Please enable JavaScript!
Bitte aktiviere JavaScript!
S'il vous plaît activer JavaScript!
Por favor,activa el JavaScript!
antiblock.org

HL-live.de

Dienstag,
der 20. November 2018






+++ HL-live.de - Archiv +++

27.04.2018 14.56


Theater Lübeck: Neuer Spielplan, alte Sorgen

Eine gute Mischung aus Repertoire und Neuem, gegenwartsbezogene Themen in neuem oder älterem Gewand – Viele Aspekte des Lebens will das Theater Lübeck in der Saison 2018/19 ansprechen. Einzelheiten wurden am Freitag der Presse mitgeteilt. Dabei kam auch die Finanzlage nach den jüngsten Tarifbeschlüssen zur Sprache.

Künstlerisch und auch wirtschaftlich sei 2017 ein außerordentlich erfolgreiches Jahr gewesen, betonte der Geschäftsführende Theaterdirektor Christian Schwand. Dennoch sei die wirtschaftliche Lage angespannt wie seit langem nicht mehr. Durch die Erhöhung des Mindestlohns kurz vor der Landtagswahl 2017 habe man seit Juni einen harten Sparkurs gefahren. Auf diese Weise konnte das Minus durch höhere Einnahmen bis auf einen geringen Betrag aufgefangen werden.

Schwandt: "Wir werden in Zukunft durch die Erhöhung der Tariflöhne zum 1. März 2018 und zum 1. April 2019 mit den uns zur Verfügung gestellten Mittel nicht mehr auskommen können." Auch Aufsichtsratsvorsitzender Peter Petereit betonte, dass man über den Finanzausgleich mit dem Land reden müsse. Die Eintrittspreise dauernd zu erhöhen, sei nicht die Lösung. Auch der Normalbürger, nicht nur eine finanzielle Elite, müsse sich das Theater leisten können.

Im Jahr 2017 besuchten 179.200 Menschen das Lübecker Theater. Darunter seien fast 50.000 Schüler und Jugendliche gewesen. Im Vergleich zu anderen Häusern sei das ein herausragendes Ergebnis. Die gute Arbeit der Theaterpädagogik trage hier Früchte. 600 Schüler-Abos seien nicht selbstverständlich.

Schwandt zog Vergleiche mit anderen Häusern im Norden. Rostock habe bei ungefähr gleichen finanziellen Möglichkeiten deutlich weniger Zuschauer gehabt. Kiel habe einiges mehr an Besuchern, aber auch zwölf Millionen Euro mehr zur Verfügung. Das Theater Lübeck erhielt 2017 vom Land 10,5 Millionen, von der Stadt 9,1 Millionen Euro. Die Einnahmen aus dem Kartenverkauf beliefen sich auf 3,1 Millionen, Spenden auf 400.000 Euro, sonstige Einnahmen auf knapp eine halbe Million Euro.

Zum neuen Spielplan: Im Schauspiel wird es acht Neueinstudierungen geben. Hinzu kommt als Nummer Neun das Weihnachtsmärchen. Außerdem gibt es zehn Wiederaufnahmen. Das Musiktheater wartet mit acht Produktionen auf, darunter eine konzertante Aufführung. Sechs Werke werden aus der laufenden Spielzeit in die neue Saison übernommen.

Zu der relativ hohen Zahl der Wiederaufnahmen sagte Christian Schwandt, dies sei keine Sparmaßnahme. Vielmehr gebe es ungewöhnlich viele erfolgreiche Inszenierungen, die zum Teil nach Jahren immer noch ausverkauft sind. Es sei einfach zu schade, sie abzusetzen. Zu den Rennern in der Publikumsgunst zählen zum Beispiel die Musicals, aber auch ein schwieriges Stück wie "Szenen einer Ehe", das seit vier Jahren vor vollem Haus laufe.

Nach der Sommerpause hebt sich am 1. September zum ersten Mal der Premierenvorhang. Das Musiktheater eröffnet dann mit einer Operette von Paul Abraham, nämlich "Ball im Savoy". Das Stück wurde kurz vor dem Zweiten Weltkrieg in Berlin geschrieben, der Komponist von den Nazis zur Flucht in die USA getrieben, seine Werke in Deutschland verboten. "Ball im Savoy" erlebt zumindest in der Neufassung seine Lübecker Erstaufführung.

Weiter im Musiktheater: "Der Freischütz" von Carl Maria von Weber, "Werther" von Jules Massenet, "Boris Godunow" von Modest Mussorgsky, "A Quiet Place" von Leonard Bernstein, "Don Giovanni" von Wolfgang Amadeus Mozart, "La Traviata" von Giuseppe Verdi und – als konzertante Produktion – "Das Wunder der Heliane" von Erich Wolfgang Korngold.

Das Schauspiel startet am 7. September in den Kammerspielen mit einem immer gegenwärtigen Stück von Ödön von Horvath "Glaube, Liebe, Hoffnung". Im September, und zwar ab 14., zieht das Schauspiel, das in der elften Saison von Pit Holzwarth verantwortet wird, ins Große Haus. Zu sehen ist eine Bühnenfassung des Romans "Berlin Alexanderplatz" von Alfred Döblin.

Weitere Produktionen: "Dogville" von Lars von Trier, "Das Prinzip Nosferatu oder Tanz der VampirInnen“ von Sivan Ben Yishai als Uraufführung, "Ronja Räubertochter" von Astrid Lindgren als Weihnachtsstück, "Caligula" von Albert Camus, "Die Dreigroschenoper" von Bertolt Brecht, "Istanbul" von Selen Kara, Torsten Kindermann und Akin E. Sipal, "Drei Schwestern" von Anton Tschechow. Das Spielplanheft ist ab sofort im Theater Lübeck erhältlich.

Autor: TD

Aus rechtlichen Gründen können wir Bilder nicht mehr zur Verfügung stellen.


HL-live.de Flohmarkt

Nachrichten:
Polizei & Feuerwehr
Stadtgeschehen
Politik
Kultur & Theater
Wirtschaft
Sport
Veranstaltungskalender

Service:
Flohmarkt
Wetter
Notdienste
Stadtplan
Archiv
RSS und App
Newsletter

Werbung

Kontakt:
Meldung schicken
Veranstaltungs-Tipp
Impressum
Nutzungsbedingungen
Datenschutz








Zur Ansicht für Mobiltelefone wechseln.