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Freitag,
der 19. Oktober 2018






Werner aus Travemünde startet durch

Wenn Ende August ganz Schleswig-Holstein Kopf steht, die Straßen verstopft sind und die Medien auf volle Dröhnung umschalten, hat ein gebürtiger Travemünder großen Anteil daran. Röttger Werner Friedrich Wilhelm Feldmann kam im März 1950 im Lübecker Seebad zur Welt und hat sich seitdem zu einem der erfolgreichsten deutschen Comiczeichner entwickelt.



Mittlerweile, das brachte die Zeit so mit sich, ist er multimedial mit Buch, Film, Video, Funk und Fernsehen und natürlich mit Events im Geschäft. Die Wiederauflage des legendären Rennens "Werner gegen Holgi" schickt sich nun an, das Spektakel des Jahres zu werden.

In Hartenholm, um Hartenholm und um Hartenholm herum plant man mit 50.000 Besuchern, die vom 29. August bis zum 2. September den Ausnahmezustand rund um die verschlafene Landebahn im Herzen Schleswig-Holsteins sicherstellen werden.

Nun ja, James Bond war auch schon hier, im übertragenen Sinne natürlich, als der Flugplatz im kalten Krieg für diskreten Agentenaustausch und heimliche Waffenlieferungen in Fachkreisen heftig im Gespräch war. Jetzt haben "Werner" und seine Entourage das Gelände aber bereits im Griff und veranstalteten mit Food Truck, Gerüsten und vielen schrägen Kisten und Zweirädern schon mal eine Vorschau auf Künftiges für die Medien.



Einer gab beim Start mit dem Heckrad schon mal richtig Gummi zur Einstimmung. "Kenn's ihn noch?" wurde unter den Zuschauern fachkundig geraunt. "Klaro", die Antwort, denn auf der Bahn tummelte sich kein Geringerer als Schleswig-Holsteins Motorrad-Legende Egon Müller, von allen nur liebevoll "Speedy" genannt. Werner und Holgi haben eben Sinn für Tradition und haben mit dem ehemaligen Speedway Weltmeister ein Stück Heimat nach Hartenholm geholt.

"Ich übernehm' auch einen Part", sagt Speedy mit leuchtenden Augen. Er darf aber noch nicht sagen, wie er im Einzelnen in das Spektakel eingebunden wird. Etwas gesprächiger sind da schon Werner und Holgi selber. Werners Horex befindet sich zurzeit in einer entscheidenden Testphase, wurde im Gespräch mit Event-Moderator Matze Knop deutlich. Die computergesteuerte Zündanlage soll schon gern mit dem "High-Tech Speed Shifter" harmonieren. "Wir haben die Schüssel schließlich mit Herzblut zusammengebaut, das ist nicht so ein Seriending wie der Porsche", wirbt "Werner" um Verständnis für sein aus vier hintereinandergeschalteten Motoren konstruiertes Fahrzeug.

Sein genialer Mechaniker "Ölfuß" hat also noch mächtig zu tun, während Porsche-Holgi die Aktivitäten im Zweirad-Lager nüchtern kommentiert: "Die bauen 'ne elektrische Schaltung ein damit er nicht wieder hinterherfährt, da fehlen eigentlich nur noch zwei Stützräder." Holgi ist da eher Purist, hat aber auch noch Probleme mit seinem Motor. "Ein Zylinderkopf hat ein Ventil gefressen, zu heiß geworden", kommentiert er nüchtern. Im Moment ist daher sein Motor "auseinander", soll aber am Renntag wieder 400 PS abliefern. "Dann wird's klappen", meint Holgi, obwohl die Rennstrecke von der Rennleitung auf die berühmte 'Viertel Meile' verkürzt worden ist. "Eigentlich zu kurz", meint Holgi, und spricht von einem eindeutigen Vorteil für Brösel.

"Er fährt nicht gut - er fährt besser", dröhnt es derweil aus den Lautsprechern. Die Gruppe "Budde bei die Fische" hat extra zum Event einen Motivations-Song rausgelassen. Der ganze Hype zielt natürlich darauf ab, dass Werner diesmal gewinnt, und die Massen werden kommen, um sich das anzusehen. Das ist aber nur der Höhepunkt des Spektakels. Moto-Cross, Drag-Race, Farm-Pulling, Unicycle Drag, Stockcar, Autocross, Mofa und Rasentrecker Rennen runden die Sache für den Motorsport Liebhaber ab.

Der organisatorische Aufwand ist gigantisch und übertrifft die alljährlichen Planungen für das Wacken-Festival. Das sagt einer, der es wissen muss, denn Wacken's Holger Hübner ist auch bei Werner involviert. Eine Kleinstadt wird aufgebaut mit 3000 Mitarbeitern und an den Straßen Schleswig-Holsteins werden hunderte Schilder errichtet mit Informationen, wie es zu "Werner" geht, und wie man dem Stau ausweichen kann. Feinstaub und Stickoxide werden wohl fairerweise nicht gemessen. Schade eigentlich. Mit den Messwerten von Hartenholm Ende August könnte man die miese Luft in der Landeshauptstadt weit in den Schatten stellen. Wäre doch ein schöner Stoff für den nächsten Comic.

Ein Video zur Vorstellung des Rennens gibt es unter https://youtu.be/FXJaF9BKmi8

Werner und Holgi lassen starten Ende August wieder zum Rennen. Fotos/O-Ton: Harald Denckmann

Werner und Holgi lassen starten Ende August wieder zum Rennen. Fotos/O-Ton: Harald Denckmann



Hier hören Sie den Originalton:  

Text-Nummer: 123454   Autor: Harald Denckmann   vom 07.07.2018 11.23

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