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Dienstag,
der 23. April 2018






Ein Pinguin vor dem Holstentor möchte die Antarktis retten

Vor dem Holstentor steht ein Pinguin mit seinem Nachwuchs. In der Hand trägt er ein Schild mit einem Countdown. Das ist der Auftakt einer bundesweiten Aktion von Greenpeace zum Schutz der Antarktis.



Greenpeace möchte mit der Aktion informieren und über die Gefährdung des Südpolarmeeres durch Fischerei und Klimawandel diskutieren. "Neben dem Klimawandel ist besonders die Krillfischerei eine Bedrohung für das marine Ökosystem", sagt Sprecherin Ingrid Boitin. "Durch den fortschreitenden Klimawandel schmelzen die antarktischen Eismassen. Fangschiffe sind dabei, immer tiefer in die südpolaren Gewässer vorzudringen und Pinguinen, Walen und Robben ihre Nahrungsgrundlage wegzufischen."



Im Herbst biete sich eine historische Chance für den Meeresschutz im südlichsten Ozean: die Antarktis-Kommission CCAMLR (Commission for the Conservation of Antarctic Marine Living Resources) will dann in Tasmanien über die Schaffung eines Meeresschutzgebiets im antarktischen Weddellmeer abstimmen. Der Vorschlag dazu stammt von der letzten Deutschen Bundesregierung. Mit 1,8 Millionen Quadratkilometern wäre das geforderte Schutzgebiet fünfmal so groß wie Deutschland und damit das größte Meeresschutzgebiet der Welt. Greenpeace fordert, dass auch die neue Bundesregierung für den Schutzgebietsvorschlag eintritt und ihn gegen Länder mit starken Fischereiinteressen wie Norwegen, China, Südkorea und Japan durchsetzt.

Auch das weltweite Klima würde vom Schutzgebiet im Weddellmeer profitieren. "Wie Wälder gehören intakte Meere zu unseren besten Verbündeten im Kampf gegen den Klimawandel, weil sie atmosphärisches CO2 binden. Besonders die eisigen Gewässer am Nord- und Südpol spielen für das Weltklima eine wichtige Rolle", so Greenpeace. "Das Schutzgebiet im Weddellmeer kann ein wichtiger Impuls für den Schutz weiterer Gebiete auf der Hohen See sein. Rund 30 Prozent der Ozeane sollten nach Ansicht von Wissenschaftlern weltweit unter Schutz gestellt werden – das antarktische Schutzgebiet kann dafür ein wichtiger Ausgangspunkt sein."

Jürgen Wesemann aus Bremen nutzte seinen Besuch am Holstentor, um die Aktion von Greenpeace mit seiner Unterschrift zu unterstützen. Fotos: JW

Jürgen Wesemann aus Bremen nutzte seinen Besuch am Holstentor, um die Aktion von Greenpeace mit seiner Unterschrift zu unterstützen. Fotos: JW


Text-Nummer: 122481   Autor: Greenpeace/red.   vom 28.05.2018 13.04

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