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Montag,
der 22. Oktober 2018






Brösel: Travemünder fährt Rennen in Hartenholm

"Ich brauch 12 Sekunden" verriet ein selbstbewusster Holger Henze, besser bekannt als "Holgi" mit dem "Red Porsche." Sein Motorrad-Gegner Rötger Feldmann, besser bekannt als "Brösel" oder für viele eben auch "Werner" kommt derweil auch leicht ins Grübeln. Feldmann ist übrigens gebürtiger Travemünder - und immer noch rebellisch: Er würde als Zuschauer die Zäune einreißen, die die Sicht versperren.



Zu viele unbekannte Faktoren spielen eine Rolle, ob er die von Bruder Andy und dem legendären Schrauber "Ölfuß" zusammengestellte Rennmaschine auch auf die Piste bringt. Räder können durchdrehen, die gerade Linie kann verfehlt werden, nur mit dem Schalten sollte es diesmal klappen, denn die Mechaniker haben dem "Red Porsche Killer" einen "High-Tech Speed Shifter" spendiert, der die Gänge in Lichtgeschwindigkeit nach Brösels Vorgaben hochschalten soll.

Holgi grient immer mal vielsagend, wenn er auf die Randbedingungen zu sprechen kommt. Aus der traditionellen Viertel Meile, Grundlage für ein ordentliches Drag-Race, wurde schnell mal eine Achtel Meile, die so bummelig 200 Meter entspricht. Laut Reglement geht das, es bevorzugt aber in diesem Falle das Motorrad, meint Holgi, der aber trotz allem auf die Power seines roten Porsches vertraut. "Wieviel PS wird nicht verraten, aber ich glaube schon das es langt", verkündet er, bevor er wieder die Arme für seine klassische Pose bei der nächsten Foto-Session verschränkt.

Hier hören Sie ein Interview mit Holgi:



Mit auf dem Foto ist Ministerpräsident Daniel Günther, der mal kurz für den Samstagnachmittag von Eckernförde herübergekommen ist. Klar kennt er die Werner Comics, obwohl er beim letzten Rennen 1988 gerade einmal 15 Jahre alt war. Die Vokabeln "Bölkstoff", "Das muss kesseln" oder "sach mal Bescheid... Bescheid" kennt natürlich jeder, der in dieser Zeit nördlich der Elbe aufgewachsen ist. Jetzt freut er sich, dass passend für unsere Zeit, auch ein Elektro-Rennwagen der Kieler Fachhochschule mit am Start ist und natürlich setzt er sich ins Fahrzeug und lässt sich von den Fachleuten alles erklären. Ein Fernsehteam stellt leicht kritische Fragen über das ganze Spektakel, aber der MP lässt locker durchblicken, dass bei aller Kritik auch solch eine Veranstaltung einmal möglich sein muss. Schließlich war jetzt 30 Jahre Ruhe um den Flugplatz und - auf eine Wiederholung angesprochen - kalauert er, die Landesregierung wird ein solches Rennen ganz sicher nicht veranstalten.

Hier hören Sie ein Interview mit dem Ministerpräsidenten Daniel Günther:

Viele Bedenken der Einwohner konnten ausgeräumt werden, auch die Justiz wurde bemüht und hat zugunsten des Festivals entschieden. Die Veranstaltung ist aber auch mit dem chaotischen Ablauf der ersten Wettfahrt vor 30 Jahren nicht zu vergleichen. Das merkt man bereits bei der Anfahrt, wenn man über eine für das Rennen gesperrte B 206 mühelos zu Campingplätzen und Tagesparkflächen durchkommt. Der Durchgangsverkehr wurde eben für die Veranstaltung einmal umgeleitet und im Hinblick auf eine zügige Rückreise wurden sogar Geschwindigkeitsbeschränkungen zeitweilig mit Mülltüten verhüllt. Das Verkehrskonzept wirkt daher sehr durchdacht, die Polizeikräfte agieren entspannt und dem Anlass entsprechend locker drauf. Festivalerprobte Besucher loben besonders die sauberen und reichlich vorhandenen Toiletten auf dem Gelände.



Brösel allerdings wirkt leicht genervt, wenn er auf die Auflagen zu sprechen kommt, mit denen die Veranstalter konfrontiert wurden. "Guck doch mal wo der Zaun steht, wer hat sich denn sowas bloß ausgedacht?" macht er seinem Ärger Luft, denn dort wo die Zuschauer stehen, können sie einfach nicht genug sehen. Auch die Rennstrecke selbst ist wie durch zwei Korsettstangen durch einen etwa einen Meter hohen Metallzaun eingerahmt. "Die hinterm Gitter können doch nur unsere Köppe sehen", gibt er zu bedenken und hofft darauf, dass der Gitterzaun noch näher an die Rennstrecke herangestellt werden kann.

Immerhin spielt das Wetter mit und auf den Bühnen geben sich prominente Bands die Klinke in die Hand. Die Stimmung ist daher gut und überall liegt Motorengedröhn in der Luft. Die Motocross Elite liefert spektakuläre Shows und freut sich, dass sie ihren Sport einmal einem sehr breiten, interessierten Publikum präsentieren kann. Auch seltene Fahrzeuge werden präsentiert und Fans mit Benzin im Blut haben reichlich Gelegenheit noch einmal Feinstaub und Stickoxide zu atmen bevor die neuen Abgas-Vorschriften so richtig greifen.

Am Sonntag, 2. September, 15 Uhr, kommt dann die Stunde der Wahrheit. Dann gehen Werner und Holgi, moderiert von Stimmwunder Matze Knop auf die Strecke. Knop wird für das Rennen wahrscheinlich in die Person von Nikki Lauda schlüpfen und die Startvorbereitungen und den Rennverlauf mit österreichischem Akzent kommentieren. Anschließend geht es dann für den Verlierer auf den Schmähturm, wo er - vertragsgemäß - mit "Katzenscheiße" beworfen wird. Flynn Kliemann, kreativer Erfinder und YouTube-Star aus Niedersachsen, hat diesen Turm extra für den Rennabschluss entworfen.

"Da geh ich natürlich mit rauf, selbst wenn ich gewinne", verkündet Holgi schon mal im Vorwege. "Letzten Endes wollen wir doch alle in erster Linie Spaß haben."

Ein Video vom Samstag finden Sie unter youtu.be/CbtR0FI0KJQ. Im Original-Ton (unterhalb des Bildes) hören Sie ein Interview mit Rötger Feldmann.

Werner und Holgi überreichten dem Ministerpräsidenten Daniel Günter den neuesten Werner Band - dabei ist auch Hartenholms Bürgermeister Karl-Heinz Panten. Fotos: Harald Denckmann

Werner und Holgi überreichten dem Ministerpräsidenten Daniel Günter den neuesten Werner Band - dabei ist auch Hartenholms Bürgermeister Karl-Heinz Panten. Fotos: Harald Denckmann



Hier hören Sie den Originalton:  

Text-Nummer: 124517   Autor: Harald Denckmann   vom 01.09.2018 22.29

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