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HL-live.de

Sonnabend,
der 20. Oktober 2018






Lübeck kann den Teichen nicht helfen

Auf vielen Lübecker Gewässern hat sich in den vergangenen Wochen ein Algenteppich gebildet. Die Fische kämpfen mit Sauerstoffmangel. Am Krähenteich besteht seit Mittwoch wieder Badeverbot, an der Wakenitz wird vor Blaualgen gewarnt.



Die Situation verschärft sich immer weiter. Die Lübecker Hafenbehörde hat einen Bagger im Einsatz, der zumindest das Wehr zwischen Mühlenteich und Obertrave reinigt, damit noch etwas Wasser fließen kann. Es hilft aber nichts. Nach einer Ortsbesichtigung des Altstadtbades Krähenteich musste am Mittwoch die Badestelle von der Gesundheitsbehörde aufgrund von massiver Bildung von Blaualgen, Algen und Wasserlinsen vorübergehend geschlossen werden. Die Sichttiefe beträgt 30 Zentimeter und somit ist mit erhöhter Bildung von Blaualgen zu rechnen. Optisch ist die Oberfläche, besonders im Nichtschwimmerbereich, mit einem grünen "Teppich" bedeckt.

In den anderen drei Flussbadestellen an der Wakenitz beträgt die Sichttiefe 50 Zentimeter, hier sind Warntafeln zum Thema Blaualgen aufgestellt. Ein Badeverbot musste hier von der Gesundheitsbehörde noch nicht ausgesprochen werden.

Die Hilfsmöglichkeiten für die Gewässer sind begrenzt. Obwohl die Wakenitz Niedrigwasser hat, wurde der Durchfluss zum Krähenteich noch etwas weiter geöffnet.

Ein Abfischen der Algen hält der Bereich Naturschutz für sinnlos. Sie bilden sich bei dem warmen Wetter sehr schnell wieder neu. Ein Belüften der Gewässer durch Wasserpumpen sei ebenfalls nicht Erfolg versprechend. Das Wasser sei zu warm.

Bisher wurde nur bei einem Gewässer eingegriffen. In Brodten war der Wasserstand in einem Teich so weit gesunken, dass die Fische sich nur noch in Pfützen aufhalten konnten. Die Feuerwehr füllte Wasser nach. Das sei aber nur in Ausnahmefällen möglich, so Feuerwehr-Chef Bernd Neumann, denn die Feuerwehr müsse wie jeder Lübecker für das Wasser die fälligen Gebühren zahlen.

Die Stadt sieht keine Möglichkeit, die Qualität der Gewässer zu verbessern. Fotos: JW

Die Stadt sieht keine Möglichkeit, die Qualität der Gewässer zu verbessern. Fotos: JW


Text-Nummer: 124300   Autor: VG/Presseamt   vom 22.08.2018 19.49

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