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Freitag,
der 20. Juli 2018






Lübeck beteiligt sich am Pilotprojekt Bodycam

Die Landespolizei Schleswig-Holstein testet seit dem 15. Juni für ein Jahr den Einsatz von Körperkameras ("Bodycams") im Rahmen eines Pilotprojektes. Auch Beamte des 2. Polizeireviers Lübeck sind mit Videokameras ausgerüstet..

"Vor dem Hintergrund eines anhaltend hohen Gewaltniveaus gegenüber Polizeivollzugsbeamtinnen und Polizeivollzugsbeamten erfolgte in den vergangenen zwei Jahren bereits eine Verbesserung der persönlichen Ausstattung der Polizistinnen und Polizisten im Land", erklärt Polizeisprecher Stefan Muhtz. "Darüber hinaus wird nun im Rahmen eines einjährigen Pilotprojektes erprobt, ob und wie durch den Einsatz der Körperkameras insbesondere die Anzahl der Übergriffe auf Polizeibeamte gesenkt werden kann. Es soll auch geprüft werden, inwieweit die mobile Videoüberwachung als Mittel der visuellen Beweissicherung geeignet ist, um einerseits Beteiligte einer polizeilichen Maßnahme vor ungerechtfertigten Eingriffsmaßnahmen, aber auch vor ungerechtfertigter Strafverfolgung zu schützen und anderseits die Aufklärung von Straftaten deutlich zu erleichtern."

Das 2. Polizeirevier Lübeck ist eine von drei Dienststellen der Landespolizei bei denen die Bodycams im Rahmen der täglichen Einsatzwahrnehmung als präventivpolizeiliche Maßnahme Anwendung finden. Unter anderem bei Kontrollsituationen bei denen aufgrund der Gesamtumstände mit einer Gefährdung für die Polizeikräfte oder unbeteiligte Dritte zu rechnen ist, wird die Kamera eingesetzt.

Der Leitende Polizeidirektor Norbert Trabs zu dieser Projektbeteiligung: "Als Verantwortlicher für die Sicherheit und Gesundheit meiner Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sehe ich den Einsatz einer Bodycam positiv. Ich erhoffe mir davon Abschreckungseffekte sowie verbesserte Möglichkeiten zur Strafverfolgung bei Gewalttaten gegen Polizeivollzugsbeamtinnen und –beamte. Die Anzahl der Vorfälle, in denen Polizeibeamtinnen und –beamte Opfer von Gewalt werden, sind in Lübeck seit Jahren konstant hoch. Alleine 2017 wurden 103 Kolleginnen und Kollegen bei der Ausübung ihres Dienstes verletzt. Die Verhinderung dieser Taten ist eines meiner vordringlichen Ziele. In diesem Zusammenhang möchte ich wissen, welche weiteren Möglichkeiten es gibt, diese Situation zu verbessern. Daher wurde eine wissenschaftliche Untersuchung initiiert, die sich mit den Ursachen der Gewalt gegen Polizeibeamte in Lübeck befasst. Mit den Ergebnissen rechne ich im Frühjahr 2019."

Die Gewerkschaft begrüßt den Einsatz der Technik. "Mit der Bodycam aber alleine ist es nicht getan", betont Thomas Gründemann, Mitglied mit Landesvorstand der Gewerkschaft der Polizei (GdP). Die gesellschaftliche Ächtung jedweder Gewalt gegen Polizisten als Repräsentanten des Staates müsse weiter betrieben werden. "Und auch eine ausreichende Präsenz von Beamtinnen und Beamten sei ein bedeutender Baustein bei der Steigerung der Sicherheit im Streifen-und Einsatzdienst", ergänzt Jörn Löwenstrom, GdP-Regionalgruppenvorsitzender Lübeck-Ostholstein. Im Bereich der Polizeidirektion zählten sie 301 Straftaten gegen Polizeibeamte mit 666 betroffenen Beamten. Vier davon wurden schwer verletzt. Die Gewerkschaft fordert auch eine Streichung der Eigenbeteiligung bei der Heilfürsorge.

Beamtinnen und Beamte des 2. Polizeireviers Lübeck beteiligen sich an dem Pilotprojekt Bodycam der Landespolizei Schleswig-Holstein. Foto: Polizeidirektion Lübeck

Beamtinnen und Beamte des 2. Polizeireviers Lübeck beteiligen sich an dem Pilotprojekt Bodycam der Landespolizei Schleswig-Holstein. Foto: Polizeidirektion Lübeck


Text-Nummer: 123017   Autor: PD Lübeck/GdP/red.   vom 19.06.2018 14.15

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