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der 15. Dezember 2018






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11.08.2018 12.07


1,5 Millionen Euro für Stammzellen-Biobank

Stammzellen sind eine besonders wertvolle Ressource: Anders als normale Gewebezellen können sie sich teilen, entwickeln und spezifische Funktionen annehmen. Deshalb arbeitet die medizinische Forschung am Einsatz dieser Alleskönner, beispielsweise in der Knochenregeneration. An der Uni-Klinik Lübeck werden diese Zellen aufbereitet und aufbewahrt.

Derzeit ist es so, dass stammzellenhaltiges Knochenmaterial, das bei Routineoperationen anfällt, als Abfall aussortiert wird. Dies will das Projekt "Bonebank" ändern: Die Stammzellen werden entnommen, an den Klinikstandorten in Lübeck und Odense aufbereitet und in einer grenzüberschreitenden Biobank eingelagert. Die Stammzellen können später von den Patienten selber, von anderen Patienten sowie in der Forschung genutzt werden.

Bonebank wird vom Interreg-Programm Deutschland-Danmark bis Februar 2019 gefördert. Nun wurde der Antrag auf Verlängerung bewilligt, so dass bis August 2020 weitere 1,5 Millionen Euro für die grenzüberschreitende Zusammenarbeit zur Verfügung stehen.

"Wir freuen uns, dass Bonebank in die nächste Runde geht und wir weiter daran arbeiten können, Stammzellen mit neuen Methoden und Instrumenten zu gewinnen und in unserer deutsch-dänischen Biobank einzulagern. Die bisher erzielten Ergebnisse zeigen, dass wir auf dem richtigen Weg sind", sagt Prof. Dr. Arndt-Peter Schulz, Projektleiter und Oberarzt an der Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie des UKSH, Campus Lübeck.

Gemeinsam mit den Projektpartnern Stryker Trauma GmbH, soventec GmbH, Life Science Nord Management GmbH und dem Universitätsklinikum Odense verfolgen die Lübecker seit September 2015 das Ziel, Knochenmarkstammzellen noch besser für Forschung und Therapie verfügbar zu machen. Dafür entwickelt das Medizintechnikunternehmen Stryker einen Prototyp, der das stammzellenhaltige Knochenmaterial verlustfrei "erntet". Das UKSH ist unter anderem für die Gewinnung und Aufbereitung der Stammzellen sowie für die Entwicklung von Transportmöglichkeiten verantwortlich.

"Die Zusammenarbeit im Projekt konnte bereits einige Erfolge hervorbringen – umso besser, dass sie weitergeführt wird", sagt Prof. Dr. Jens Scholz, Vorstandsvorsitzender des UKSH, "die Kooperation deutscher und dänischer Partner bündelt die Kompetenzen und wertet das Projekt qualitativ auf. Bonebank bringt nicht nur die medizinische Forschung voran, sondern stärkt die gesamte Region."

Mit der Verlängerung der Förderung wird Bonebank weitere Organisationen wie Entnahme- und Implantationskrankenhäuser, Biobanken und Unternehmen einbinden und eine Bonebank-Organisation gründen. Als neue Projektpartner bringen das Department of Clinical Immunology des Næstved Hospital und die Universität zu Lübeck ihre Expertise mit ein. Die IHK zu Lübeck wird die Netzwerkpartner in der Kontaktpflege zur regionalen Wirtschaft unterstützen.

Autor: UKSH

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