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Montag,
der 16. Juli 2018






Start mit Elbphilharmonie Orchester und Sol Gabetta

Mit einem zweieinhalbstündigen Konzert begann am Sonnabend in der MuK das 33. Schleswig-Holstein Musik Festival (SHMF). Das Programm wird am Sonntagabend beim offiziellen Start mit politischer Prominenz wiederholt. Fernsehen und Rundfunk übertragen.

Traditionsgemäß findet die Eröffnung in Lübeck statt. Ebenso traditionsgemäß ist dieser Auftakt ein Geschenk des NDR. Auf dem Podium in der MuK saßen die Damen und Herren des NDR Elbphilharmonie Orchesters. Die Leitung hatte Christoph Eschenbach, der dem Festival seit Jahrzehnten verbunden ist.

Mit Robert Schumann begann der Abend. Dem Tonsetzer aus der Zeit der Romantik ist in diesem Jahr der Komponistenschwerpunkt gewidmet. Auf der Opernbühne hat der Romantiker nie richtig Fuß fassen können. Aber der Ouvertüre zu "Genoveva", der einzigen vollendeten Oper Schumanns, begegnet man gelegentlich im Konzertsaal. Eschenbach betonte die vielen Gegensätze der quirlig-lebendigen Musik.

Zwei Hauptwerke folgten. Zunächst das Cellokonzert des Briten Edward Elgar. Das gegen Ende des Ersten Weltkriegs geschriebene Konzert verarbeitet noch die Schrecken, die Bedrohungen, die Düsternis des Krieges. Langsame, schwerblütige Passagen stehen im Vordergrund. Eine hervorragende Cellistin war für den manchmal recht spröden Solopart engagiert, die junge Argentinierin Sol Gabetta. Auch sie ist dem SHMF seit Jahren verbunden.

Ihrem Cello aus dem Jahre 1730 entlockte Sol Gabetta einen wunderbar warmen, vollen Ton. Großartig, wie sie melodischen Linien nachzeichnete. Ebenso souverän wurden die nur kurz angerissenen Tonfolgen dargeboten, funkensprühend in schnellen Passagen, bedächtig in schicksalsschweren Teilen. Sehr gut waren Orchester und Soloinstrument verzahnt.

Nach der Pause dann ein französischer Romantiker, Hector Berlioz mit seiner ungestümen "Symphonie fantastique". Der Komponist selbst hat Erklärungen zu dieser Musik geliefert. Sie schildert Szenen aus dem Leben eines Künstlers, der seine Leiden, ja sogar seinen Tod in Träumen voraussieht. Wild zerklüftet bot Eschenbach mit den groß aufspielenden Elbphilharmonikern den ersten der fünf Sätze.

Elegant erklang die Walzermusik der Ballszene. Elegisch, ja tragisch ging es weiter, bevor im vierten Satz der Höllensabbat und zum Schluss das Jüngste Gericht sich Bahn brachen. Das Publikum im ausverkauften Saal spendete stürmischen Applaus.

Die Wiederholung am Sonntag wird ab 20.15 Uhr live auf 3sat übertragen. Bereits ab 19 Uhr ist NDR Kultur vor Ort. Das nächste Programm in Lübeck gibt es am 3. Juli in der MuK, dann mit völlig anderer Musik: Jazzklänge vom Brad Mehldau Trio. Ab 22.30 Uhr lädt am 3. Juli das SHMF zum "After Show Concert" mit den "Nixen" ins Radisson Blu Senator Hotel.

Sol Gabetta spielt im Eröffnungskonzert. Foto Uwe Arens/SHMF

Sol Gabetta spielt im Eröffnungskonzert. Foto Uwe Arens/SHMF


Text-Nummer: 123299   Autor: TD   vom 01.07.2018 08.53

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