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07.05.2018 08.54


Das Brahms-Festival variiert das Thema Fremde

Das Brahms-Festival 2018 der Musikhochschule Lübeck ist am Wochenende mit mehreren Veranstaltungen eröffnet worden. Im Mittelpunkt stand das Hochschulorchester, das drei Auftritte absolvierte, einmal in Neumünster, zweimal im Großen Saal der Hochschule. Bis zum 13. Mai bietet das Fest verschiedenste "Formate" innerhalb und außerhalb der Hochschule.

"Fremde" lautet in diesem Jahr das Motto. Damit ist nicht in erster Linie die Ausländerproblematik gemeint, sondern die Fremde, die Ferne. Gerade in der Romantik war das ein Gefühl, das insbesondere Künstler verband, dass der Mensch, der Nachdenkliche zumindest, sich oft wie in der Fremde fühlte. "Fremd bin ich eingezogen, fremd zieh ich wieder aus" heißt es in einem der bekanntesten Lieder von Franz Schubert.

Professor Wolfgang Sandberger macht sich im Programmheft Gedanken zu diesem Thema. Er weist darauf hin, dass neue, avantgardistische Musik durchaus Befremden hervorgerufen hat, dass andererseits die Oper aus der Ferne Impulse bezog, mit orientalischen und türkischen Klängen bei Mozart, aus Fernost in Puccinis "Madame Butterfly".

Im Mittelpunkt der Eröffnung stand das Hochschulorchester, ein von Semester zu Semester sich verändernder Klangkörper. Lothar Zagrosek hatte als Gastdirigent die Einstudierung einer ungewöhnlichen Programmfolge übernommen. Zagrosek hat viele Jahre als Generalmusikdirektor in Stuttgart das dortige Musikleben geprägt. Er hatte in kurzer Zeit die Studierenden in Lübeck zu großer Einheitlichkeit zusammengeschweißt.

Die "Lustige Sinfonietta" von Paul Hindemith, Antonin Dvoraks "Legenden" oder Claude Debussys "Iberia", ein Spanienausflug mit entsprechenden Rhythmen und Klangfarben begeisterte die Zuhörer. Dazwischen der Talentbeweis eines Studierenden aus Griechenland. Orestis Papaioannou zeigte mit "Aisa", dass er nicht nur mit Klängen experimentiert, sondern hierbei auch ein großes Orchester einbinden kann.

Ministerpräsident Daniel Günther betonte in einem Grußwort die Bedeutung der einzigen Musikhochschule des Landes. "Die Musikhochschule Lübeck zeigt einmal mehr, dass sie eine der wichtigsten Akteure im Kulturleben unseres Landes ist. Die Studierenden und Lehrenden bieten hier Jahr für Jahr herausragende Programme auf höchstem Niveau", sagte der Kieler Regierungschef.

Neben den Abendveranstaltungen in der Hochschule lädt das Brahms-Festival auch zu Veranstaltungen an anderen Orten ein. Dazu gehört die in den Vorjahren erprobte Reihe der "Lunchtime Concerts", ab Dienstag um 12.30 Uhr auf der Diele des Museums Behnhaus. Beethovens späte Streichquartette werden dabei von verschiedenen Ensembles interpretiert.

Im Günter Grass-Haus läuft eine neue Reihe unter der Überschrift "Kammermusik und Text" an mehreren Nachmittagen. An anderen Nachmittagen wird zu "Standpunkten" in die Villa Eschenburg eingeladen. Für Musikfreunde, die gern spät ausgehen, gibt es Nachtkonzerte.

Das genaue Programm ist im Internet zu finden. Das Programmheft mit allen Einzelheiten ist für zwei Euro in der Hochschule erhältlich.

Autor: TD

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