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HL-live.de

Dienstag,
der 23. Oktober 2018






Neue Tagesklinik für chronische Schmerzen

Am UKSH in Lübeck wurde am Donnerstag die erste Schmerztagesklinik des Landes eröffnet. Hier erhalten Patienten Hilfe, bei denen sich Schmerzen verselbstständigt haben.

Im Bundesgebiet leben mehr als sechs Millionen Menschen, die an chronischen Schmerzen leiden, die nicht auf eine Tumorerkrankung zurückzuführen sind. Bei ihnen ist der Schmerz kein Alarmzeichen für drohende körperliche Schäden, sondern vielmehr haben sich die Schmerzen verselbstständigt und sind zu einem eigenen Krankheitsbild geworden. Häufig sind diese chronischen Schmerzen durch medizinische Befunde nicht vollständig erklärbar, sie sind aber dennoch "echt". Betroffene leiden zumeist nicht nur an den chronischen Schmerzen, sondern auch unter den Veränderungen in ihrem Leben, zu denen die Schmerzen geführt haben. In der Schmerztagesklinik erfahren chronische Schmerzpatienten dabei Unterstützung, ihre Schmerzen in den Griff zu bekommen und die schmerzbedingten Beeinträchtigungen zu verringern.

"Mit Hilfe des Teams der Schmerztagesklinik können chronische Schmerzpatienten lernen, den Einfluss des Schmerzes auf ihr Leben zu verringern und zu einem erfüllten, lebenswerteren Leben zurückfinden", sagt Prof. Dr. Jens Scholz, Vorstandsvorsitzender des UKSH. "Bisher fehlte in Schleswig-Holstein neben der ambulanten und vollstationären interdisziplinären multimodalen Schmerztherapie eine tagesstationäre interdisziplinäre multimodale Schmerztherapie." Die Schmerztagesklinik ermöglicht die Integration der Therapie in das häusliche und familiäre Umfeld.

Die Realisierung der Schmerztagesklinik wurde möglich, nachdem Ende 2016 das Land per Feststellungsbescheid dem Antrag des UKSH auf Aufnahme der Schmerztagesklinik in den Landeskrankenhausplan stattgegeben hatte.

Chronische Schmerzen entstehen durch Wechselwirkungen körperlicher, psychischer und sozialer Vorgänge. Sie bedürfen einer multimodalen Therapie, die dem sogenannter biopsychosozialen Modell der Schmerzentwicklung Rechnung trägt. Das Behandlungsprogramm der Schmerztagesklinik besteht daher aus inhaltlich und organisatorisch aufeinander abgestimmten und koordinierten medizinischen, physiotherapeutischen und psychologischen Behandlungselementen. Das Team der Schmerztagesklinik arbeitet eng mit der Schmerzambulanz der Klinik für Anästhesiologie und Intensivmedizin, der zentralen Einrichtung für Physiotherapie am UKSH und dem Studiengang Physiotherapie der Universität zu Lübeck sowie dem Zentrum für Integrative Psychiatrie zusammen. "Die Angst, körperliche Aktivität könnte von Schaden sein und Schmerzen verschlimmern, führt bei Schmerzpatienten häufig zu Inaktivität und Schonverhalten mit der Folge sozialen Rückzugs und Vereinsamung. Die Patientinnen und Patienten der Tagesklinik werden daher von einem interdisziplinären Team aus Ärzten, Psychologen und Physiotherapeuten behandelt, um diesen Teufelskreis zu durchbrechen", sagt Prof. Dr. Carla Nau, Direktorin der Klinik für Anästhesiologie und Intensivmedizin. "Die Behandlung erfolgt sowohl in Gruppen als auch individuell." Fünf Wochen lang, kommen die Patientinnen und Patienten täglich (Montag-Freitag) zur Behandlung in die Schmerztagesklinik. Nach sechs Monaten gibt es eine Wiederholungswoche zur Auffrischung der Behandlungsinhalte.

Die Schmerztagesklinik ist Teil des Schmerzzentrums des UKSH, Campus Lübeck, und gehört zur Klinik für Anästhesiologie und Intensivmedizin. Schwerpunkt der Arbeit des Schmerzzentrums ist die multimodale Therapie chronischer Schmerzen.

Die Klinik für Anästhesiologie und Intensivmedizin bietet regelmäßig Informationsveranstaltungen für Patienten an, die sich für eine Behandlung in der Schmerztagesklinik interessieren. Die nächste Informationsveranstaltung findet am Mittwoch, der 29. August um 16.30 Uhr in den Räumen der Schmerztagesklinik statt. Eine Anmeldung ist erforderlich, Tel. 0451/500-40761.

Prof. Dr. Jens Scholz, Vorstandsvorsitzender des UKSH, eröffnete die neue Einrichtung. Foto: UKSH

Prof. Dr. Jens Scholz, Vorstandsvorsitzender des UKSH, eröffnete die neue Einrichtung. Foto: UKSH


Text-Nummer: 123942   Autor: UKSH   vom 02.08.2018 15.57

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