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HL-live.de

Freitag,
der 21. September 2018






Junger Texaner erhielt den Bernstein-Award des SHMF

Der US-amerikanische Geiger Charles Yang (29) ist am Freitag bei einem Konzert des Schleswig-Holstein-Musik-Festivals (SHMF) in der Lübecker Musik- und Kongresshalle mit dem Leonard-Bernstein-Award 2018 ausgezeichnet worden. Der Preis ist mit 10.000 Euro dotiert. Die Sparkassen-Finanzgruppe stellt das Geld zur Verfügung.

Charles Yang, geboren in Texas, war von der Familie Bernstein vorgeschlagen worden, verriet SHMF-Intendant Christian Kuhnt. Bei uns ist der Künstler noch unbekannt. Das kann sich durch die Preisverleihung ändern. Denn dass der jungenhafte, sympathische Amerikaner mit Publikum umgehen kann, bewies er in der MuK.

Das Programm nannte mehrere Redner. Die Vizepräsidentin des Landtags, Kirsten Eickhoff-Weber, begrüßte das Publikum, den Preisträger und die rund 100 Mitglieder des Festivalorchesters auf der Bühne. Moderiert von Jessica Schlage kamen bei der Preisverleihung Reinhard Boll, Präsident des Sparkassen-und Giroverbandes, Intendant Dr. Kuhnt, Jamie Berstein aus den USA sowie der Preisträger selbst zu Wort.

"Charles Yang überwindet im Sinne Bernsteins die Grenzen zwischen E- und U-Musik. Als klassisch ausgebildeter Musiker beherrscht er auch die Stile der Popmusik", begründete Kuhnt die Entscheidung der Jury.

Bekannt geworden ist Charles Yang in den USA durch sein Projekt "The Human Jukebox": Dabei stellt er sich mit einem Bassisten auf die Straße. Vor ihnen stehen Gläser, die mit "Bach", "Michael Jackson", "Lady Gaga", "schneller" und ähnlichem betitelt sind. Bei Geldeinwurf beginnen die Beiden zu spielen wie ein Musikautomat. Der Erlös geht an eine Bildungseinrichtung.

Reinhard Boll lobte den Mut, einem unkonventionellen Geiger den Leonard Bernstein Award zu verleihen. Wer wie Charles Yang Spaß daran hat, Menschen auf der Straße und im Konzertsaal zu begeistern, habe auch die Sympathie der Stifter des Preises. Jamie Bernstein, Tochter des Dirigenten, Komponisten und Musikpädagogen Leonard Bernstein, versicherte, dass ihr "von oben zuschauender Vater" sehr mit der Jury-Entscheidung einverstanden gewesen wäre.

Sein großes Talent bewies Charles Yang mit der Interpretation des Violinkonzertes op. 35 von Erich Wolfgang Korngold. Romantisch sang seine Geige im langsamen Satz. Schwungvoll wurde der Schlusssatz zelebriert. Natürlich verlangte das Publikum eine Zugabe. Hierbei zeigte der Geiger seine andere Seite. Er improvisierte mit dem Orchester, ungeprobt, wie er betonte, über einen Schlager der amerikanischen Unterhaltung, "Stand by me" von Ben E. King, wobei Yang auch die Rolle des Sängers übernahm.

Im zweiten Teil des Konzertes kam noch einmal Leonard Bernstein als Komponist "zu Wort". Großartig erarbeitet vom Orchester und dem britischen Dirigenten Wayne Marshall erklang Musik aus der "West Side Story" und zum Schluss die Ouvertüre zu "Candide".

Der Leonard-Bernstein-Award wird seit 2002 jährlich an junge Solisten vergeben, um deren internationale Karriere zu fördern. Er erinnert an den Mitbegründer des SHMF, der 1986 in der Kieler Ostseehalle das Musikfest aus der Taufe hob. Seine Idee, 100 bis 120 Musiker bis zum Alter von 26 Jahren zu einem Festivalorchester zusammenzuschweißen, wurde 1987 erstmals realisiert. Bis zu seinem Tode 1990 arbeitete Bernstein beim SHMF mit.

Charles Yang, der 17. Preisträger, erhielt ersten Geigenunterricht von seiner Mutter in Austin/Texas, bevor er sein Studium an der Juilliard School in New York aufnahm. Als Solist spielte er in den USA, Europa, Brasilien, Russland, China und Taiwan. Neben der klassischen Violine experimentiert Yang auch mit elektronischen Geigen und singt in verschiedenen Crossover-Projekten.

Das SHMF feiert in diesen Tagen den 100. Geburtstag Bernsteins. Aus diesem Anlass stellte die Sparkassen-Finanzgruppe nicht nur 10.000 Euro als Preisgeld zur Verfügung, sondern noch einmal den gleichen Betrag für die Arbeit der Orchesterakademie.

Charles Yang wurde in der MuK mit dem Bernstein-Award ausgezeichnet. Foto: SHMF, charlesyangmusic

Charles Yang wurde in der MuK mit dem Bernstein-Award ausgezeichnet. Foto: SHMF, charlesyangmusic


Text-Nummer: 124203   Autor: TD   vom 18.08.2018 09.22

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