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Dienstag,
der 22. Mai 2018






Das Leben der Patti Smith: Wahrheit ist in allen Dingen

Sängerin, Songschreiberin, Autorin, Malerin, Fotografin: Das Multitalent Patti Smith ist in die Lübecker Kammerspiele eingezogen. "Wahrheit ist in allen Dingen" nennt Schauspieldirektor Pit Holzwarth seine Revue über die US-Amerikanerin. Bei der Uraufführung am Sonnabend gab es am Schluss Standing Ovations.



Chaotisch wie das Leben der inzwischen 71-jährigen Punk-Ikone sieht die Bühne von Ausstatter Werner Brenner aus. Lange Fotostreifen, Negative und Positive, hängen wirr durcheinander vom Bühnenhimmel. Dazwischen ein halbes Dutzend Trittleitern, Lautsprecherboxen, Spulentonbandgeräte, Schreibmaschinen. Behausung, Atelier, Studio in einem.

Pit Holzwarth nennt seine Text- und Song-Collage einen Liederabend. Allerdings nicht im Sinne klassischer Zyklen wie "Die schöne Müllerin" oder "Winterreise". Er hat offenbar alles gelesen, was die Punkrockerin geschrieben hat. Darunter ist viel Biografisches. Und Patricia Lee Smith zog es schon als Teenager zumindest gedanklich in unbegrenzte Weiten. Mit 20 ging sie mittellos nach New York City.

Holzwarth spürt ihrem Leben nach, das nicht nur Erfolge, sondern viele Tiefen aufweist: Trennungen, Unfälle, der Tod des Ehemannes, schließlich der Entschluss, der Bühne und den Tourneen Ade zu sagen, weil der Auftritt in Arenen vor Zigtausenden keinen Kick mehr auslöst. Sie wurde der literarisch bewanderten Welt wieder ins Gedächtnis gerufen, als sie in Stockholm den Nobelpreis für Bob Dylan in Empfang nahm.

Pit Holzwarth als Regisseur stellt sechs Schauspieler auf die Bühne, drei Damen, drei Herren. Sie erzählen und singen aus dem Leben der "Godmother of Punk", die zur Grandmother, von der Patin zur Großmutter des Punkrock wurde. Sie spielen oft mit fliegendem Wechsel, sprechen oder singen, sich zeilenweise ablösend. Dazu rhythmische oder zuckende Bewegungen, eine perfekt abgestimmte Choreographie.

Rund eineinhalb Dutzend Songs sind zu erleben. Astrid Färber, Susanne Höhne, Johannes Merz, Henning Sembritzki, Will Workman und Sara Wortmann geben alles – mit vollem Stimm- und Körpereinsatz. Jede und jeder ist auch solistisch zu erleben. Dass zu dieser Musik eine gewisse Lautstärke gehört, wissen jüngere Semester, und ältere gewöhnen sich daran.

Im Hintergrund agieren fünf bewährte Bühnenmusiker um und mit Willy Daum, nämlich Urs Benterbusch, Jonathan Göring, Edgar Herzog und Peter Imig. Sie sind als Multi-Instrumentalisten zu hören, mit Gitarre, Banjo, Mundharmonika, Drums, Percussion, Saxofon, Flöte, Klarinette, Bass, Geige, Mandoline.

Die Arrangements sitzen perfekt, und da die sechs Darsteller nicht nur schauspielerische, sondern auch sängerische Fähigkeiten aufzuweisen haben, entstehen dichte, mitreißende Klänge; bis hin zum grandiosen "Gloria" am Schluss.

Das Premierenpublikum war hochzufrieden, erhob sich am Ende von den Sitzen und applaudierte. Die Zugabe-Rufe wurden natürlich erhört. Die nächsten Vorstellungen sind am 9., 25. und 30. Mai.

Bei der Premiere gab es Standing Ovations. Fotos: Falk von Traubenberg

Bei der Premiere gab es Standing Ovations. Fotos: Falk von Traubenberg


Text-Nummer: 122003   Autor: TD   vom 06.05.2018 08.38

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