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Sonntag,
der 27. Mai 2018






Armutskonferenz: Wie kann Kommunalpolitik helfen?

Die Akteure von Caritas, DGB, Jobcenter Lübeck, der Paritätische, dem Lübecker Frauenbüro, AWO und dem Forum für Migranten hatten am Mittwochabend zu ihrer 12. Lübecker Armutskonferenz diesmal Kandidaten zur Kommunalwahl am 6. Mai eingeladen.

"Viel, was Armut verhindert, muss auf Bundes- oder Länderebene geschehen", so Dorothee Martini von der Lücker Caritas. "Mit der Lübecker Armutskonferenz wollen wir aufzeigen und unterstützen, was vor Ort, hier konkret getan werden kann." Praktisch umzusetzende Vorschläge zu den drei Themenfeldern Bildungsarmut, Erwerbsarmut und Altersarmut waren deshalb erarbeitet worden, um sie mit den politischen Vertretern zu diskutieren.

Moderatorin Kathrin Bohlmann hatte die Aufgabe, die eingeladenen Gäste, nicht nur alle gleichermaßen zu Wort kommen zu lassen, sondern ihnen auch konkrete Aussagen zu entlocken: "Was will Ihre Partei konkret in Lübeck tun, um Armut zu verhindern beziehungsweise abzumildern?" Knapp 100 Interessierte waren ins Haus der Begegnung gekommen, um zu erfahren, was die PolitikerInnen konkret für Lübeck umsetzen wollen.

"Endlich die Jugendberufsagentur ins Laufen bringen" - da waren sich die Vertreter von SPD, CDU, Grünen, Unabhängigen, GAL, Linken, FDP und BfL weitgehend einig. Auch die Forderung der Veranstalter nach einem Lübecker Teilhabekonzept für Senioren (analog dem Bildungs- und Teilhabepaket für Kinder) stieß bei den Gästen auf breite Zustimmung.

Ob und wie eine öffentlich geförderte Beschäftigungsgesellschaft aussehen könne - darüber gingen die Meinungen auseinander.

Juliane Hoffmann, Regionsgeschäftsführerin des DGB, äußerte sich zufrieden zur Veranstaltung: "Es gibt ein großes Interesse und auch ganz konkrete Ideen der Parteien und Wählergemeinschaften, wie durch Lübecker Maßnahmen Armut möglichst verhindert oder verringert wird. Unsere Forderungen, die Ansätze der Parteien und die vom Publikum eingebrachten Anregungen werden wir bündeln - und die neue Bürgerschaft in ihrer praktischen Arbeit daran messen."

Knapp 100 Zuschauer verfolgten die Diskussion. Foto: Jobcenter

Knapp 100 Zuschauer verfolgten die Diskussion. Foto: Jobcenter


Text-Nummer: 121587   Autor: Jobcenter/red.   vom 19.04.2018 16.16

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