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Montag,
der 10. Dezember 2018






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02.07.2018 10.27


Ganz normale Verrückte treffen sich in der Pension Schöller

Nicht mit einem musikalischen Werk, sondern mit einem klassischen Schwank begann Michael P. Schulz das diesjährige Programm der Lübecker Sommeroperette. Im Volkstheater Geisler gibt es den ganzen Sommer über immer wieder Vorstellungen des Schwanks "Pension Schöller".

Die Autoren Wilhelm Jacoby und Carl Laufs sind vergessen, aber die Geschichte ist bekannt und beliebt, erfolgreich wie "Charleys Tante" oder "Die spanische Fliege". Ein Schwank lebt von einer turbulenten Handlung, von Verwechslungen, Missverständnissen und Verwirrungen. Und hiervon gibt es reichlich im Familienhotel Schöller, im Café Wagner oder im trauten Heim der Klapproths in Küritz bei Berlin.

Eine liebenswerte Gruppe komischer Käuze trifft aufeinander. Eigentlich sind sie normal und natürlich völlig harmlos. Da aber jede und jeder ihre oder seine Eigentümlichkeiten hat, vielleicht auch einen ausgewachsenen Spleen, gehen sie alle als Patienten einer Klapsmühle durch.

Gerade diese Eigenarten der Figuren arbeitete Michael P. Schulz als Regisseur deutlich heraus. Auch die Ausstattung – gediegenes Boudoir im bürgerlichen Milieu der Berliner Gründerjahre – stammt von Schulz. Er kann sich auf seine Truppe verlassen. Da ist natürlich der Hausherr, Tommy Geisler, der ohne Mühe zwei Rollen übernehmen und voneinander absetzen kann, den leidgeplagten, nervösen Pensionsbetreiber und den Kellner mit trockenem Humor und Berliner Schnauze.

Werner Becker gibt den Philipp Klapproth, immer wieder mit deutlich herausgestellten Gefühlen und Gedankenkombinationen. Gaby Meier mimt die seriöse Witwe, die sich Sorgen um die Zukunft der Töchter (Franziska Blaß, Melina Petala) macht. Lukas Sager bringt den schüchternen Liebhaber bestens über die Rampe. Michael Knoll als sein Freund liefert Einfälle und Ideen, bleibt souverän inmitten aller Turbulenzen.

Felix Müller hat und beschert Freude an seiner Rolle als Weltreisender und Großwildjäger. Mona Hermes spielt die Rolle der Schriftstellerin in Gestik und Mimik schon, bevor sie überhaupt etwas gesagt hat. Sonja Pitsker trällert sich als sorgende Mutter durch die Opernliteratur. Töchterchen Friederike (Melina Petala), das verheiratet werden soll, sucht sich selber den Lover.

Für Lennart Mesenbrink bleibt die Rolle des Möchtegern-Schauspielers mit Sprachfehler, natürlich eine Rolle zum Absahnen. Günter Lüdtke findet genau den richtigen Ton als pensionierter Major und verkannter Feldherr. Dem Publikum bereitete der Spaß großes Vergnügen.

Die nächste Vorstellung beginnt am Freitag, 6. Juli, um 19.30 Uhr. Weitere Vorstellungen gibt es im Juli immer am Sonnabend und Sonntag, ferner am 17., 18., 19., 25. und 26. August.

Autor: TD

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