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Montag,
der 18. Februar 2018






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27.08.2018 07.59


Zum SHMF-Ausklang drei Stunden Gala in der MuK

Auch wenn die Bilanz gezogen, das Schleswig-Holstein Musik Festival am Sonnabend in der Kieler Sparkassen-Arena für beendet erklärt worden war, gab es am Sonntag im ausverkauften Saal der MuK noch eine dreistündige Gala.

Zwei Weltstars der internationalen Opernszene gaben sich die Ehre, die aus Russland stammende Sopranistin Anna Netrebko und der in Algier geborene Tenor Yusif Eyvazov. Im normalen Leben sind sie seit einiger Zeit Eheleute. Auf der Bühne dürfen deshalb Liebesduette auch schon mal mit einem Kuss enden.

Giuseppe Verdi und Giacomo Puccini waren die Programmschwerpunkte. Dazwischen sang von Zeit zu Zeit der Festivalchor, den Nicolas Fink einstudiert hatte; überwiegend geschulte Laien mit Chorerfahrung, die nach Vorsingen ausgewählt und für ihre Aufgaben während der Festivalwochen gründlich vorbereitet wurden.

Anna Netrebko begann ihren Arienreigen mit der Lady Macbeth, mit der blutrünstigen Arie, in der sie beschließt, ihren Mann zum Königsmord zu treiben. Verdi wünschte sich für die Partie der Lady eine dämonische, eine fast hässliche Stimme. Kein Mensch singt auf der Bühne bewusst hässlich. Die Netrebko legte wilde Entschlossenheit, Machtgier in ihren Gesang und erntete den ersten stürmischen Beifall.

Yusif Eyvazov schlüpfte für seinen ersten Auftritt in die Rolle des Manrico aus dem "Troubadour". Nicht in jeder Tonlage ist sein Organ eine schmeichelnde Belcantostimme. Aber ausdrucksvoll und vor allem höhensicher ist er immer, und mit starken Spitzentönen reißt ein Tenor jedes Publikum mit.

Die Choristen waren erstmals mit einem Ohrwurm zu hören, dem Gefangenenchor aus "Nabucco", verhalten begonnen, dann zu voller Inbrunst aufbrausend. Volle Power gab es beim Triumphmarsch aus Verdis "Aida", wobei der Dirigent Fanfarenbläser auf den Rängen platziert hatte.

Nach der Pause hörte man vor allem Puccini, den Komponisten der leidenden Frauen. Das Duett aus "Tosca", sehr schön ausbalanciert. Ebenso die Szene der beiden Stars aus "Madame Butterfly". Yusif Eyvazov hatte dann offenbar um eine Programmänderung gebeten. Statt als Pinkerton (Butterfly) trat er als Prinz Kalaf auf, höhenstark mit "Nessun dorma" (Keiner schlafe) aus Puccinis letzter Oper "Turandot".

Die NDR Radiophilharmonie begleitete solide, manchmal etwas zurückhaltend, kam aber unter anfeuernden Gesten von Maestro Jader Bignamini auch in Schwung. Bignamini dirigierte das gesamte Programm auswendig. Eine enorme Gedächtnisleistung, die den Vorteil hatte, dass er statt in Noten zu schauen, immer Blickkontakt zu den Sängern hielt und sich bei Haltetönen nach deren Atem richten konnte.

Am Schluss gab es Ovationen des Publikums, aber keine Zugabe. Drei Stunden reichten offenbar auch den Musikern.

Autor: TD

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