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Dienstag,
der 22. Januar 2018






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04.06.2018 08.35


Duckdalbenkunst auf dem Priwall

Vor einiger Zeit begann Bildhauerin Sabine Klupsch auf dem Priwall an ausgemusterten Duckdalben mit ihren Arbeiten für ein Kunstwerk im Auftrag des Travemünder Vereins für Kunst und Kultur e.V. Jetzt ist die dritte Stele fertig.



Mit Motorsäge und Schnitzeisen soll aus alten Duckdalben, die jahrelang im Passathafen im Wasser gestanden haben ein dreiteiliges Kunstobjekt entstehen, das symbolisch auf die besondere Lage es Priwalls zu DDR-Zeiten bis hin zur Wiedervereinigung hinweisen soll.



Der obere Teil der aus Eichenholz bestehenden Dalben ist noch gut erhalten und reichte noch für die etwa 2.30 Meter langen Skulpturen. Jenem Teil der Dalben, der unter Wasser stand, hat meist die Bohrmuschel zu sehr zugesetzt. Er war daher für eine Verarbeitung nicht mehr zu gebrauchen.



Die Arbeiten begannen im August 2015 zogen sich über einige Jahre hin, auch weil es keinen Nachschub an ausgemusterten und brauchbaren Dalben gab. Denn sie sollten alle denselben Umfang haben und möglichst in der Form gleichmäßig geformt und weitgehend astfrei sein. So war es dann vor einigen Wochen so weit, dass die dritte Duckdalbe in Angriff genommen werden konnte. Sabine Klupsch arbeitete stets im Freien am Kohlenhof. Viele Besucher interessierten sich für ihre Holzarbeiten und auch für die Motive.



Mit vereinten Kräften und Mitgliedern des Vorstandes des Vereins für Kunst und Kultur e.V. ist nunmehr die letzte der drei Duckdalben auf einer Steinplatte aufgestellt und den anderen Stelen hinzugefügt worden.



In dieser Stele, die ganz links steht, sieht man eine Fahne, die in das ins Holz gearbeitete Fenster ins Leere hineinweht. Sie soll, so Sabine Klupsch bei der Erläuterung ihrer Arbeiten, den Priwall in seiner isolierten Insellage zeigen, der getrennt ist auf der einen Seite durch die innerdeutsche Grenze zur DDR und von der anderen Seite durch die Trave und die anderen Gewässer. In der zweiten Stehle ragt der Bug eines kleinen Bootes in das Fenster hinein, das für die Erreichbarkeit des Priwalls über den Wasserweg steht. Die dritte Stele symbolisiert die Überwindung der Trennung nach der Wiedervereinigung durch die wehende Fahne als verbindendes Band.

In einer kleinen Runde von Mitgliedern des Vorstandes mit der Künstlerin wurde bei "Eis-Klaus" das freudige Ereignis mit einem Glas Sekt an der gemütlichsten und schönsten Stelle des Priwall gefeiert.

Autor: KEV

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