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HL-live.de

Mittwoch,
der 25. April 2018






Engholm Rede: Was die Welt zusammenhält

Vor einer Woche übertrug der Offene Kanal den vollständigen Engholm Jazzgottesdienst in St. Stephanus. HL-live.de Pastor Heinz Rußmann fasst in seinen Gedanken zum Wochenende die Rede des ehemaligen Ministerpräsidenten zusammen.

Heute möchte ich seine interessante und tiefschürfende Rede noch einmal so für Sie rekonstruieren so gut es geht. Meine Rekonstruktion nach dem Gehör ist unvollkommen, aber zeigt doch das Wesentliche.

Engholm am 25. März gegen 11.30 Uhr von der Kanzel der St. Stephanus Kirche:

Wenn wir richtig rechnen, versuche ich heute zum zwanzigsten Mal hier im Jazzgottesdienst was Geistreiches zu sagen. Eine nicht leichte Aufgabe, wenn man kein Pastor ist. Herr Rußmann hat in der Begrüßung des OzD Chors gern erinnert an die Oberschule zum Dom und an das Johanneum.

Also fangen wir doch mit gymnasialen Schulerinnerungen an. Erinnern wir uns doch an Goethe, von dem mein Rede-Thema stammt. In seinem Drama Faust sagt er: Habe nun Philosophie und ach Theologie studiert mit heißem Bemühn um zu erkennen, was die Welt im Innersten zusammenhält, und sehe dass wir nichts wissen können. Habe mich nun der Magie ergeben. Da steh ich nun, ich armer Tor, und bin so klug als wie zuvor. Im ersten Teil des Dramas scheitert Faust an der Frage ohne eine Antwort.

In zweiten Teil des Faust sieht er, dass Liebe und Hass die Welt im Innersten zusammenhalten. Sie konkurrieren miteinander. Später kommt er darauf, dass Gerechtigkeit eine Gesellschaft zusamenhält. Keine Gesellschaft ohne Gerechtigkeit. Im Egmont hält die Freiheit die Welt zusammen. Ich entfalte frei meine Fähigkeiten. Wichtig ist, dass ich meine Freiheit für das Gemeinwohl einsetze und nicht für den Egoismus und persönlichen Vorteil.

Später kommt Goethe darauf, dass Bildung und Aufklärung die Welt zusammenhalten. Nur dadurch können wir immer besser und wahrheitsgemäßer erkennen, was in unserer Welt gespielt wird. Zu bedenken ist, dass Goethe kein bekennender Christ ist, sondern eher ein Pantheist und Neuhumanist. Er findet Gott in der Natur und die Natur in Gott.

Trotzdem kennt sich Goethe in der Bibel aus. Vieles hat er der Bibel entnommen und folgt Jesus. Die Liebe ist das Zentrum. Schon Faust hat große Sehsucht nach Liebe. Goethe hat mit der zentralen Liebe Jesu in der Bibel viel gemeinsam. Die Arbeiter im Weinberg werden mit Liebe entlohnt. Freiheit darf nicht entzweien. In der Bergpredigt heißt es zentral: Du sollst Deinen Nächsten lieben, auch den Fremden und gar Feind. Im ersten Korinther-Brief des Paulus gibt es das Hohelied der Liebe im 13. Kapitel. Die Liebe ist langmütig und freundlich, sie bläht sich nicht auf, sie sucht nicht das ihre. Alle eure Dinge lasst in der Liebe geschehen. ... Nun aber bleiben Glaube, Liebe, Hoffnung. Die Liebe ist die größte unter ihnen.

Aus der Liebe folgt auch die Friedfertigkeit. Die gerne zerstörend streiten sind allemal Toren. Ein aktuelle Torheit verbreitet gerade Präsident Trump. Weil es Attentate auch in Schulen gibt, sollen die Lehrer mit Maschinen-Pistolen vor ihre Klasse treten.

Johannes Rau, der frühere Ministerpräsident hat allen Menschen empfohlen, das Neue Testament zu lesen. Dann verstehen wir, was dem Frieden dient. Und der Prophet Micha formuliert: Es ist dir gesagt, Mensch, was gut ist und was der Herr von dir fordert, nämlich Gottes Wort halten und Liebe üben und demütig sein vor deinem Gott.

Heute gilt: Nur christliche und neu-humanistische Ethik hat Zukunft für unsere Welt! Das steht schon an unserem Holstentor seit Jahrhunderten. Concodia domi, foris pax. Eintracht drinnen, Friede draußen. Wir haben ja einen neuen Stadtpräsidenten. Er will neue Impulse setzen und wie schon der Prophet Jeremia forderte: Der Stadt Bestes tun! Nicht nur kritisieren. Wenn wir uns nicht alle einbringen durch Einsatz, Versammlungen besuchen, diskutieren und helfen, verwelkt womöglich unsere Demokratie. Platon hat schon gesagt: die sich für zu klug halten sich einzubringen in das Gemeinwohl, müssen erleben, dass sie regiert werden von Menschen, die dümmer sind als sie selbst.

Damit in Zukunft alles zusammenhält im Innersten, müssen wir uns einbringen für das Gemeinwohl. Rühren wir uns in Zukunft stärker als bisher!

Dieser Rede von Björn Engholm können wir uns doch mit Zustimmung und mit Dank gern anschließen.

Eine erfreuliche Woche wünscht Ihnen
Ihr HL-live.de Pastor Heinz Rußmann

An diesem Sonntag, 15. April, lade ich Sie herzlich ein zum Gottesdienst um 10 Uhr mit meiner Predigt in der St. Gertrud Kirche am Stadtpark.

Heinz Rußmann predigt am Sonntag in St. Gertrud.

Heinz Rußmann predigt am Sonntag in St. Gertrud.


Text-Nummer: 121461   Autor: red.   vom 14.04.2018 11.06

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