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Dienstag,
der 18. Dezember 2018






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11.08.2018 11.13


Israel-Sonntag gegen Antisemitismus

HL-live.de Pastor Heinz Rußmann widmet seine Gedanken zum Wochenende dem Antisemitismus. Anlass ist der Israel-Sonntag in der vergangenen Woche, der im Mittelpunkt der Predigten in den evangelischen Kirchen stand.

Am letzten Sonntag besuchte ich einen Gottesdienst und hatte vorher garnicht daran gedacht, dass der Israelsonntag dran war. Über die Beziehung der Christen zu Israel predigte Pastor Krüger dann sehr eindringlich. Die Christen erinnern sich an diesem Sonntag daran, dass Gott mit Abraham und Mose die Heilsgeschichte mit Juden begonnen und später durch Jesus für Christen fortgesetzt hat. Das Alte Testament ist für beide Religionen ein heiliges Buch.

Es ist gut für uns, wenn wir immer wieder daran erinnert werden, dass Juden und Christen gemeinsame Wurzeln des Glaubens haben: Den Glauben an den einen Gott und Schöpfer und Begleiter und Vollender der Welt, die Zehn Gebote, den Bund mit Gott und die Weissagungen und Visionen der Propheten bis zum Weltende. Durch diesen Glauben und Jesus wurde bis heute ein Drittel der Menschheit missioniert und durch Jesus und die jüdischen Apostel Paulus und Petrus und andere entstand unser christliches Abendland.

Davon haben wir Lübecker unendlich profitiert. Lübeck war ja mal die Haupstadt des christlichen Hansebundes mit 150 europäischen Städten. Als Rom im Mittelalter eine Krise durchlief, tauchte die Idee auf, dass Lübeck mal das neue Rom werden sollte. Unsere wunderbaren sieben Kirchtürme wollen Gottes Himmel an Lübeck festnageln nach dem Willen der Lübecker Bürger.

Allerdings erkennen die Juden Jesus allenfalls als frommen Menschen und Propheten an, aber nie als Messias und Gottes-Sohn, göttlichen Freund und Bruder, der sich für die Sühne unserer bösen Taten geopfert hat am Kreuz. Durch diesen Gegensatz entstand leider ein religiöser Antisemitismus im Mittelalter, der nie rassistisch begründet war. Es war ein Zwist zwischen fanatischen Verwandten im Glauben an die letzten Dinge und Werte. Juden und Christen haben eine verschlungene Beziehung zueinander mit Spannungen wie bei nahen Verwandten, die sich um das wertvolle Erbe streiten.

Leider gab es besonders ab 1933 einen ungeheuerlichen, atheistischen und teuflischen Rassenwahn. Durch diesen gottlosen Rassenwahn von Hitler und den Nazis wurden unglaubliche sechs Millionen Juden in Deutschland und in den von Deutschen besetzten Gebieten aus ihren Wohnungen gezerrt und in Konzentrations-Lagern getötet. Dass friedliche Bürger und Nachbarn und Mit-Schüler und Kinder aus ihren Wohnungen in Lübeck geholt und getötet wurden, ist ungeheuerlich und unbeschreiblich teuflisch.

In Lübeck gibt es zur Erinnerung seit 2006 an erschreckend vielen Stellen mitten in der Innenstadt sogenannte Stolpersteine aus Messing. Dort sind die Namen eingraviert der jüdischen Lübecker Mitbürger, die abtransportiert wurden wie bei einem Viehtransport und getötet wurden wie auf einem Schlachthof. In der Innenstadt schaue ich manchmal nach oben und umarme in Gedanken die Türme und mein geliebtes Lübeck. Ich schaue nach unten auf die vielen Stolpersteine und will alles tun, damit sowas nie wieder geschehen kann: Mord aus antisemitischen Rassenhass. Können wir Gott überhaupt für soviele deutsche Morde um Verzeihung bitten? Wieviel muss erst noch geschehn, damit sich die Menscheit besinnt!?

Kontakte und Gespräche sind ja schon möglich und hilfreich. Es gibt jüdisch christliche Gesprächskreise. Mit unseren Stephanus- Gemeindekreisen und mit meinen Oberstufen- Schülern im Religionsunterricht am Johanneum sind wir manchmal in der Synagoge in der St. Annen Straße gewesen zur Information und zum Gespräch. An der Volkshochchule und in der Gemeinde habe ich mehrere Kurse gegeben: Biblisches Hebräisch für Anfänger. An allen Schulen könnte noch mehr Verständnis gefördert werden.

Meine Eltern, Bruder und Schwester, Cousin und ich hatten schon früh herzliche jüdische Kontakte in Lübeck. Meine Eltern hatten nämlich in der Wahmstraße eine Bäckerei. In der Nachkriegszeit bekam die jüdische Gemeinde in der damaligen Hungerzeit Mehl-Säcke aus den USA gespendet. Wir haben daraus für sie Brot gebacken. Dadurch hatten wir freundlichen Kontakt zu jüdischen Mitbürgern, die ein wenig wie joviale Onkel und Tanten bei uns auftauchten und uns Kindern amerikanische Süßigkeiten schenkten. Mit Benjamin Gruszka, den wir als Kinder Bollek genannt hatten, habe ich mich noch vor wenigen Jahren freundschaftlich umarmt, wenn wir uns in Lübeck getroffen haben.

Unsere Vorfahren zur Steinzeit haben einfach Menschen totgeschlagen, wenn sie ihnen im Weg standen. Unter uns Christen und Humanisten und Mitmenschen darf rassistisches, antisemitisches Morden nie wieder vorkommen!!! Friedensstifter sollen wir in der Nachfolge von Jesus Christus sein. Gott gebe, dass der Geist Jesu in der Evolutions-Stufe Christus-Sphäre sich endlich schneller auf dem Erdball verbreitet!

Dafür betet intensiv

Euer HL-live.de Pastor Heinz Rußmann und lädt ein zum Mitbeten.

Sehr informativ ist das Taschen-Buch "Erzählt es euren Kindern. Der Holocaust in Europa" von Stephane Bruchfeld und Paul Levine.

Autor: red.

Aus rechtlichen Gründen können wir Bilder nicht mehr zur Verfügung stellen.


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