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Dienstag,
der 24. April 2018





Lübeck Erleben

DGB: Weniger Chancen für Langzeitarbeitslose

Immer weniger Langzeitarbeitslose in der Hansestadt Lübeck finden einen neuen Arbeitsplatz, obwohl sich der Arbeitsmarkt in der Stadt weiterhin günstig entwickelt. In den letzten zwölf Monaten konnten nur noch 648 Personen eine neue Arbeit aufnehmen und so ihre Langzeitarbeitslosigkeit beenden.

Im gleichen Zeitraum ein Jahr zuvor waren es noch 745 Personen. Die Zahl der Arbeitsaufnahmen ging somit um ganze 13 Prozent zurück. Auf diese Fehlentwicklung weist der Deutsche Gewerkschaftsbund nach einer Auswertung von regionalen Daten der Bundesagentur für Arbeit hin.

"Die frohen Botschaften vom Arbeitsmarkt in Lübeck täuschen darüber hinweg, dass die Spaltungen am Arbeitsmarkt immer tiefer werden. Die Chancen von Langzeitarbeitslosen auf einen Arbeitsplatz sind nochmals schlechter geworden", erklärt Sven Quirder, Vorsitzender des DGB-Stadtverbandes Lübeck. "Der Markt wird es nicht richten und das Problem der Langzeitarbeitslosigkeit nicht lösen. Notwendig ist ein beherztes Aktionsprogramm des Bundes, das Langzeitarbeitslosen auch hier in Lübeck neue Perspektiven eröffnet", fordert der Gewerkschafter, und weiter: "Jetzt kommt es darauf, dass die neue Bundesregierung die versprochenen Hilfen für Langzeitarbeitslose zügig und vor allem in guter Qualität einführt, damit diese dann hier vor Ort umgesetzt werden können."

Als langzeitarbeitslos gilt, wer ein Jahr und länger arbeitslos ist. In Lübeck sind aktuell 3.284 Personen bei der Arbeitsagentur und dem Jobcenter als Langzeitarbeitslose registriert.

Der DGB-Stadtverband Lübeck kritisiert vor allem, dass Arbeitslose, die Hartz-IV-Leistungen erhalten, bisher nicht ausreichend gefördert würden. "Solange die knappen Haushaltsmittel vor allem dazu verwendet werden zu fordern und nicht das Fördern – und zwar des jeweiligen Menschen und seiner Stärken – im Mittelpunkt steht, wird das nichts", beklagt Sven Quirder. Von 100 Arbeitslosen im Hartz-IV-System erhalte in Schleswig-Holstein nur knapp einer eine Weiterbildung, die zu einem Berufsabschluss führe. In der Arbeitslosenversicherung sei der Anteil der Personen in solchen Bildungsmaßnahmen drei Mal höher. Diese Quoten sind im bundesweiten Vergleich unterdurchschnittlich. "Wir müssen dieses Zwei-Klassensystem in der Arbeitsförderung endlich überwinden. Bildungsmaßnahmen müssen ausgebaut werden, damit Abschlüsse nachgeholt werden können und neue Perspektiven eröffnet werden", fordert der DGB-Stadtverbandsvorsitzende weiter.

Der DGB begrüßt, dass die neue Bundesregierung zusätzliche Arbeitsplätze für Langzeitarbeitslose in einem so genannten "Sozialen Arbeitsmarkt" schaffen und dafür vier Milliarden Euro bereitstellen will. Entscheidend sei jedoch die Umsetzung. Anders als bei den "1-Euro-Jobs" dürfe es nicht um drittklassige Arbeitsverhältnisse gehen sondern um Gute Arbeit. "Vormals Arbeitslose erleben soziale Teilhabe nur dann, wenn sie etwas Sinnvolles tun, einen ordentlichen Arbeitsvertrag haben und einen Lohn bekommen, der sie unabhängig von Hartz IV macht", erläutert Sven Quirder.

Sven Quirder fordert eine bessere Förderung bei langer Arbeitslosigkeit.

Sven Quirder fordert eine bessere Förderung bei langer Arbeitslosigkeit.


Text-Nummer: 121406   Autor: DGB   vom 11.04.2018 13.13

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