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der 15. August 2018






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06.04.2018 09.55


Löschwasser soll die FF Warnsdorf-Häven retten

Die Freiwillige Feuerwehr Warnsdorf-Häven ist bedroht. Mit einer ungewöhnlichen Maßnahme versucht die Wehr, neue Mitglieder zu finden, berichtet "der Reporter".

Frank Wachtel, stellvertretender Wehrführer der Freiwilligen Feuerwehr Warnsdorf-Häven, Gemeindewehrführer Dennis Puls und Thomas Keller, Bürgermeister der Gemeinde Ratekau, schlagen Alarm: Die Freiwillige Feuerwehr Warnsdorf-Häven hat Existenzprobleme, da sie nur noch über 18 aktive Feuerwehrfrauen und -männer verfügt. Das bedeutet, dass die Wehr allein nicht mehr in der Lage ist, ihren Aufgaben nach dem Brandschutzgesetz in Warnsdorf, Häven und Wilmsdorf nachzukommen. "Schlimmstenfalls müsste sich bei keinen Neueintritten die Feuerwehr auflösen", berichten Wachtel, Puls und Keller.

Die Leistungsfähigkeit einer Feuerwehr wird danach beurteilt, ob Einsatzmittel, Hilfsfrist und Einsatzkräfte zeitgleich erfüllt werden. "Das Gefahrenpotential im Ausrücke-Bereich der Freiwilligen Feuerwehr Warnsdorf-Häven ist durch die ortsansässigen Hotel- und Gaststättenbetriebe, die Klinik Schloss Warnsdorf, das Erlebnisdorf und die reetgedeckten Bebauungen sehr hoch. Deshalb ist es gerade in Warnsdorf-Häven so wichtig, über eine ­leistungsfähige, gut aufgestellte Feuerwehr zu verfügen", heißt es.

Um die eigentlich notwendige Anzahl von 27 aktiven Mitgliedern zu erreichen, hat die Feuerwehr Warnsdorf-Häven gemeinsam mit der Gemeinde Ratekau eine groß angelegte Werbekampagne gestartet, die in drei Schritten gegliedert ist. "Wir starten jetzt unsere Mitgliederwerbung mit der Hoffnung, neue Mitglieder zu gewinnen", berichtet Frank Wachtel als amtierender Ortswehrführer.

Die Gemeinde hat bereits alle Bürgerinnen und Bürger zwischen 17 und 50 Jahre der Ortschaften Warnsdorf, Häven und Wilmsdorf angeschrieben und über die Situation informiert. In dem Schreiben, das von Frank Wachtel, Dennis Puls und Thomas Keller unterzeichnet ist, heißt es unter anderem: "Sie werden von Ihren Nachbarn im Ernstfall gebraucht, wie auch Sie im Einsatz bei Ihnen zu Hause auf Ihre Nachbarn vertrauen."

In dem Brief wird unter anderem über die Arbeit der Feuerwehr und die derzeitige Lage informiert: "Die Aufgabe der Freiwilligen Feuerwehr Warnsdorf-Häven ist es, den Brandschutz in Ihrem Wohnbereich sicherzustellen, sowie die technische Hilfeleistung bei Verkehrs- und anderen Unfällen, Sturmschäden, Starkregenfällen und der Wasserrettung Hilfe zu leisten. Dieses ist heute allein durch die Freiwillige Feuerwehr Warnsdorf-Häven leider nicht mehr möglich. Die Freiwillige Feuerwehr Warnsdorf-Häven erhält zwar hierzu die Unterstützung der anderen Feuerwehren der Gemeinde, die allerdings nicht immer in der Hilfsfrist zur Verfügung stehen."

"Der zeitliche Umfang der Übungsabende in der Freiwilligen Feuerwehr Warnsdorf-Häven ist mit zwei Übungsabenden pro Monat überschaubar, wobei selbstverständlich Rücksicht auf berufliche und private Termine genommen wird", so Frank Wachtel.

Die Mitgliedschaft in der Feuerwehr ist übrigens für alle Feuerwehrangehörigen kostenlos. "Die persönliche Ausrüstung wird von der Gemeinde Ratekau zur Verfügung gestellt und während des Feuerwehrdienstes ist man selbstverständlich unfallversichert", ergänzt Bürgermeister Thomas Keller.

"Die Freiwilligen Feuerwehren bieten Lebensqualität, eine verlässliche Gemeinschaft und eine Vielzahl von Weiterbildungsmöglichkeiten. Menschen in Not zu helfen, schafft neuen Lebenssinn, Selbstwert und Motivation", wirbt Gemeindewehrführer Dennis Puls. "Und wenn man während der Arbeitszeit an einem Feuerwehreinsatz teilnimmt, entstehen ebenfalls keine finanziellen Nachteile, da die Arbeitgeber bei einer Freistellung für einen Feuerwehreinsatz eine Verdienstausfallentschädigung erhalten."

Um auf die personelle Not hinzuweisen, haben die Kameradinnen und Kameraden der Feuerwehr Warnsdorf-Häven in der vergangenen Woche angefangen, "Löschwasser"-Flaschen an die Haushalte in Warnsdorf, Häven und Wilmsdorf zu verteilen. "Unsere drei Ortschaften dürfen nicht zu einer feuerwehrarmen Zone gehören", so Frank Wachtel, der sich ausdrücklich bei der Feuerwehr Ratekau bedankt, die die Flaschen gespendet hat. Einen weiteren Dank richtet die Feuerwehr Warnsdorf-Häven an die Feuerwehr Luschendorf, die kleine Feuerlöscher als weiteres Werbematerial gespendet hat. "Ein großes Dankeschön geht aber auch an die Gemeinde Ratekau und das zuständige Ordnungsamt für die Unterstützung unserer Aktion zur Mitgliedergewinnung", so der amtierende Warnsdorfer Wehrführer.

In einem nächsten Schritt wird von der Gemeinde Ratekau ein Flyer – nach der Vorlage der Feuerwehren Ratekau und Sereetz – entworfen und in den drei betroffenen Ortschaften verteilt. Mit diesem Flyer erfolgt auch die Einladung zu einem Mitmach-Tag, der am Samstag, dem 21. April, ab 11 Uhr im Feuerwehrgerätehaus in Warnsdorf stattfindet. "Die Flaschen und Flyer werden an alle verteilt, die auch den Infobrief der Gemeinde erhalten haben", berichtet Frank Wachtel, der auf einen Erfolg der Aktion hofft. "Es sind aber natürlich alle aufgefordert, aktives Mitglied unserer Wehr zu werden."

Autor: reporter/red.

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