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Sonntag,
der 16. Dezember 2018






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10.07.2018 08.14


Mozart meisterhaft und Beethoven im Sturmschritt

Mozart bravourös: So hieß es in der Ankündigung des Festivalkonzertes vom Montag in der MuK. Und so war es auch. Mit dem Kammerorchester Basel stand die diesjährige Porträtkünstlerin des Schleswig-Holstein Musik Festivals (SHMF), Sabine Meyer, auf dem Podium.



Sabine Meyer, die Klarinettenprofessorin der Lübecker Musikhochschule, spielte den Solopart in Mozarts berühmtem Konzert für Bassetklarinette und Orchester KV 622. Die Bassetklarinette ist ein besonders Instrument, mit zusätzlichen tiefen Tönen gegenüber der "Normalausführung" der Klarinette, schwer zu spielen, schon, weil sie besonders viel Luft verlangt. Aber Mozart hat sein letztes Solistenkonzert im Todesjahr 1791 ausdrücklich für dieses Instrument geschrieben.

Natürlich kennt und schätzt man Sabine Meyer in Lübeck. Sie verblüffte bei der Interpretation mit der längeren, angeblich schwerfälligeren Klarinette durch die scheinbar spielerisch leichte Beherrschung. Schier unglaublich, welche Fülle an Nuancen und Tonfarben zu hören war, wie sicher auch gewagte Intervalle von höchster Höhe in die Bassregion saßen.

Manche Passagen klangen federleicht und versprühten pure Lebenslust. Andere Stellen, vor allem im gefühlvollen langsamen Satz, rührten manche Zuhörer zu Tränen. Der Rondo-Kehraus war ein Spaß auf höchstem Niveau. Auch als Zugabe war etwas Besonderes ausgedacht worden, das Menuett aus Mozarts Klarinettenquintett. Sabine Meyer spielte es zusammen mit Streichern des Orchesters.

Nach der Pause hatten die Basler unter Leitung des italienischen Dirigenten Giovanni Antonini Beethovens fünfte Sinfonie, die sogenannte Schicksalssinfonie ins Programm genommen. Schon der Kopfsatz erklang wuchtig, wurde im Sturmschritt durchmessen. Auch die weiteren Sätze verlangten von Tempo und Intensität den Musikern alles ab. Der Dirigent, so meinte ein Zuhörer, müsse nicht nur in den Armen, sondern auch in den Beinen Muskelkater haben – so temperamentvoll ging er mit.

Eingeleitet worden war der Abend mit Franz Schubert, der angeblich aus einer Wettlaune heraus versprach, eine Ouvertüre à la Rossini zu schreiben. Seiner "Ouvertüre im italienischen Stil" merkte man das Vorbild an. Allerdings war ebenso deutlich zu hören, dass das Stück nördlich der Alpen entstand. Eine gewisse Erdenschwere war nicht zu überhören.

Als wolle er auf diesen Unterschied aufmerksam machen, gab Giovanni Antonini als Orchesterzugabe einen Original-Rossini, nämlich die Ouvertüre zur Oper "Die Italienerin in Algier", funkensprühend und in überbordendem Temperament. Das forderte dann noch einmal den Jubel im ausverkauften Saal heraus.

Autor: TD

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