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VfB zwingt Hannover in die Knie

Es war ein Spiel mit allem, was die Lohmühle in Wallungen bringt. Großer Kampf, schöne spielerische Momente, ein Schiedsrichter, der auf seinem Weg in die Regionalliga schon bessere Tage gehabt haben muss, Chancen in Hülle und Fülle – und am Ende einen verdienten 1:0-Sieger VfB Lübeck.

In die Lübecker Startelf kehrten Andreas Gomig, der zuletzt gesperrte Daniel Halke, Aleksander Nogovic, Nico Löffler und Stefan Thelen zurück. Dennis Wehrendt, Joshua Gebissa, Dennis Hoins und Moritz Marheineke erhielten hingegen zum Ende der Englischen Woche eine Pause. Der zuletzt erkrankte Yannick Deichmann stand wieder im Kader, nahm zunächst aber auf der Bank Platz.

Der VfB begann stark, doch Cemal Sezer brachte den Ball bei seinem Fallrückzieher-Versuch nach Thelens Flanke noch nicht aufs Tor (4.). Dies gelang Gary Noel zehn Minuten später per Kopf, Sündermanns starke Reaktion verhinderte aber den ersten Einschlag (14.). Isitans Flachschuss parierte Hannovers Schlussmann ebenfalls (33.), Sezer begeisterte zudem mit drei brandgefährlichen Freistößen, zwei davon ans Aluminium (45./55.), einer knapp vorbei die 1054 Fans (29.). Sie jubelten schließlich ausgelassen, als Daniel Halke den Ball aus kurzer Distanz über die Linie drückte – immerhin, die Tormusik spielte, Schiedsrichter Marco Scharf hatte schon zur Mitte gezeigt. Lediglich ein Hannoveraner protestierte beim Linienrichter, bekam in der Folgezeit Unterstützung seiner Kollegen und fand zusätzliches Gehör beim hinauseilenden Schiedsrichter. Nach kurzem Austausch mit seinem Assistenten entschied Scharf in seinem siebten Regionalligaspiel zur Verwunderung aller auf Abseits.

Weiter gings, inzwischen brannte das stimmungserhellende Flutlicht, der VfB agierte mit Wut im Bauch und der Unterstützung der Fans im Rücken. Sie mussten sich jedoch zunächst wieder über den Unparteiischen wundern, der den bereits gelbverwarnten Demir nach einem weiteren rustikalen Einsteigen nochmal vom Haken ließ – 96-Trainer Mike Barten hatte die Not hingegen erkannt, nahm seinen Schützling vom Platz und schützte ihn vor einer Ampelkarte.

Diese folgte dann acht Minuten nach dem Seitenwechsel, Leittragender dieser nach Konzessionsentscheidung riechenden Gelb-Roten Karte war Maurice Hehne, der erst unmittelbar vor dem Pausenpfiff erstmals verwarnt wurde (53.). Kurz zuvor hatte Hannover das letzte Lebenszeichen für lange Zeit gezeigt, als Baller die Kugel an den Pfosten ballerte (51.). Bis zum Ernst-Kopfball fünf Minuten vor dem Ende, den Gommert erstklassig aus dem Winkel fischte (85.), dominierte einzig der VfB das Geschehen. Hoins aus fünf Metern (78.), Noel aus der Distanz (80.), der eingangs beschriebene Pfosten-Freistoß von Sezer, viele Ecken, tolle Kombinationen, beherzte Grätschen. Und letztlich sollte doch noch der Ball über die Linie gehen, der zwölf Minuten zuvor eingewechselte Deichmann hatte den Ball mit absolutem Willen über die Linie gedrückt.

Die knappe Führung konnte der VfB über die Zeit bringen – am Dienstag geht es gegen den SSV Jeddeloh (19 Uhr) weiter.


Text-Nummer: 121472   Autor: VfB   vom 14.04.2018 22.33

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