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Donnerstag,
der 20. September 2018






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19.04.2018 22.17


Hochschulen: LübeckHoch3

Mit innovativen neuen Projekten wollen die Universität zu Lübeck, die Fachhochschule Lübeck und die Musikhochschule Lübeck die Bindung von Forschung und Lehre an die Hansestadt stärken. Das Programm "LübeckHoch3" wird die Stadt der Wissenschaft fortsetzen.



Im Rahmen des Jahresempfangs der Universität im Center of Brain, Behavior and Metabolism (CBBM) haben die Präsidien der Hochschulen am Donnerstagabend vor rund 350 Gästen die Leitlinien des Projekts "LübeckHoch3" vorgestellt. Weiterer Schwerpunkt waren "Exzellenz & Rankings". Forscherinnen und Forscher sowie auch Studierende wurden außerdem für herausragende Leistungen geehrt.

Festredner des diesjährigen Jahresempfangs der Universität war der Geschäftsführer des gemeinnützigen Centrums für Hochschulentwicklung (CHE) Professor Frank Ziegele. Ziegele setzte sich kritisch mit Rankings auseinander. "Das Streben nach Exzellenz im Hochschulsystem ist eine wichtige Triebfeder für Forschungsleistung. Es birgt aber die Gefahr, dass alle sich am Goldstandard der Oxfords und Harvards orientieren, dadurch Profilvielfalt verloren geht und wichtige Aufgaben von Universitäten, zum Beispiel das regionale Engagement und der Wissenstransfer, vernachlässigt werden", so Ziegele. Er empfahl der Universität, Exzellenz eigenständig zu definieren und in Forschung und Lehre umzusetzen.


Ministerpräsident Daniel Günther überbrachte seine Grüße virtuell.

Diesen Aspekt griff die Präsidentin der Universität Professorin Gabriele Gillessen-Kaesbach bei der Erläuterung des neuen Gemeinschaftsprojekts LübeckHoch3 auf: "Mit LübeckHoch3 wollen wir die Exzellenz der Wissenschaftsprofile aller drei Hochschulen sowie die künstlerische Exzellenz der Musikhochschule in die Hansestadt tragen. Und zwar so, dass alle davon profitieren, mit neuen modernen interaktiven Projekten. Ein Projekt, das mir besonders am Herzen liegt, sind die Maxi-Master, ein neues Wissenschaftsformat, das ältere und junge Menschen gemeinsam in der Hansestadt an die Hochschulen binden soll. Insgesamt greifen wir den außerordentlich positiven Schub auf, den das Jahr 2012 Lübeck als ‚Stadt der Wissenschaft‘ gegeben hat, und führen ihn in erneuerter Form fort."

Die Präsidentin der Fachhochschule Lübeck, Dr. Muriel Helbig gab auf dem Jahresempfang den Überblick über das Vorhaben: "Wir denken in drei Projektlinien: ‚Nachwuchs begeistern’ ist ein Angebot an Schulen und Kindergärten. Hier wollen wir beispielsweise gemeinsame Infotage an Schulen durchführen oder bestehende Angebote des Junior-Campus und der MiniMaster weiterentwickeln. Mit ’Gesellschaft bewegen’ werden wir mit den Bürgerinnen und Bürgern in einen Dialog treten und Themen diskutieren, die uns auch in der Wissenschaft umtreiben. Und in der dritten Projektlinie mit dem Arbeitstitel ‚Wirtschaft stärken’ werden wir das Zusammenspiel Wissenschaft und Wirtschaft weiter intensivieren – über Altbewährtes wie den gemeinsam mit der IHK durchgeführten Karrieretag genauso wie über neue Formate. Für alle Interessierten wird es eine Anlaufstelle auf der Altstadtinsel geben."

Professor Rico Gubler, Präsident der Musikhochschule Lübeck ergänzt: "Wir werden uns in allen drei Projektlinien von LübeckHoch3 einbringen. Musik und Kultur sind ein wichtiges Bindeglied zwischen Forschung, Lehre und Bürgergesellschaft. Wir leisten gerne einen Beitrag, um die Stärken der Hochschulen im Interesse für eine nachhaltige positive Entwicklung der Hansestadt zu transportieren."

Noch vor der Sommerpause soll das Gesamtkonzept LübeckHoch3 mit allen Projekten mit der Hansestadt, der Wirtschaft und den gesellschaftlichen Institutionen abgestimmt sein und der Öffentlichkeit präsentiert sowie die Finanzierung bei den Stiftungen beantragt werden. Im Herbst soll LübeckHoch3 starten.

Abgerundet wurde der Jahresempfang der Universität zu Lübeck mit Auszeichnungen und Ehrungen: Professor Diedrich Dieckhoff erhielt die Ehrennadel der Universität für seine Verdienste um den Aufbau des Fachs Allgemeinmedizin und den Einsatz für den Verein Alumni, Freunde und Förderer der Universität.

Der mit 10.000 Euro dotierte Thomas-Fredenhagen-Preis der Kaufmannschaft zu Lübeck, in diesem Jahr für Schutzrechtsentwicklung und Patente, ging an das Institut für Neuro- und Bioinformatik, Professor Thomas Martinetz und Professor Erhardt Barth.



Den Hendrik-Lehnert-Preis für besonderes studentisches Engagement erhielten das Projekt "Future E.D.M." für eine Gesundheitskampagne im Senegal sowie der Student Philip Queßeleit für seinen Einsatz in der Gremienarbeit.

Im Original-Ton am Ende des Textes hören Sie ein Interview mit Uni-Präsidentin Gabriele Gillesen-Kaesbach.

Autor: Uni/red.

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