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Dienstag,
der 11. Dezember 2018






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04.07.2018 09.55


Jazz und musikalische Nixen beim SHMF

Gemeinhin gilt das SHMF als Klassik-Festival, sogar als größtes seiner Art in Nordeuropa. Seit Jahren schon wird dieser Rahmen von Zeit zu Zeit gesprengt. So auch am Dienstag im Konzertsaal der MuK. Zu Gast war das Classic Jazz Trio von Brad Mehldau.

Drei US-Amerikaner saßen um Brad Mehldau auf dem Podium, dem und denen die Ehre zuteil wurde, als Erste den Jazz Anfang vorigen Jahres in die Hamburger Elbphilharmonie zu tragen. Nun also ein erster Auftritt in Lübeck, der "Geburtsstadt Thomas Manns", wie Mehldau in einer Ansage unterstrich. Er kennt sich offenbar aus. Eine seiner Kompositionen heißt "Zauberberg".

Mehldau (47) ist kein musikalischer Himmelsstürmer, der meint, den Jazz neu erfinden zu müssen. Er erzählt musikalische Balladen, die auf alten Filmmusiken basieren, Anleihen bei Oscar Peterson, Keith Jarrett, Jerome Kern oder auch bei deutschen Klassikern aufnehmen. Zu seinem Trio, das in diesem Monat durch europäische Großstädte jettet, zählen zwei Landsleute.

Larry Grenadier (52) ist ein intensiv mitfühlender und mitgestaltender Kontrabassist. Jeff Ballard (54), der Schlagzeuger, gibt beim Auftritt in der MuK den Extrovertierten, der sich mehr als einmal Freiheit und Zeit für ausgiebige Soli nimmt.

Brad Mehldau sitzt fast mit dem Rücken zum Publikum. Er hat dadurch besten Blickkontakt zu den Kollegen. Das ist offenbar nötig, denn im intimen Zusammenspiel reagieren die Musiker oft auf Nuancen. Ungemein dicht werden die Stücke, bleiben kammermusikalisch durchhörbar.

"Keine Pause" steht auf den Eintrittskarten. Nach 70 Minuten erheben sich die Musiker zum ersten Mal. Es folgt eine halbe Stunde an Zugaben. Das Publikum im großen Saal ist begeistert. Beim SHMF ist der Abend beziehungsweise das Konzertgeschehen damit nicht zu Ende. Später nämlich wird zum "After Show Concert" ins Radisson Blu Senator Hotel eingeladen.

Hier gibt es nicht etwa eine Fortsetzung mit dem Jazz-Trio. Ein Streichquartett wartet auf die Gäste im Foyer und im "Rang". Zwar ist die Besetzung klassisch, nämlich zwei Geigen, Bratsche und Cello, die Musik ist es nicht unbedingt. Vier junge Damen im langen schwarzen Glitzerkleid treten auf. Sie spielen seit zwölf Jahren zusammen, nennen sich "Die Nixen". Sie schwimmen wie diese Zauberwesen in verschiedenen musikalischen Gewässern.

Auch die "Nixen" – Katharina Wildhagen, Rahel Rilling, Kristina Labitzke, Nikola Spingler – bekennen sich zu Bach als dem Urvater der abendländischen Musik, nehmen sich die Freiheit, Bach, Händel und Co. auf ihre Art zu interpretieren. Dabei werden die Grenzen schnell verschoben, hin zu Filmmusik und anderen populären Genres.

Die Verstärker hätte es vielleicht für die Musik nicht gebraucht. Aber in einer Hotelhalle kann man ja nicht jegliches Reden verbieten. Insgesamt aber hörte auch hier das Publikum mit großer Konzentration zu.

Autor: TD

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