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HL-live.de

Sonnabend,
der 20. Oktober 2018






Emil Nolde – Malerei im Rausch der Farben

Emil Nolde (1867-1956) gilt als einer der ausdrucksstärksten Maler des 20. Jahrhunderts. Bekannt ist er für seine farbkräftigen Landschaften, Blumen- und Seestücke. Im Lübecker Museum Behnhaus/Drägerhaus ist vom 7. Juli bis 7. Oktober eine Ausstellung zu sehen, die nicht unbedingt diesem Klischee entspricht.



Die Ausstellung umfasst etwa 80 Arbeiten, Leihgaben des Nolde-Museums in Seebüll. Der Titel beschreibt gut, was die Besucher erwartet: "Emil Nolde. Farbenzauber – Eine Restrospektive auf Papier." In chronologischer Folge, vom neunjährigen Schüler bis zum Meister, wird die Aquarellkunst Noldes präsentiert.

Die Blätter seien meistens spontan entstanden, als Reaktion auf die Lebensumstände oder die Länder, die der Künstler bereiste, sagt Museumsleiter Dr. Alexander Bastek. Von der Zeichnung, die der Neunjährige als Einlage ins Poesiealbum anfertigte und auch an Mitschüler verkaufte, bis hin zu dem, was den Erwartungen der Kunstfreunde entspricht, spannt sich der Bogen. Bastek: "Die Anfänge sind konventionell, aber nicht weniger interessant."


Museumsleiter Dr. Alexander Bastek stellte die Ausstellung am Freitagvormittag vor.

Die Texte in den diversen Räumen schildern den Weg des Mannes, der als Hans Emil Hansen vor 150 Jahren geboren wurde und der sich später den Namen seines Geburtsortes, nämlich Nolde in der Provinz Schleswig, zulegte. Seine bäuerliche Familie war nicht begeistert vom Wunsch des jungen Mannes, Künstler werden zu wollen. So machte er zunächst eine Lehre in einer Möbelfabrik, zeichnete und schnitzte. Erst später führte ihn der Weg über Karlsruhe und die Schweiz in die große Welt.

Sein Durchbruch kam mit der "Geburt des Aquarells" in Cospeda bei Jena. Seine Naturstücke waren "durchaus risikofreudig in der Farbgebung". Ein weiteres Motiv ist der Tanz, sind die Menschen, die er bei Aufenthalten in Berlin beobachtete und abbildete. Seine Reisen führten ihn bis in die Südsee. Überall hielt er Eindrücke mit dem Zeichenstift fest.

Auf der Rückreise von der Südsee im Herbst 1914, kurz nach Ausbruch des Ersten Weltkrieges, wurde im Suezkanal sein Gepäck mit Hunderten von Blättern beschlagnahmt. Einiges konnte er später zurückkaufen.

Auch die Zeit des "Dritten Reiches" wird dokumentiert. Nolde empfand seine Malerei als urdeutsch. Dass er aus der Reichskammer für Bildende Kunst ausgeschlossen wurde, konnte er nicht verstehen. In der Folge entstanden die sogenannten "Ungemalten Bilder".

In Lübeck gab es bereits 1921 eine Nolde-Ausstellung. Der junge Museumsdirektor Carl Georg Heise zeigte in der Katharinenkirche Noldes religiöse Bilder. Auch dieses Gebiet wird in der jetzigen Schau gestreift. Die Ausstellung ist übrigens die letzte der Reihe "Nolde im Norden", die im vergangenen Jahr aus Anlass des 150. Geburtstages initiiert wurde.

Die Ausstellung wird am heutigen Freitag um 18 Uhr in St. Katharinen eröffnet. Nach den Ansprachen geht es gegen 19 Uhr ins Museum. Ein Katalog, der alle gezeigten Arbeiten abbildet und in zehn Kapiteln kurz gefasste, dennoch gründliche Erläuterungen gibt, ist für 19 Euro im Museumsshop erhältlich.

Die Ausstellung ist bis zum 7. Oktober geöffnet. Fotos: JW

Die Ausstellung ist bis zum 7. Oktober geöffnet. Fotos: JW


Text-Nummer: 123444   Autor: TD   vom 06.07.2018 15.21

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