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Dienstag,
der 16. Oktober 2018






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11.05.2018 12.01


Betreiber: Internet in Unterkünften bleibt soziales Projekt

Heidi Menorca (CDU) hatte nach einem Bericht im Sozialausschuss den Ausbau von WLAN in den städtischen Flüchtlingsunterkünften kritisiert (wir berichteten). Volker Dettmer, der mit seinem Unternehmen den Ausbau des WLAN übernommen hat, weist die Vorwürfe zurück.

Wir veröffentlichen die Mitteilung von Volker Dettmer im Wortlaut:

(")Das Angebot in den bereits mit WLan ausgestatteten Unterkünften der Stadt Lübeck wird dankend von den Bewohnern angenommen. Da die Lösung in Form von einem durch Bürger selbst organisierten und für die Stadt, sowie den Bewohnern kostenfreies Angebot der WLan Versorgung durch Freifunk von der Politik abgelehnt wurde, stellte sich die Alternative auf eine für die Nutzer sehr preiswerte, selbst finanzierte Lösung in den Fokus.

Durch den minimalen Betrag von gerade mal fünf Euro kann jeder Bewohner, aber auch jeder Nachbar der Unterkünfte, das Angebot nutzen, ohne dabei einen Laufzeitvertrag eingehen zu müssen.

Die Bewohner der Unterkünfte mussten sich auf sehr teure Mobilfunkverträge einlassen und zahlten pro Gerät nicht selten mehr als 80 Euro monatlich für die Datenpakete. Da das Inklusivvolumen meist schon nach kurzer Zeit aufgebraucht war, mussten die Bewohner mehrfach monatlich das Internetvolumen für teures Geld erweitern. Das konnten sich viele nicht leisten und so blieben sie bis zum nächsten Rechnungszyklus ohne Internet. Durch das Angebot, was der Sozialausschuss möglich machte, haben die Bewohner nun uneingeschränkten Zugang zum Netz ohne ein Volumenlimit.

Die genannten technischen Probleme liegen nicht an der Ausführung der Installation der Geräte in den Gebäuden, sondern vielmehr an den Providern, die schlichtweg erst Leitungen von der Straße in die Gebäude verlegen müssen.

Es wird von einem schlecht angenommen Angebot gesprochen, da es auch eine Unterkunft mit gerade mal zur Zeit vier Teilnehmern gibt. Vergessen wurde dabei aber, dass es sich dabei um die kleinste aller zu versorgenden Unterkünfte der Stadt handelt. Wenn von einer Kundenanzahl zwischen 4 und 40 gesprochen wird, wurde leider nicht erwähnt, dass hinter jedem Kunden auch mehrere Geräte stehen können für die Familienmitglieder.

Gerade in der Ostseestraße wohnen viele Familien, die mehrere Geräte wie Handys, Laptops oder Tablets angemeldet haben. Daher ist die Angabe von 2, 4 oder 40 Teilnehmern nicht aussagekräftig für die tatsächliche Wahrnehmung des Angebotes.

Ein positiver Nebeneffekt wurde mir von den Mitarbeitern geschildert: Seit das WLan in den Unterkünften wie der Ostseestraße genutzt wird, ist es deutlich entspannter geworden. Viele Menschen vertreiben sich die Zeit mit dem Besuch von Onlinesprachkursen. Kinder können sich hin und wieder altersgerechte Filme ansehen und nicht selten verabreden sich Bewohner zum gemeinsamen Ansehen von Sportveranstaltungen aus dem Heimatland über das Netz.

Das Angebot von Internetfor.me in den Unterkünften ist wie bisher und bleibt auch weiterhin ein soziales Projekt, was aus der Not, dem Bedarf heraus entstanden ist. Reich werden kann damit niemand. Aber wenn Sie sehen was man hier mit nur kleinen Mitteln an Menschlichkeit erreichen kann, dann hat es sich mehr als gelohnt.

Es wäre für die Zukunft wünschenswert, wenn sich Zweifler wie Frau Menorca einfach etwas mehr die Informationen an der Quelle einfordern. So können Missverständnisse einfach und schnell aus der Welt geschafft werden.(")

Autor: red.

Aus rechtlichen Gründen können wir Bilder nicht mehr zur Verfügung stellen.


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