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Dienstag,
der 21. August 2018






Bruckner in der MuK: Auf dem Mount Everest

Ein groß besetztes Werk steht auf dem Programm des 7. Sinfoniekonzertes des Philharmonischen Orchesters der Hansestadt Lübeck, die achte Sinfonie von Anton Bruckner. Am Pult in der MuK stand am Sonntagmittag Ryusuke Numajiri, bis Ende der Spielzeit 2016/17 Generalmusikdirektor (GMD) in Lübeck. Am Montagabend wird das Konzert wiederholt.

"Hoch auf den höchsten Höh'n" lautet das Motto auf der Titelseite des Programmhefts. Bruckners c-Moll-Sinfonie wird gern mit schmückenden Titeln versehen. Man nannte sie das sinfonische Gipfelwerk des ausgehenden 19. Jahrhunderts. Oder den Mount Everest unter den Sinfonien der Romantik.

Unter Fachleuten wird gern darüber gestritten, wie schnell oder langsam man die vier Sätze spielen sollte. Die Länge der Tonträger variiert zwischen 80 und 100 Minuten. Ex-GMD Numajiri ist für zügige bis flotte Tempi bekannt. Er kommt in der MuK jedenfalls mit der Mindestangabe von 80 Minuten aus.

Das Lübecker Orchester hat als sogenanntes B-Orchester nur eine Stärke von 65 bis 66 Musiker. Bruckner gewaltigste Sinfonie aber braucht mehr Mitwirkende. So hatten hauptsächlich Studierende der Musikhochschule Gelegenheit zur Mitwirkung und um Erfahrungen zu sammeln. Mehr als 80 Instrumentalisten saßen auf dem Podium. Das konzentriert und ruhig mitgehende Publikum erlebte alles in allem einen kraftvollen, erdfesten Bruckner.

Die gewaltige Architektur der Themen schon des ersten Satzes war klar zu erleben, wobei die Themenwiederholungen deutlich herausgearbeitet wurden. Stürmisch ging Numajiri auch das Scherzo an; mit fast lieblichen Episoden im Trio. Auch der lange, langsame Satz, das Adagio, kam betont wuchtig und kraftvoll, in weit ausschwingenden Melodiebögen und ruhigen Stellen von Einzelstimmen.

Als Sturmangriff begann der Schlusssatz, nicht nur feierlich, wie der Komponist vorgeschlagen hatte. Das Orchesters folgte den Intentionen seines einstigen Chefs und lieferte eine große Leistung ab. Wunderbar, zum Beispiel, im Adagio das tiefe Blech. Aber auch schmetternde Trompeten und satter Klang der Hörner konnten sich hören lassen. Dazu der volle Klang des großen Streicherapparates. Das Publikum am Sonntag feierte die Musiker mit lang anhaltendem Beifall. Die Wiederholung am Montag beginnt um 19.30 Uhr. Karten sind noch an der Abendkasse erhältlich.

Ryusuke Numajiri, bis 2017 Generalmusikdirektor in Lübeck, leitete das Orchester. Foto: TD

Ryusuke Numajiri, bis 2017 Generalmusikdirektor in Lübeck, leitete das Orchester. Foto: TD


Text-Nummer: 121829   Autor: TD   vom 29.04.2018 17.56

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