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Mittwoch,
der 24. Oktober 2018






Handwerk profitiert weiter von guten Rahmenbedingungen

Die Stimmung unter den rund 30.000 Handwerksbetrieben in Schleswig-Holstein ist weiterhin überwiegend gut. 60 Prozent der Betriebe bewerteten ihre wirtschaftliche Situation in den vergangenen drei Monaten als gut, weitere 35 Prozent als befriedigend.

Das ist sogar noch einmal eine leichte Verbesserung im Vergleich zum Vorjahr. Nur fünf Prozent der Betriebe schätzten ihre Lage als schlecht ein.

"Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen sind für das Handwerk nach wie vor günstig", kommentiert Günther Stapelfeldt, Präsident der Handwerkskammer Schleswig-Holstein, die Ergebnisse der aktuellen Konjunkturumfrage. Besonders die Investitionen in Bauen und Renovieren begünstigen weiter das Bauhauptgewerbe (u.a. Maurer, Zimmerer, Dachdecker) und Ausbaugewerbe (u.a. Maler, Elektrotechniker, Tischler). Diese beiden Gewerbegruppen sowie das Handwerk für den gewerblichen Bedarf (u.a. Feinwerkmechaniker, Metallbauer, Kälteanlagenbauer) verzeichneten im zweiten Jahresquartal insgesamt die höchsten Zufriedenheitswerte.

Im Vergleich zum Vorjahresquartal verzeichnete das Handwerk noch einmal einen leichten Anstieg beim Auftragsbestand. 35 Prozent der Betriebe berichteten über gestiegene Auftragszahlen, das sind noch einmal sieben Prozentpunkte mehr als vor einem Jahr. Der überwiegende Teil der Betriebe (70 Prozent) berichtete über stabile Verkaufspreise. Umsatzsteigerungen konnte rund ein Drittel der Betriebe erzielen.

Die Ergebnisse aus den Kammerbezirken:
Das Gesamthandwerk aus dem Kammerbezirk Lübeck (Städte Kiel, Lübeck, Neumünster, Kreise Herzogtum-Lauenburg, Ostholstein, Pinneberg, Plön, Segeberg, Steinburg, Stormarn) beurteilte seine wirtschaftliche Situation im zurückliegenden Quartal wie folgt: 55 Prozent der Betriebe sprachen von einer guten, 39 Prozent von einer befriedigenden und 6 Prozent von einer schlechten Geschäftslage. Damit hat sich im Vergleich zu den Monaten Januar bis März die wirtschaftliche Situation im Kammerbezirk deutlich verbessert (Vergleichszahlen: 43 Prozent gut, 48 Prozent befriedigend, 9 Prozent schlecht). Auch die Erwartungen an das II. Quartal wurden deutlich übertroffen.

Im Ausbauhandwerk entwickelte sich die Lage – nach dem zurückhaltenden I. Quartal – am besten (65 Prozent gut, 31 Prozent befriedigend, 4 Prozent schlecht). Fast auf dem gleichen Niveau folgt das Bauhauptgewerbe (64, 34 und 2 Prozent). Die positivste Veränderung verzeichnete das Handwerk für den gewerblichen Bedarf: Nach einem kurzzeitigen Rückgang im Vorquartal überwog eine erheblich bessere Stimmungslage (58, 38 und 4 Prozent).

Auch das Kraftfahrzeughandwerk konnte gegenüber dem Vorquartal von einer besseren Lage berichten (38, 48 und 14 Prozent). Die Betriebe im Nahrungsmittelhandwerk gaben für das abgelaufene Quartal eher eine Stagnation der Geschäftslage bekannt (40, 40 und 20 Prozent). Das Gesundheitsgewerbe vermeldete eine leichte konjunkturelle Verschlechterung gegenüber dem Vorquartal (32, 55 und 13 Prozent). Im personenbezogenen Dienstleistungshandwerk waren kaum Veränderungen zu verzeichnen (33, 47 und 20 Prozent).

Ausblick:
Die gute Stimmung der letzten drei Monate nehmen die allermeisten Handwerker auch mit ins nächste Quartal. Für die kommenden Wochen rechnet jeder vierte Betrieb mit steigenden Auftragszahlen. Auch was die Umsatzerwartungen betrifft bleibt das Handwerk zuversichtlich. 26 Prozent der Betriebe rechnen mit einer Steigerung, lediglich 10 Prozent befürchten Umsatzrückgänge. Aufgrund der guten konjunkturellen Lage bleibt die Fachkräftesicherung weiterhin ein zentrales Thema für die Betriebe. Der überwiegende Teil rechnet mit gleichbleibenden Beschäftigtenzahlen, immerhin 17 Prozent erwarten, ihre Mitarbeiterzahl in den kommenden Monaten noch steigern zu können.

Günther Stapelfeldt, Präsident der Handwerkskammer Schleswig-Holstein, hat am Montag den Handwerkskonjunkturbericht im II. Quartal 2018 veröffentlicht.

Günther Stapelfeldt, Präsident der Handwerkskammer Schleswig-Holstein, hat am Montag den Handwerkskonjunkturbericht im II. Quartal 2018 veröffentlicht.


Text-Nummer: 123614   Autor: HWK   vom 16.07.2018 12.35

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