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Sonntag,
der 21. Oktober 2018






Jahresempfang der Vorwerker Diakonie mit deutlicher Kritik

„Der akute Fachkräftemangel in der Pflege ist eine Folge jahrelanger politischer Fehlsteuerungen und des negativen Bildes der Gesellschaft vom Pflegeberuf“, so Fred Mente, Geschäftsführer der Vorwerker Diakonie. „Überall fehlt es an Menschen, die diesen wichtigen Job jetzt und zukünftig übernehmen wollen, in ländlichen Regionen kann die Betreuung pflegebedürftiger Menschen teilweise schon nicht mehr sichergestellt werden“, so Mente.

Der diesjährige Jahresempfang der Vorwerker Diakonie am Donnerstag, 28. Juni 2018, ging eindringlich auf das Thema ein, das im sozialen Bereich wie auch in anderen Branchen immer dramatischere Formen annimmt: das Fehlen von qualifizierten Fachkräften.

„Wir wissen natürlich, dass wir uns nicht nur beklagen dürfen, sondern selbst gefragt sind“, sagte Mentes Kollegin in der Geschäftsführung der Vorwerker Diakonie, Johanne Hannemann. „Wir müssen Menschen für die soziale Arbeit begeistern und als Arbeitgeber attraktiv sein.“ Dennoch sei der soziale Bereich gleichzeitig auf strukturelle Veränderungen durch die Politik angewiesen.

Vor den über 150 Gästen des Jahresempfangs aus Politik, Wirtschaft und Kirche stellte die Geschäftsführung der Vorwerker Diakonie deutliche Forderungen. „Wir brauchen ein soziales Pflichtjahr“, so Fred Mente. „Jeder Mensch soll einmal Berührung mit diesem für jeden wichtigen Arbeitsfeld haben.“ Zudem müsse es eine Entwicklung weg von der Privatisierung hin zu am Gemeinwohl orientierten Strukturen geben. Mente: „Nur so können weiter faire Gehälter nach Tarif – wie bei uns in der Vorwerker Diakonie – gezahlt werden.“

Auch die Ausbildung von Erzieherinnen und Erziehern sowie ähnlichen Berufen müsse auf neue Beine gestellt werden. „Die Voraussetzungen, die erfüllt werden müssen, um diese Ausbildung überhaupt beginnen zu können, sind viel zu hoch“, sagte Hannemann. „Und die Ausbildung muss natürlich vergütet werden – das ist bisher nicht der Fall.“ Außerdem sei es wichtig, den sozialen Arbeitsmarkt für Menschen aus Nicht-EU-Ländern zu öffnen und ihnen die gleichen Rahmenbedingungen wie allen anderen Mitarbeitenden bieten zu können.

In einer moderierten Diskussionsrunde tauschte sich die Geschäftsführung der Vorwerker Diakonie mit Jan Lindenau, Bürgermeister der Hansestadt Lübeck, und Lars Schöning, Hauptgeschäftsführer der Industrie- und Handelskammer zu Lübeck, über ihre Erfahrungen und Meinungen bezüglich des Fachkräftemangels aus. Lindenau legte einen Fokus auf Chancen der Digitalisierung, um die Arbeit von Fachkräften attraktiver zu machen. Lars Schöning betonte, dass die betriebliche Ausbildung wieder einen höheren Stellenwert in der Gesellschaft erhalten müsse und Ziele nicht nur der höchste Bildungsabschluss und ein Studium sein dürfen. „Es ist unsere gemeinsame Aufgabe, dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken“, fasste Johanne Hannemann zusammen. „Und wir brauchen die Unterstützung der Politik und strukturelle Veränderungen, damit unser Bemühen auch fruchten kann.“

Dazu passte der Song von Xavier Naidoo, das inklusive Musikprojekt der Kulturakademie der Vorwerker Diakonie, das er beim Jahresempfang sang: „Was wir alleine nicht schaffen, das schaffen wir dann zusammen.“ Außerdem zeigte die Kulturakademie einen neuen kurzen Image-Film, der Lust auf die Mitarbeit in der Vorwerker Diakonie machen soll.

Diskutierten über den Fachkräftemangel: (V.li.) Bürgermeister Jan Lindenau, IHK-Hauptgeschäftsführer Lars Schöning,  Vorwerker Diakonie-Geschäftsführerin Johanne Hannemann und Moderator Lutz Regenberg . Foto: Lutz Regenberg

Diskutierten über den Fachkräftemangel: (V.li.) Bürgermeister Jan Lindenau, IHK-Hauptgeschäftsführer Lars Schöning, Vorwerker Diakonie-Geschäftsführerin Johanne Hannemann und Moderator Lutz Regenberg . Foto: Lutz Regenberg


Text-Nummer: 123271   Autor: Vorwerker Diakonie   vom 29.06.2018 13.07

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