349, das sind 738 (12,1 Prozent) weniger als im Vormonat und 352 (6,2 Prozent) weniger als im Vorjahr. Die anteilige SGB III-Arbeitslosenquote lag bei 2,5 Prozent.

Im Rechtskreis SGB II (Betreuung durch das Jobcenter) gab es 10.261 Arbeitslose. Das ist ein Minus von 100 (1,0 Prozent) gegenüber Februar 2018. Im Vergleich zum März 2017 ging die Arbeitslosigkeit um 713 (6,5 Prozent) zurück. Die anteilige SGB II-Arbeitslosenquote betrug 4,7 Prozent.

Neben dem gesetzlich definierten Kreis der Arbeitslosen gibt es weitere Menschen, die ohne Beschäftigung sind. Sie werden in der Unterbeschäftigung erfasst und monatlich veröffentlicht, um den Arbeitsmarkt transparent zu machen. Die Unterbeschäftigung stellt damit das Defizit an regulärer Beschäftigung dar. Hier werden neben den Arbeitslosen beispielsweise Personen in Qualifizierungsmaßnahmen oder Arbeitsgelegenheiten, Krankgeschriebene, geförderte Existenzgründer oder Arbeitsuchende mit Vorruhestandsregelungen ausgewiesen. Insgesamt 21.715 Personen befanden sich im März 2018 in Unterbeschäftigung. Die Zahl der Unterbeschäftigten ist in den letzten zwölf Monaten um 1.586 Personen oder 6,8 Prozent gefallen.

Arbeitsmarkt Regional
Im Vergleich zum Vorjahr und zum Vormonat ging die Arbeitslosigkeit in allen Regionen der Arbeitsagentur Lübeck zurück.

In der Hansestadt Lübeck waren Ende März 2018 9.485 Arbeitslose gemeldet, 98 (1,0 Prozent) weniger als vor einem Monat und 580 (5,8 Prozent) weniger als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote ging um 0,1 Prozentpunkte zum Vormonat und um 0,6 Prozentpunkte zum Vorjahr auf 8,4 Prozent zurück. Unter den kreisfreien Städten verzeichnet die Hansestadt weiterhin die niedrigste Quote. 2.646 Arbeitslose und damit 24 (0,9 Prozent) weniger als im Vormonat und 101 (3,7 Prozent) weniger als im Vorjahr waren dem Rechtskreis des SGB III (Betreuung durch die Arbeitsagentur) zuzuordnen.

Beim Jobcenter Lübeck (Rechtskreis SGB II) waren Ende März 2018 6.839 Arbeitnehmer arbeitslos gemeldet, 74 (1,1 Prozent) weniger als im Februar 2018 und 479 (6,5 Prozent) weniger als im März 2017.

Im Kreis Ostholstein waren Ende März 2018 6.125 Arbeitslose gemeldet, das waren 740 (10,8 Prozent) weniger als im Vormonat und 485 (7,3 Prozent) weniger als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote ging um 0,8 Prozentpunkte zum Vormonat und um 0,5 Prozentpunkte zum Vorjahr auf 5,9 Prozent zurück. 2.703 Arbeitslose wurden bei den Arbeitsagenturen in Ostholstein im Rechtskreis des SGB III betreut, 714 (20,9 Prozent) weniger als im Februar 2018 und 251 (8,5 Prozent) weniger als vor einem Jahr.

Beim Jobcenter Ostholstein (Rechtskreis SGB II) waren 3.422 Arbeitslose gemeldet, das waren 26 (0,8 Prozent) weniger als im Vormonat und 234 (6,4 Prozent) weniger als vor einem Jahr.

Im Südbezirk (Geschäftsstelle Hauptagentur Lübeck und Umgebung) der Agentur für Arbeit Lübeck waren im März 2018 10.689 Arbeitslose gemeldet. Ihre Zahl ging um 167 (1,5 Prozent) gegenüber dem Vormonat und um 637 (5,6 Prozent) gegenüber dem Vorjahreswert zurück. Die Arbeitslosenquote betrug 7,6 Prozent (Vorjahr 8,1 Prozent). Es meldeten sich 2.608 Personen arbeitslos, während gleichzeitig 2.781 Personen ihre Arbeitslosigkeit beendeten. 781 neue Stellen wurden im Laufe des Monats angeboten.

Im Mittelbezirk (Geschäftsstelle Eutin und Umgebung) der Agentur für Arbeit Lübeck waren im März 2018 2.742 Arbeitslose gemeldet. Ihre Zahl ging um 234 (7,9 Prozent) gegenüber dem Vormonat und um 210 (7,1 Prozent) gegenüber dem Vorjahreswert zurück. Die Arbeitslosenquote betrug 6,2 Prozent (Vorjahr 6,7 Prozent). Es meldeten sich 593 Personen arbeitslos, während gleichzeitig 818 Personen ihre Arbeitslosigkeit beendeten. 181 neue Stellen wurden im Laufe des Monats angeboten. Ausbildungsmarkt

Seit Beginn des Beratungsjahres im Oktober 2017 nahmen 1.887 Bewerber/innen die Ausbildungsvermittlung der Agentur für Arbeit Lübeck in Anspruch. Das waren 241 weniger als im letzten Jahr. 1.143 (-190) Jugendliche suchten zum Halbjahr Ende März noch eine Stelle.

Von den Betrieben wurden 3.251 Ausbildungsstellen angeboten. Das waren 356 Stellen mehr als im Vorjahr. Davon waren Ende März 2018 noch 2.213 (+180) offen. Rechnerisch kamen damit 1,7 (Vorjahr 1,4) noch offene Ausbildungsstellen auf einen unversorgten Bewerber/in.

Gute Chancen gibt es zum Beispiel noch in Fertigungsberufen wie Elektroniker/in oder Mechatroniker/in, in Ernährungsberufen wie Bäcker/in, Fleischer/in oder Koch/Köchin, im Hotel- und Gastgewerbe wie Hotelfachmann/-frau, Restaurantfachmann/-frau, Fachmann/-frau für Systemgastronomie oder Fachkraft im Gastgewerbe, in Dienstleistungsberufen wie Verkäufer/in, Kaufmann/-frau im Einzelhandel, Groß- und Außenhandel, Versicherungen und IT-Systemkaumann/frau, in Bauberufen wie Maurer/in, Tiefbaufacharbeiter/in, Straßenbauer/in oder Analgenmechaniker/in Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik sowie in Gesundheitsberufen wie Altenpfleger/in oder Gesundheits- und Krankenpfleger/in.

„Wer flexibel ist, hat sehr gute Chancen im Herbst mit einer Ausbildung zu beginnen. Neben den bekannten Berufen gibt es noch viele andere interessante Ausbildungsmöglichkeit, an die oft gar nicht gedacht wird, wie zum Beispiel Bauten- und Objektbeschichter/in, Glaser/in oder Packmitteltechnologe/in, um nur einige zu nennen. Aber auch Unternehmen sollten flexibel sein und einen zweiten Blick wagen, um keinen Ausbildungsplatz unbesetzt zu lassen. Bei Bedarf können wir zum Beispiel mit ausbildungsbegleitenden Hilfen oder der Assistierten Ausbildung - unserem kostenfreien Angebot an zusätzlichem Unterricht und sozialpädagogischer Begleitung - unterstützen. Gerne informieren wir Betriebe zu den Möglichkeiten“, bietet Dusch an.

Autor: Arbeitsagentur

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