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Dienstag,
der 11. Dezember 2018






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12.07.2018 12.38


Uni und UniTransferKlinik: Partner im Kompetenzzentrum

Die Uni zu Lübeck und die UniTransferKlinik Lübeck GmbH sind Partner des neu eingerichteten "Kompetenzzentrums 4.0" für mehr Digital-Wissen im Mittelstand. Aus dem Fördertopf eines Konsortiums aus schleswig-holsteinischen Hochschulen und Transfereinrichtungen geht gut eine Million davon nach Lübeck.

"Die Digitalisierung ist noch immer nicht bei allen Mittelständlern angekommen. Wer sich jedoch heute nicht darauf einlässt, muss befürchten, bald aus dem Geschäft gedrängt zu werden. Mit dem Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrum Kiel sollen daher besonders kleine und mittlere Unternehmen für die neuen Herausforderungen sensibilisiert und durch Informations- und Weiterbildungsangebote fit gemacht werden. Praxisnähe und Anschaulichkeit sind dabei für uns zentral", sagte Stefan Schnoor, Abteilungsleiter für Digital- und Innovationspolitik im Bundeswirtschaftsministerium.

Leadpartner für das Kompetenzzentrum ist die "Forschungs-und Entwicklungszentrum Fachhochschule Kiel GmbH". Zum Projektkonsortium gehören zudem die Fachhochschulen Kiel und Lübeck, die Christian-Albrechts Universität zu Kiel, die Universität zu Lübeck sowie die UniTransferKlinik Lübeck GmbH und das Lebensmittelinstitut KIN e.V. Neumünster.

Von Seiten der Universität zu Lübeck sind das Institut für Informationssysteme mit seinem Direktor Prof. Dr. Ralf Möller, das Institut für Neuro- und Bioinformatik mit seinem Direktor Prof. Dr. Thomas Martinetz und das Institut für Softwaretechnik und Programmiersprachen mit seinem Direktor Prof. Dr. Martin Leucker beteiligt. Prof. Leucker vertritt auch die UniTransferKlinik Lübeck in dem Verbund. Das Fördervolumen für die Universität beträgt 630.000 Euro und das für die UniTransferKlinik 430.000 Euro über drei Jahre. Wirtschaftsminister Dr. Bernd Buchholz dankte dem Bund für die Unterstützung und betonte: "Die Digitalisierung bietet deutlich mehr Chancen als Risiken für unsere Wirtschaft. Denn sie treibt Innovationen für neue Produkte und Dienstleistungen an und revolutioniert Produktionsverfahren ebenso wie Arbeitsprozesse und eröffnet zudem neue Geschäftsfelder, etwa durch die Individualisierung von Produkten."

Der Minister forderte die Betriebsinhaber und Geschäftsführer auf, möglichst rasch mit dem neuen Kompetenzzentrum Beratungstermine zu vereinbaren oder an einem der Demonstrationsworkshops teilzunehmen.

Dabei werde den Teilnehmern beispielsweise demonstriert, wie Montageabfolgen und Zustände von Maschinen auf Datenbrillen aufgespielt werden können. Die Teilnehmer können so unter anderem lernen, wie mit Hilfe von Datenbrillen anwendungsspezifische Aktionen ausgelöst werden – etwa die Ableitung von Montageanleitungen aus CAD-Daten.

Mit Blick auf die deutsche Wirtschaft erinnerte Buchholz daran, dass immer mehr Unternehmen den Weg ins Industrie-4.0-Zeitalter in den Griff bekommen: Hätten 2016 noch 72 Prozent in der Digitalisierung eine "riesige Herausforderung" gesehen, seien es aktuell noch 55 Prozent. "Wir sind also auf dem richtigen Weg, aber viele Herausforderungen bleiben", sagte Buchholz. Knackpunkte seien in vielen kleinen und mittleren Unternehmen vor allem mangelnde IT-Kompetenzen oder die fehlende Bereitschaft, das gerade in Schleswig-Holstein schon jetzt gut ausgebaute Glasfasernetz für sich zu nutzen.

Ziel des Kompetenzzentrums ist nach den Worten von Björn Lehmann-Matthaei, Chef des Kieler FuE-Zentrums, mit kleinen und mittleren Unternehmen, die im Tagesgeschäft nur wenig Ressourcen und Zeit für Digitalisierungsprozesse aufbringen können, individuelle Lösungen zu entwickeln. "Die Ansätze können dabei so individuell wie die Unternehmen sein. Das kann eine digitale Wareneingangsabwicklung, ein digitaler Lückenschluss in der Lohnfertigung oder eine vernetzte Montagelinie sein", so Lehmann-Matthaei.

Die Einrichtung des Kompetenzzentrums ist Teil des Digitalisierungsprogramms des Landes Schleswig-Holstein, das am 28. Juni vom Kabinett beschlossen wurde. Bereits seit knapp zwei Jahren bieten Mittelstand 4.0-Kompetenzzentren in ganz Deutschland Unternehmen Hilfestellungen an – etwa bei der Erarbeitung einer individuellen Digitalisierungsstrategie.

Autor: Rüdiger Labahn/Uni

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