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Freitag,
der 22. Juni 2018






Deutschlands Theaterchefs tagten in Lübeck

Zu seiner diesjährigen Vollversammlung hatte der Deutsche Bühnenverein, der Bundesverband der Theater und Orchester, vom 7. bis 9. Juni nach Lübeck eingeladen. Mit mehr als 300 Delegierten war die Versammlung so gut besucht wie nie zuvor, sagten Verbandssprecher am Sonnabend vor der Presse in Lübeck.

Inhaltlich sei es zum Beispiel um Klagen über sexuelle Übergriffe und Machtmissbrauch im Bereich von Kunst und Kultur gegangen. Hierzu habe die Vollversammlung einen "Wertebasierten Verhaltenscodex zur Prävention von sexuellen Übergriffen und Machtmissbrauch" verabschiedet. Die Mitgliedstheater und -orchester sollen dieses Thema jeweils für ihren Bereich diskutieren und weiterentwickeln, sagte Bühnenvereinspräsident Ulrich Khuon.

Auch das Thema Digitalisierung, das immer deutlicher die verschiedenen Bereiche eines jeden Theaterbetriebes durchzieht, wurde ausführlich diskutiert, hieß es. Es sei nicht genug, einen Mitarbeiter als Digitalisierungsexperten abzustellen. Diese moderne Entwicklung sei ein Phänomen, das alle Bereiche durchziehe.

Auf die finanzielle Situation der deutschen Theater und Orchester angesprochen, sagte Khuon: "Vielen Häusern geht es aufgrund der halbwegs guten Situation der öffentlichen Hand recht gut, zum Beispiel in Nordrhein-Westfalen, Sachsen, Brandenburg, natürlich vor allem in Bayern und Baden-Württemberg."

In anderen Regionen sei es schwieriger, zum Beispiel in Sachsen-Anhalt oder Mecklenburg-Vorpommern. Er lehne es ab, pauschal zu klagen. Khuon: "Wenn immer nur geschimpft wird, hört die Politik irgendwann nicht mehr hin. Bei problematischen Fällen sollten wir mit dem Feinbesteck vorgehen."

Auf Lübeck angesprochen, sagte Geschäftsführer Marc Grandmontagne, sowohl Schleswig-Holsteins Kultusministerin Karin Prien als auch Bürgermeister Jan Lindenau hätten in ihren Reden zur Eröffnung des Treffens ihrer Wertschätzung für Theater und Kultur Ausdruck verliehen. Darauf müsse man sich berufen können.

Der Deutsche Bühnenverein ist der Interessen- und Arbeitgeberverband der Theater und Orchester und hat rund 470 Mitglieder; Staatstheater, Stadttheater, Privattheater, Landesbühnen, Sinfonieorchester sowie persönliche Mitglieder. Der Bühnenverein wurde 1846 gegründet und ist damit einer der ältesten Theaterverbände der Welt. Sein Ziel ist es, die Vielfalt der deutschen Theater- und Orchesterlandschaft und deren kulturelles Angebot zu erhalten, zu fördern und fortzuentwickeln. Ferner schließt er mit den Künstlergewerkschaften Tarifverträge für den künstlerischen Bereich ab.

Der Bühnenverein gibt jährlich eine Theaterstatistik und eine Werkstatistik mit allen wesentlichen Daten der Theater in Deutschland, Österreich und der Schweiz heraus, zudem seit 1909 die Zeitschrift "Die Deutsche Bühne" und seit 2007 die "junge bühne". Die Hauptversammlung findet jährlich an einem anderen Ort statt. In Lübeck trafen sich die Theatermacher zuletzt 1961.

Von den Leistungen des Lübecker Theaters konnten sich viele Chefs deutscher Bühnen überzeugen. Foto: Olaf Malzahn

Von den Leistungen des Lübecker Theaters konnten sich viele Chefs deutscher Bühnen überzeugen. Foto: Olaf Malzahn


Text-Nummer: 122781   Autor: TD   vom 09.06.2018 16.43

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