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Montag,
der 16. Juli 2018






Neues Konzept für den Frauenvollzug in Lübeck

Bei einem Besuch von Justizministerin Dr. Sütterlin-Waack in der Justizvollzugsanstalt Lübeck überreichten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Frauenvollzugs unter Leitung von Anstaltsleiterin Silke Nagel ein neu formuliertes Konzept für den Frauenvollzug.

In der Lübecker Anstalt werden alle Formen des Frauenvollzugs für ganz Schleswig-Holstein durchgeführt. Den Frauenvollzug gibt es in Lübeck seit fast 110 Jahren. "Frauenvollzug ist anders, muss anders sein, um erfolgreich zu sein", erläutert Silke Nagel. Frauen seien fast durchgängig - oft langjährig - Opfer, bevor sie zu Täterinnen werden. Ihr Verhalten im Strafvollzug unterscheide sich erheblich von dem Verhalten männlicher Inhaftierter. So hätten inhaftierte Frauen vielfach ein schwaches Selbstwertgefühl, beispielweise vor dem Hintergrund des Scheiterns in traditionell vorgegebenen gesellschaftlichen Rollen oder der fehlenden schulischen und beruflichen Leistung. Frauen seien zudem häufig emotional instabil und hätten ein gesteigertes Kommunikationsbedürfnis.

Dass es in Lübeck besonders erfolgreich gelingt, den besonderen Bedürfnissen von Frauen Rechnung zu tragen, hat sich auch aus einer Überprüfung durch die Nationale Stelle zur Verhütung von Folter ergeben. Sie soll in erster Linie regelmäßig alle Orte besuchen, an denen Personen aufgrund behördlicher oder gerichtlicher Anordnung oder mit deren Duldung die Freiheit entzogen wird oder werden kann. Nach dem Urteil dieser Organisation gehört der Frauenvollzug in Lübeck neben Vechta und Zweibrücken zu den Top 3 in Deutschland.

"Der Frauenvollzug in Lübeck ist modern und zukunftsfähig", stellt die Anstaltsleiterin fest und verweist auf das Engagement der im Frauenvollzug tätigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Die gute Bewertung ihrer Arbeit sei für die internen und externen Beschäftigten sowie die vielen Ehrenamtlichen Ansporn für stetige Verbesserung und Offenheit für Neuerungen, so Nagel.

Die Personalratsvorsitzende Martens-Bahr zeigte sich vor diesem Hintergrund erleichtert über die Entscheidung der neuen Landesregierung, den Frauenvollzug dauerhaft für das Land in Lübeck zu belassen. "Alles andere wäre absolut unverständlich gewesen", unterstreicht sie.

Den Frauenvollzug gibt es in Lübeck seit fast 110 Jahren.

Den Frauenvollzug gibt es in Lübeck seit fast 110 Jahren.


Text-Nummer: 123256   Autor: JVA   vom 28.06.2018 18.05

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